Gehry Partners LLP, Corcoran Gallery of Art, Washington DC, 1999-2003, Engültiges Entwurfsmodell 2005, © Frank O. Gehry Partnes LLP, K20 Kunstsammlung NRW
Die wenigsten Menschen schauen sich bei einem Ausstellungsbesuch auch das Museum und seine Architektur selbst an. Da muss es schon ein ganz besonderes Museum wie zum Beispiel das K20 in Düsseldorf mit seiner geschwungenen schwarzen Fassade sein, damit man genauer hinschaut. Ein guter Platz also für eien Ausstellung über Museumsarchitektur.
Das K20 zeigt mit 26 Projekten einen Querschnitt der interessantesten und zukunftsträchtigsten Museumsbauten und -projekte, die entstanden, gegenwärtig entstehen oder geplant sind. Vorgestellt werden Vorhaben unter anderem von Mario Botta, Coop Himmelb(l)au, Frank O. Gehry, Daniel Libeskind, Jean Nouvel. Alle Projekte werden anhand von Modellen, Photographien, Computer-Simulationen, Plänen, Skizzen sowie Animationen und DVDs veranschaulicht. Das Art Centre Basel hat die Präsentation jedes einzelnen Projekts in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Architekten gestaltet.
Spektakuläre Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewusstsein oder verleihen Industriebrachen eine neue Funktion. Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher den Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet.
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1 Kommentar
Packulia says:
5. August 2006
Andere Städte haben mit Gehry-Bauten ja sehr gute Erfahrungen mit dem includierten PR-Effekt gemacht. Insofern ist die Wahl des Architekten auch unter diesem Gesichtspunkt gut zu verstehen.