Es gab einige Aufregung um das neue Fenster im Kölner Dom. Kein Geringerer als Gerhard Richter durfte dort ein Fenster des Seitenschiffs neu gestalten. Er wählte ein Bild, das an eine farbige Verpixelung erinnerte und das Innere des Doms in ein Meer aus Farben tauchte. Viele Menschen waren hellauf begeistert, andere, wie der Kölner Kardinal Meisner, waren weniger begeistert und hätten sich ein etwas gegenständlicheres Bild gewünscht.
Nun gibt der Kulturminister des Vatikan, Gianfranco Ravasi, in der FAZ ein lesenswertes Interview und denkt sogar darüber nach, bei der Biennale in Venedig einen “Vatikan-Pavillon” bespielen zu lassen. Interessant ist vor allem der Satz: “Mir scheint auch, dass diese Pixel-Fenster von Gerhard Richter gut in den Kölner Dom passen”, auch wenn er zugibt, es noch nicht im Dom gesehen zu haben. Der Vatikan findet das Fenster gut und zeigt sich aufgeschlossen gegenüber moderner Kunst, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ich bin gespannt, der Pavillon dürfte auf jeden Fall spannend werden, wenn sich der Vatikan traut, den Künstlern freie Hand zu lassen.
Das vollständige Interview gibt es hier.