Während Vanessa Beecroft mit ihren immer gleichen Performances mit den nackten, still stehenden Modells (bei mir) nur noch für Langeweile sorgt, schafft es einen anderen Künstler mit seinen “nackten Installationen” immer noch, ein wiederkehrendes Gefühl von Aufregung und Freude zu erzeugen. Nicht weil Spencer Tunicks Objekte ebenfalls nackt sind (was kein Nachteil ist), sondern weil die Masse nackter Menschen, die er durch Innenstädte wogen und ranken lässt, einfach immer wieder neu, anders und erfrischend sind. Kaum ein anderer Künslter schafft es so perfekt, das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, von Inidviduum und Masse darzustellen. Tunick baut aus hunderten bis tausenden Menschen lebende Skulpturen. Seine Arbeiten vereinen Elemente aus den Bereichen Fotografie, Skulptur und Performance. Die nach Tunicks Vorgaben arrangierten Körper formieren sich zu einer Kurzzeitskulptur, die dann fotografisch festgehalten wird.

Am 09. September 2006 wird er in Düsseldorf zu Gast sein und anschließend sind seine Bilder vom 30. September bis zum 07. Januar 2006 im museum kunst palast zu sehen. Wer als Volunteer teilnehmen möchte, kann sich unter www.spencertunickinduesseldorf.de bewerben. Die Teilnehmer erhalten als Belohnung eine limitierte Fotografie der Installation.