Berlin mausert sich. Die Kunst in der Stadt boomt. Das einstige Provinznest Berlin wird zur kulturellen Metropole. Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nicht irgendein renommierter Künstler niederlässt oder ein Zweitatelier in der Stadt eröffnet. Kaum ein Tag, an dem nicht ein neues Museum oder eine neue Galerie geplant, gebaut oder eröffnet wird. Nachdem in den letzten Wochen viel über den Bau der temporären Kunsthalle “White Cube Berlin” geschrieben wurde, ist jetzt der Kupfergraben in aller Munde. Dort, direkt in Sichtweite der Museumsinsel hat sich Sammler Heiner Bastian niedergelassen und von Stararchtiekt David Chipperfield einen Neubau errichten lassen und damit eine begehrte Baulücke geschlossen.
Die oberen Stockwerke des Tageslicht durchfluteten Baus nutzt Bastian zur Präsentation zeitgenössischer Kunst. In die unteren Räume ist die Galerie Contemporary Fine Arts eingezogen. Bastian eröffnet seine Räume mit einer Ausstellung zu Damien Hirst, die Galerie Contemorary Fine Arts mit Walter Pichler. Der Bau ist innen und außen eine wahre Augenweide und für den Ausstellungsbetrieb wirklich ideal. Allerdings wirkt er auf mich dort ein bisschen wie ein Fremdkörper, eine Lösung, die sich in die Architektur der Umgebung besser eingepasst hätte, wäre wohl klüger gewesen.