Das Städelmuseum in Frankfurt braucht dringend Platz. Deshalb hat man beschlossen, das Museum zu erweitern und einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Der ist jetzt entschieden. Gewonnen hat das Frankfurter Architekturbüro Schneider+Schumacher. Der Entwurf des Teams sieht für die Präsentation der Kunst nach 1945 eine Museumshalle unter dem Städelgarten vor.

Ansicht Neubau Städelmuseum, Schneider+Schumacher Architekturgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Ansicht Neubau Städelmuseum
Schneider+Schumacher Architekturgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
Foto: © Städelmuseum

Die Idee kam auch einigen Mitbewerbern, denn so bleibt der schöne Städelgarten erhalten und die Blickachsen frei. Das besondere des Entwurfs ist das “Dach” des Ausstellungsraumes. Die Fläche wölbt sich zur Mitte hin auf und die runden Fenster vergrößern sich zum Zentrum, so wird der plastische Eindruck verstärkt. Fast wirkt der Entwurf von oben wie ein Gemälde von Victor Vasarely. Die Wetbewerbsjury drückt es poetischer aus: “Ein leuchtendes Juwel am Tag, ein Lichtteppich in der Nacht – etwas ganz Besonderes ist den Architekten Schneider + Schumacher mit dem Entwurf zur Erweiterung des Städel Museums gelungen”.

Auch andere Entwürfe sind überzeugend, doch grundsätzlich wirken alle Modelle, die auf einen oberirdischen Anbau setzen, sehr beengt, da der Neubau von drei Seiten begrenzt wäre. Neue Architektur könnte hier kaum noch wirken. Der Blick von Nordosten aus der Dürerstraße wäre verbaut. Die oberirdischen Entwürfe waren durchaus ansehnlich, für diese “Baulücke” aber ungeeignet. So stand eigentlich von vornherein fest, dass nur eine unteridische Lösung gewinnen konnte.