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	<title>Kommentare zu: Schafft die Museen nicht ab!</title>
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	<description>DER KUNSTBLOG</description>
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		<title>Von: Canabbaia</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-2997</link>
		<dc:creator>Canabbaia</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 19:44:40 +0000</pubDate>
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		<description>Wir m&#252;ssen lernen, uns von dem alten Plunder zu trennen. Unsere Gesellschaft versteinert zunehmend, denn der Musealisierung geht ja eine totale Verdenkmalung parallel.

Auch ich m&#246;chte nun zwar nicht die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber abrei&#223;en (dazu ist mir der alte Plunder viel zu sehr ans Herz gewachsen - man ist halt doch vom 19. Jahrhundert - Ludwig Richter, Spitzweg - konditiniert), aber wie sieht es zum Beispiel mit Fachwerkh&#228;usern und Energiesparen aus? Fachwerkh&#228;user sind h&#252;bsch (zum Anschauen, zum drin-Wohnen nicht unbedingt). Sie sind aber sicherlich nicht Energiespar-optimiert.

Also was wollen wir (zum Beispiel) auf diesem Gebiet: &#196;sthetik oder Energetik?

Auf anderen Gebieten m&#252;ssen wir uns eingestehen, dass eine schrumpfende Gesellschaft nicht eine st&#228;ndig wachsende Erblast mit sich herumschleppen kann.
Um die Renten zu finanzieren, brauchen wir kein Kapitaldeckungsverfahren (in der irrigen Annahme, dass andere V&#246;lker unsere Altenlasten &#252;bernehmen, aus Dankbarkeit, weil wir bei denen anno Tobak mal unser Geld investiert haben). 

Vielmehr br&#228;uchten wir eine gesamtgesellschaftliche Rationalisierung. Das schlie&#223;t, neben Entb&#252;rokratisierung, auch einen Abwurf von Kultur-Ballast ein.

Museen sind einerseits interessant. Andererseits sind sie aber auch Tempel der bourgeoisen Besitzgier.
Ich erinnere (mich und Sie) z. B. an die Debatte &#252;ber die Troja-Funde von Schliemann. Mir war es peinlich, wie deutsche Medien hier auf unserem Anspruch beharrt haben. F&#252;r alles, was wir in Ru&#223;land angerichtet haben, sollten wir doch auf diesen Antiquit&#228;tenplunder verzichten und ihn den ohnehin von ihrer kommunistischen Herrschaft gebeutelten Russen leichten und frohen Herzens schenken!

Aber unsere bourgeoise Fossiliensammlung ist offenbar unf&#228;hig, sich von irgend etwas zu trennen.

Im &#252;brigen st&#246;rt mich an unserem Kulturdienst auch dessen &#252;berh&#246;hender Charakter, welcher der Kunst eine quasireligi&#246;se Funktion zuweist (vgl. meine Blotts unter http://beltwild.blogspot.com/search/label/Kunst%20%28gesellsch.%20Funktion%20der%29).


Sollten Sie mich nun (wie ich erwarte) f&#252;r einen Banausen halten, halte ich mich an einen anderen:

Amerika, du hast es besser
Als unser Kontinent, das alte,
Hast keine verfallene Schl&#246;sser
Und keine Basalte.

Dich st&#246;rt nicht im Innern,
Zu lebendiger Zeit,
Unn&#252;tzes Erinnern
Und vergeblicher Streit.

Benutzt die Gegenwart mit Gl&#252;ck!
Und wenn nun eure Kinder dichten,
Bewahre sie ein gut Geschick
Vor Ritter-, R&#228;uber- und Gespenstergeschichten.&quot;

Summa summarum: Mehr Rationalit&#228;t im Umgang mit Kultur w&#228;re angemessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir m&#252;ssen lernen, uns von dem alten Plunder zu trennen. Unsere Gesellschaft versteinert zunehmend, denn der Musealisierung geht ja eine totale Verdenkmalung parallel.</p>
<p>Auch ich m&#246;chte nun zwar nicht die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber abrei&#223;en (dazu ist mir der alte Plunder viel zu sehr ans Herz gewachsen &#8211; man ist halt doch vom 19. Jahrhundert &#8211; Ludwig Richter, Spitzweg &#8211; konditiniert), aber wie sieht es zum Beispiel mit Fachwerkh&#228;usern und Energiesparen aus? Fachwerkh&#228;user sind h&#252;bsch (zum Anschauen, zum drin-Wohnen nicht unbedingt). Sie sind aber sicherlich nicht Energiespar-optimiert.</p>
<p>Also was wollen wir (zum Beispiel) auf diesem Gebiet: &#196;sthetik oder Energetik?</p>
<p>Auf anderen Gebieten m&#252;ssen wir uns eingestehen, dass eine schrumpfende Gesellschaft nicht eine st&#228;ndig wachsende Erblast mit sich herumschleppen kann.<br />
Um die Renten zu finanzieren, brauchen wir kein Kapitaldeckungsverfahren (in der irrigen Annahme, dass andere V&#246;lker unsere Altenlasten &#252;bernehmen, aus Dankbarkeit, weil wir bei denen anno Tobak mal unser Geld investiert haben). </p>
<p>Vielmehr br&#228;uchten wir eine gesamtgesellschaftliche Rationalisierung. Das schlie&#223;t, neben Entb&#252;rokratisierung, auch einen Abwurf von Kultur-Ballast ein.</p>
<p>Museen sind einerseits interessant. Andererseits sind sie aber auch Tempel der bourgeoisen Besitzgier.<br />
Ich erinnere (mich und Sie) z. B. an die Debatte &#252;ber die Troja-Funde von Schliemann. Mir war es peinlich, wie deutsche Medien hier auf unserem Anspruch beharrt haben. F&#252;r alles, was wir in Ru&#223;land angerichtet haben, sollten wir doch auf diesen Antiquit&#228;tenplunder verzichten und ihn den ohnehin von ihrer kommunistischen Herrschaft gebeutelten Russen leichten und frohen Herzens schenken!</p>
<p>Aber unsere bourgeoise Fossiliensammlung ist offenbar unf&#228;hig, sich von irgend etwas zu trennen.</p>
<p>Im &#252;brigen st&#246;rt mich an unserem Kulturdienst auch dessen &#252;berh&#246;hender Charakter, welcher der Kunst eine quasireligi&#246;se Funktion zuweist (vgl. meine Blotts unter <a href="http://beltwild.blogspot.com/search/label/Kunst%20%28gesellsch.%20Funktion%20der%29)" rel="nofollow">http://beltwild.blogspot.com/search/label/Kunst%20%28gesellsch.%20Funktion%20der%29)</a>.</p>
<p>Sollten Sie mich nun (wie ich erwarte) f&#252;r einen Banausen halten, halte ich mich an einen anderen:</p>
<p>Amerika, du hast es besser<br />
Als unser Kontinent, das alte,<br />
Hast keine verfallene Schl&#246;sser<br />
Und keine Basalte.</p>
<p>Dich st&#246;rt nicht im Innern,<br />
Zu lebendiger Zeit,<br />
Unn&#252;tzes Erinnern<br />
Und vergeblicher Streit.</p>
<p>Benutzt die Gegenwart mit Gl&#252;ck!<br />
Und wenn nun eure Kinder dichten,<br />
Bewahre sie ein gut Geschick<br />
Vor Ritter-, R&#228;uber- und Gespenstergeschichten.&#8221;</p>
<p>Summa summarum: Mehr Rationalit&#228;t im Umgang mit Kultur w&#228;re angemessen.</p>
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		<title>Von: Bülent Gündüz</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-103</link>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 12:35:59 +0000</pubDate>
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		<description>Tja, nun muss ich Ihnen schon wieder zustimmen, aber der Zustand des Feuilletons ist auch weniger Schuld der Journalisten als der Blattmacher, die zum Beispiel echte Kunst- und Ausstellungskritik immer mehr zur&#252;ckdr&#228;ngen und durch Beliebigkeit und &quot;feuilletonferne&quot; Artikel ersetzen. DIE ZEIT hat ausgezeichnete Mitarbeiter wie z.B. Hanno Rautenberg, den ich als Kunst- und insbesondere Architekturkritiker sehr sch&#228;tze. Aber er kommt leider zu selten zu Wort. Statt den Artikel von ihm verfassen zu lassen, w&#228;hlte man Herrn Blom. Schade. Denn das Thema h&#228;tte sich f&#252;r eine ernsthafte Diskussion durchaus geeignet.

Gru&#223;, B&#252;lent</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, nun muss ich Ihnen schon wieder zustimmen, aber der Zustand des Feuilletons ist auch weniger Schuld der Journalisten als der Blattmacher, die zum Beispiel echte Kunst- und Ausstellungskritik immer mehr zur&#252;ckdr&#228;ngen und durch Beliebigkeit und &#8220;feuilletonferne&#8221; Artikel ersetzen. DIE ZEIT hat ausgezeichnete Mitarbeiter wie z.B. Hanno Rautenberg, den ich als Kunst- und insbesondere Architekturkritiker sehr sch&#228;tze. Aber er kommt leider zu selten zu Wort. Statt den Artikel von ihm verfassen zu lassen, w&#228;hlte man Herrn Blom. Schade. Denn das Thema h&#228;tte sich f&#252;r eine ernsthafte Diskussion durchaus geeignet.</p>
<p>Gru&#223;, B&#252;lent</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Glücksmann</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-102</link>
		<dc:creator>Felix Glücksmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 11:57:09 +0000</pubDate>
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		<description>@ B&#252;lent
da haben Sie nun auch Ihrerseits wieder recht, was Journalisten angeht, und ich muss zugeben, dass mir da meinerseits (als gekr&#228;nkter Historiker) eine ungerechtfertigte Pauschalierung herausgerutscht ist. Also m&#246;chte ich pr&#228;zisieren, dass es eher das &quot;f&#246;jetongg&quot; war, das ich meinte, und wo meiner Meinung nach mehr Effekthascherei betrieben, als wirklich solide gearbeitet wird. Wof&#252;r der besagte Artikel mir ein gutes Beispiel zu geben scheint. Was den Stand des deutschspr. Feuilletons nun insgesamt betrifft, scheint auch die &quot;Zeit&quot; schon bessere Zeiten gesehen zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ B&#252;lent<br />
da haben Sie nun auch Ihrerseits wieder recht, was Journalisten angeht, und ich muss zugeben, dass mir da meinerseits (als gekr&#228;nkter Historiker) eine ungerechtfertigte Pauschalierung herausgerutscht ist. Also m&#246;chte ich pr&#228;zisieren, dass es eher das &#8220;f&#246;jetongg&#8221; war, das ich meinte, und wo meiner Meinung nach mehr Effekthascherei betrieben, als wirklich solide gearbeitet wird. Wof&#252;r der besagte Artikel mir ein gutes Beispiel zu geben scheint. Was den Stand des deutschspr. Feuilletons nun insgesamt betrifft, scheint auch die &#8220;Zeit&#8221; schon bessere Zeiten gesehen zu haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Bülent Gündüz</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-101</link>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 13:39:04 +0000</pubDate>
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		<description>@ Felix Gl&#252;cksmann

Ok, da hab ich vielleicht &#252;berzogen und ich entschuldige mich bei den Historikern, aber Journalist konnte ich ja wohl nicht verallgemeinernd schreiben, sonst h&#228;tte ich mir selbst &quot;ans Bein gepinkelt&quot; ;-)
Koh&#228;renz und Stichhaltigkeit sollten aber auch bei einem Journalisten nicht fehlen.

Gru&#223;, B&#252;lent</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Felix Gl&#252;cksmann</p>
<p>Ok, da hab ich vielleicht &#252;berzogen und ich entschuldige mich bei den Historikern, aber Journalist konnte ich ja wohl nicht verallgemeinernd schreiben, sonst h&#228;tte ich mir selbst &#8220;ans Bein gepinkelt&#8221; <img src='http://www.360-grad-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Koh&#228;renz und Stichhaltigkeit sollten aber auch bei einem Journalisten nicht fehlen.</p>
<p>Gru&#223;, B&#252;lent</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Glücksmann</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-100</link>
		<dc:creator>Felix Glücksmann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 13:30:04 +0000</pubDate>
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		<description>Der Kritik an Herrn Blom kann man sich insgesamt anschlie&#223;en, aber es ist h&#246;chst unfair all jenen Historikern gegen&#252;ber, die tats&#228;chlich &quot;im K&#228;mmerlein&quot; beim flei&#223;igen Quellenstudium sitzen, wenn ihre Berufsgruppe pauschal f&#252;r die hier von ihm ge&#228;u&#223;erten Meinungen verantwortlich gemacht wird. Jemand wie Blom ist schlichtweg nur ein Journalist, (bestenfalls Wissenschaftsjournalist) und kein in einem wissenschaftlichen Zusammenhang zitierf&#228;higer Historiker. So jemand sondert nur frisch von der Leber weg, unbelastet von tieferer Kenntnis der Materie, Meinungen ab zu jedem Thema, &#252;ber das zu schreiben er gerade den Auftrag hat. Da geht es nur um mediale Aufmerksamkeit, und deswegen z&#228;hlt dann die provokante Formulierung mehr als Koher&#228;nz der Argumentation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kritik an Herrn Blom kann man sich insgesamt anschlie&#223;en, aber es ist h&#246;chst unfair all jenen Historikern gegen&#252;ber, die tats&#228;chlich &#8220;im K&#228;mmerlein&#8221; beim flei&#223;igen Quellenstudium sitzen, wenn ihre Berufsgruppe pauschal f&#252;r die hier von ihm ge&#228;u&#223;erten Meinungen verantwortlich gemacht wird. Jemand wie Blom ist schlichtweg nur ein Journalist, (bestenfalls Wissenschaftsjournalist) und kein in einem wissenschaftlichen Zusammenhang zitierf&#228;higer Historiker. So jemand sondert nur frisch von der Leber weg, unbelastet von tieferer Kenntnis der Materie, Meinungen ab zu jedem Thema, &#252;ber das zu schreiben er gerade den Auftrag hat. Da geht es nur um mediale Aufmerksamkeit, und deswegen z&#228;hlt dann die provokante Formulierung mehr als Koher&#228;nz der Argumentation.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Werner Hahn</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/comment-page-1/#comment-99</link>
		<dc:creator>Werner Hahn</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 00:25:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.360-grad-blog.de/2008/01/08/schafft-die-museen-nicht-ab/#comment-99</guid>
		<description>Subversion durch Neo-RENAISSANCE und innovative Museums-KULTUR
Sammeln war einmal „intellektuelle Subversion“: Es sollte wieder ein „Zeichen der Subversion“ werden – wie in der RENAISSANCE: „Die Sammlungen und fr&#252;hen Museen der RENAISSANCE waren voll von Neuem“, so Blom im ZEIT-Artikel „Schafft die Museen ab!“. Voll „von exotischen Tieren und seltsamem Gestein, von wissenschaftlichen Apparaten, fantasievoll montierten Drachen und ethnografischem Ger&#228;t. (…)“ Die Macht der Macher des heutigen Kunstbetriebs gilt es zu transformieren, zu unterminieren. Dazu ben&#246;tigt die Kunst-Szene eine reformierte, NICHT-private neue (seri&#246;se) &#246;ffentliche Museums-KULTUR. Verschwinden muss die Dominanz der „Ewig-Gestrigen“ aus der „Kunst“-Vermittlung - NICHT das Museum! Das „Wunderbare“ soll NICHT aus der Welt (dem Museum) verbannt werden. „Gegenst&#228;nde, die R&#228;tsel aufgeben“ (ERKENNTNIS-Kunst) geh&#246;ren – der kulturellen Evolution wegen – gef&#246;rdert, ausgestellt. Glauben wir doch an die Herrschaft des Geistes, die so unverd&#228;chtig sein kann wie es die Sch&#246;nheiten der Natur (natura naturans) sind!  Der Historiker beklagt zu Recht „die letzten Zuckungen einer ideenleeren Avantgarde“ mit „Massenkommerz“. Ja: „Eine goldene Zeit kultureller Institutionen ist eben leider keine goldene Zeit der KULTUR.“ Es gibt indessen goldene „Tr&#228;ume der Vergangenheit“ die wir NICHT „neutralisieren“ m&#252;ssen, indem wir sie „verkitschen oder analytisch unterwandern“: Dazu mein Pl&#228;doyer PRO Neo-RENAISSANCE; LEONARDOs „sch&#246;ne“ (?) Mona Lisa bitte NICHT gleich nach Disneyland Paris aussiedeln!  In der RENAISSANCE waren die Museen noch „Werkzeuge der kulturellen Umw&#228;lzung und der individuellen Fantasie. Was die Kultur der Naturalienkammern und Wunderkabinette antrieb, war die Intuition, dass die Objekte mehr zu sagen hatten, als man bereits wusste, dass sie eine eigene Stimme hatten, dass man ihnen zuh&#246;ren und in ihre eigenen Geschichten folgen musste.“  Hanno Rauterbergs kluge Einsichten &#252;ber „ERKENNTNIS-Kunst“ im Buch „Und das ist Kunst?!“ k&#246;nnten Wege aus der QUALIT&#196;Ts-Krise der KUNST (samt Anti- und Nicht-KUNST-„Kunst“) weisen und die &#228;sthetische Werte-Debatte (auch zur d13 nach dem BUERGELiade-Fiasko) beleben. Im KUNST-ERKENNTNIS-Denken beleben sich idealerweise Phantasie (Einbildungskraft) und Verstand (Wissenschaftlichkeit) gegenseitig, so dass &#228;sthetische Weiterbildung erfolgt. Die Museen sollten heute „st&#228;rker auf gute ERKENNTNISkunst setzen“ fordert Rauterberg. (Zu einem „Modell f&#252;r eine objektivere Kunstbeurteilung“ siehe GOOGLE und www.art-and-science.de.)

Innovative Kuratoren-KUNSTvermittlung statt Museen-Abschaffung
Der Kunst der „Alten Meister“ mit Hieronymus Bosch (Hamburg) und Matthias Gr&#252;newald (Karlsruhe, Colmar) begegnet man heute in Ausstellungen mit Bewunderung und Ehrfurcht; das Comeback der Oldies sollte nicht mit „Altertumsfetischismus“ (Philipp Blom in Die ZEIT Nr. 02 v. 03.01.08: „Schafft die Museen ab!“) diffamiert werden. Kraft- und einfallslos, wie wir heutzutage nun mal seien, erlebten wir angeblich, glaubt Blom, „die erste Kultur der Weltgeschichte, die Altes verehrt, nur weil es alt ist“. „Warum tun wir das? Weil wir ein perverses Verh&#228;ltnis zur Vergangenheit haben“, so Blom. Wenn wir zu einer fast pathologischen, krankhaften, geradezu „perversen“ Sucht des Bewahrens, Sammelns und der Erhaltung von Altert&#252;mern und Altert&#252;mchen (Antiquit&#228;ten) neigen (dazu geh&#246;rt auch die sogenannte moderne Kunst und Postmoderne-Abarten!) m&#252;ssen wir nicht zwangsl&#228;ufig zugleich die Ressourcen f&#252;r Kunst und Kultur der Zukunft versperren. Viel mehr Sorgen k&#246;nnte eine weitere „Guggenheimisierung und MOMAisierung“ unserer Museen bereiten, schreibt ein Kommentator des ZEIT-Artikels („Colon“) zu Recht: Es muss gelingen, „den fatalen Trend aufzuheben, das Publikum immer wieder mit den gleichen wenigen Ikonen der Fr&#252;hmoderne und Moderne zu versorgen“ und immer die gleichen Kunstmarkt-K&#252;nstler („Stars“), „die gleichen Kunstobjekte, mit den gleichen Katalogen und den gleichen Werbe- und Ged&#228;chtnisobjekten“ zu zeigen. – „Da l&#228;uft etwas schief.“ Viele „Kunst“-Manifestationen des Zeitgeistes von heute (auch der Anti- und Nicht-Kunst) sind es nicht wert, gesammelt zu werden. Eine Pauschal-Verdammung der Museen ist absurd; geeignetere nicht-konservative Kuratoren m&#252;ssen in der institutionellen Kunstvermittlung (ohne Sammler/H&#228;ndler-Verbindungen!) angestellt werden, die sich nachweislich mit dem Thema QUALIT&#196;T (der Kunstbeurteilung - verbindlichen Kriterienkatalogen) in der bildenden Kunst intensiv befassen. F&#252;r „die letzten Zuckungen einer ideenleeren Avantgarde“ zeitgen&#246;ssischer Kunst und den „Massenkommerz“ ist das Scheitern der BUERGELiade 2007 ein Beispiel (Siehe Internet: „Verrisse-Mahnmal“, Inhalte/Links in www.art-and-science.de.) Eine andere Ausstellungs-Politk der Museen wird von Hanno Rauterberg zu Recht gefordert (Buch „Und das ist Kunst?!“), so dass „Kunsterkenntnis weit mehr z&#228;hlt als bisher“! Das Kunst-System k&#246;nne via ERKENNTNIS-Kunst befreit werden „von den Zw&#228;ngen der Verwertbarkeit und Beschleunigung, von vordergr&#252;ndigen Sammler- und H&#228;ndlerinteressen“.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Subversion durch Neo-RENAISSANCE und innovative Museums-KULTUR<br />
Sammeln war einmal „intellektuelle Subversion“: Es sollte wieder ein „Zeichen der Subversion“ werden – wie in der RENAISSANCE: „Die Sammlungen und fr&#252;hen Museen der RENAISSANCE waren voll von Neuem“, so Blom im ZEIT-Artikel „Schafft die Museen ab!“. Voll „von exotischen Tieren und seltsamem Gestein, von wissenschaftlichen Apparaten, fantasievoll montierten Drachen und ethnografischem Ger&#228;t. (…)“ Die Macht der Macher des heutigen Kunstbetriebs gilt es zu transformieren, zu unterminieren. Dazu ben&#246;tigt die Kunst-Szene eine reformierte, NICHT-private neue (seri&#246;se) &#246;ffentliche Museums-KULTUR. Verschwinden muss die Dominanz der „Ewig-Gestrigen“ aus der „Kunst“-Vermittlung &#8211; NICHT das Museum! Das „Wunderbare“ soll NICHT aus der Welt (dem Museum) verbannt werden. „Gegenst&#228;nde, die R&#228;tsel aufgeben“ (ERKENNTNIS-Kunst) geh&#246;ren – der kulturellen Evolution wegen – gef&#246;rdert, ausgestellt. Glauben wir doch an die Herrschaft des Geistes, die so unverd&#228;chtig sein kann wie es die Sch&#246;nheiten der Natur (natura naturans) sind!  Der Historiker beklagt zu Recht „die letzten Zuckungen einer ideenleeren Avantgarde“ mit „Massenkommerz“. Ja: „Eine goldene Zeit kultureller Institutionen ist eben leider keine goldene Zeit der KULTUR.“ Es gibt indessen goldene „Tr&#228;ume der Vergangenheit“ die wir NICHT „neutralisieren“ m&#252;ssen, indem wir sie „verkitschen oder analytisch unterwandern“: Dazu mein Pl&#228;doyer PRO Neo-RENAISSANCE; LEONARDOs „sch&#246;ne“ (?) Mona Lisa bitte NICHT gleich nach Disneyland Paris aussiedeln!  In der RENAISSANCE waren die Museen noch „Werkzeuge der kulturellen Umw&#228;lzung und der individuellen Fantasie. Was die Kultur der Naturalienkammern und Wunderkabinette antrieb, war die Intuition, dass die Objekte mehr zu sagen hatten, als man bereits wusste, dass sie eine eigene Stimme hatten, dass man ihnen zuh&#246;ren und in ihre eigenen Geschichten folgen musste.“  Hanno Rauterbergs kluge Einsichten &#252;ber „ERKENNTNIS-Kunst“ im Buch „Und das ist Kunst?!“ k&#246;nnten Wege aus der QUALIT&#196;Ts-Krise der KUNST (samt Anti- und Nicht-KUNST-„Kunst“) weisen und die &#228;sthetische Werte-Debatte (auch zur d13 nach dem BUERGELiade-Fiasko) beleben. Im KUNST-ERKENNTNIS-Denken beleben sich idealerweise Phantasie (Einbildungskraft) und Verstand (Wissenschaftlichkeit) gegenseitig, so dass &#228;sthetische Weiterbildung erfolgt. Die Museen sollten heute „st&#228;rker auf gute ERKENNTNISkunst setzen“ fordert Rauterberg. (Zu einem „Modell f&#252;r eine objektivere Kunstbeurteilung“ siehe GOOGLE und <a href="http://www.art-and-science.de" rel="nofollow">http://www.art-and-science.de</a>.)</p>
<p>Innovative Kuratoren-KUNSTvermittlung statt Museen-Abschaffung<br />
Der Kunst der „Alten Meister“ mit Hieronymus Bosch (Hamburg) und Matthias Gr&#252;newald (Karlsruhe, Colmar) begegnet man heute in Ausstellungen mit Bewunderung und Ehrfurcht; das Comeback der Oldies sollte nicht mit „Altertumsfetischismus“ (Philipp Blom in Die ZEIT Nr. 02 v. 03.01.08: „Schafft die Museen ab!“) diffamiert werden. Kraft- und einfallslos, wie wir heutzutage nun mal seien, erlebten wir angeblich, glaubt Blom, „die erste Kultur der Weltgeschichte, die Altes verehrt, nur weil es alt ist“. „Warum tun wir das? Weil wir ein perverses Verh&#228;ltnis zur Vergangenheit haben“, so Blom. Wenn wir zu einer fast pathologischen, krankhaften, geradezu „perversen“ Sucht des Bewahrens, Sammelns und der Erhaltung von Altert&#252;mern und Altert&#252;mchen (Antiquit&#228;ten) neigen (dazu geh&#246;rt auch die sogenannte moderne Kunst und Postmoderne-Abarten!) m&#252;ssen wir nicht zwangsl&#228;ufig zugleich die Ressourcen f&#252;r Kunst und Kultur der Zukunft versperren. Viel mehr Sorgen k&#246;nnte eine weitere „Guggenheimisierung und MOMAisierung“ unserer Museen bereiten, schreibt ein Kommentator des ZEIT-Artikels („Colon“) zu Recht: Es muss gelingen, „den fatalen Trend aufzuheben, das Publikum immer wieder mit den gleichen wenigen Ikonen der Fr&#252;hmoderne und Moderne zu versorgen“ und immer die gleichen Kunstmarkt-K&#252;nstler („Stars“), „die gleichen Kunstobjekte, mit den gleichen Katalogen und den gleichen Werbe- und Ged&#228;chtnisobjekten“ zu zeigen. – „Da l&#228;uft etwas schief.“ Viele „Kunst“-Manifestationen des Zeitgeistes von heute (auch der Anti- und Nicht-Kunst) sind es nicht wert, gesammelt zu werden. Eine Pauschal-Verdammung der Museen ist absurd; geeignetere nicht-konservative Kuratoren m&#252;ssen in der institutionellen Kunstvermittlung (ohne Sammler/H&#228;ndler-Verbindungen!) angestellt werden, die sich nachweislich mit dem Thema QUALIT&#196;T (der Kunstbeurteilung &#8211; verbindlichen Kriterienkatalogen) in der bildenden Kunst intensiv befassen. F&#252;r „die letzten Zuckungen einer ideenleeren Avantgarde“ zeitgen&#246;ssischer Kunst und den „Massenkommerz“ ist das Scheitern der BUERGELiade 2007 ein Beispiel (Siehe Internet: „Verrisse-Mahnmal“, Inhalte/Links in <a href="http://www.art-and-science.de" rel="nofollow">http://www.art-and-science.de</a>.) Eine andere Ausstellungs-Politk der Museen wird von Hanno Rauterberg zu Recht gefordert (Buch „Und das ist Kunst?!“), so dass „Kunsterkenntnis weit mehr z&#228;hlt als bisher“! Das Kunst-System k&#246;nne via ERKENNTNIS-Kunst befreit werden „von den Zw&#228;ngen der Verwertbarkeit und Beschleunigung, von vordergr&#252;ndigen Sammler- und H&#228;ndlerinteressen“.</p>
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