
Chapel of Saint Peter, Sao Paulo, 1987, © Pritzker Foundation/ Cristiano Mascaro
Der Pritzker Prize 2006 geht an Paulo Mendes da Rocha. Die Hyatt Foundation, die den “Nobelpreis für Architketur” alljährlich vergibt, würdige den 78-jährigen Brasilianer für seine hauptsächlich in Sao Paulo entstandenene Bauten. Mendes da Rocha, der unter 500 Nominierten ausgewählt wurde, gils als Klassiker der lateinamerikanischen Moderne. Die Jury lobte den Architketen für sein ” tiefes Verständnis für Raum und Maßstäbe”.
Mendes da Rocha gehörte in den 50er Jahren zur Avantgarde-Bewegung in Brasilien. Seine Bauwerke entstanden hauptsächlich in Brasilien, aber auch international konnte er Anerkennung erringen. In den 70er Jahren war er einer der Finalisten im Wettbewerb um den Bau des Centre Pompidou in Paris. 2001 erhielt er den renommierten Mies-van-der-Rohe-Preis. Seine Fußballstadien, Wohnhäuser, Kirchen, Kultur- und Verwaltungsbauten bestehen überwiegend aus grob wirkenden Betonflächen. Mendes da Rocha ist damit nach Oscar Niemeyer der zweite Brasilianer, der den Preis erhält.
Der Pritzker Prize ist mit 100.000 Dollar (rund 82.000 Euro) dotiert und wird am 30. Mai in Istanbul verliehen.
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