Dieter Brusberg geht in Rente. Na ja, nicht so ganz. Mit der Jubliäumsausstellung “Bilderbogen. 25 Jahre Galerie Brusberg Berlin” und “Bilderbogen 2″ im Herbst verabschiedet sich der 72-Jährige aus dem Galeriebetrieb. Er wird sich fortan dem Kunsthandel und der Beratung widmen, allerdings wird es mit der “HofGalerie” weiterhin auch einen kleinen Ausstellungsort geben.
Sein Verdienst: er ging lange vor dem Berlinhype bereits vor 25 Jahren in die geteilte Stadt und baute die Galerie Brusberg auf, die die Altmeister der Klassischen Moderne im Programm hatte. Außerdem widmete er sich intensiv auch der DDR-Kunst. Zu seinem Programm gehörten zum Beispiel Bernhard Heisig und Gerhard Altenbourg. Und schließlich: mir gefällt nicht nur seine Galerie und das Programm, sondern auch seine Ansichten zur Kunst im Allgemeinen und zur Gegenwartskunst im Speziellen. Ein kluger, kunstsinniger Mensch, von denen wir mehr bräuchten. Vielleicht wäre es dann um die zeitgenössische Kunst besser bestellt. Schade.
Dem Tagesspiegel hat Brusberg ein Interview gegeben, nachzulesen hier.