Gerhard Richter ist sauer. Der Maler ärgert sich über die Einladung von Susanne Gaensheimer an Christoph Schlingensief, den deutschen Pavillon bei der nächsten Biennale in Venedig im Jahr 2011 zu bespielen. „Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende Künstler“ und er sieht darin einen “Niedergang der Malerei”. Das hört sich ein bisschen so an, als seien Performance-Künslter keine Künstler und zeugt von einer gewissen Ignoranz oder Arroganz. Aber gut.
Dass sich die für mich über jeden Zweifel erhabene Direktorin des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt für einen Performancekünstler entschieden hat, kann man ihr kaum vorwerfen, schon gar nicht, wenn man sich die Architektur des Pavillons anschaut, in dem es kaum möglich ist, Malerei wirklich angemessen zu präsentieren. Aber musste es Schlingensief sein? Mich nervt dieses Krawallige bei Schlingensief, das Spektakel, das er veranstaltet und ich glaube, das sind auch die Bedenken von Richter. Könnte es die Sorge sein, dass der Deutsche Pavillon zum “Event” verkommt? Auch wenn Schlingensief neben seiner Theater-, Opern- und Filmarbeit als Aktionskünstler agiert, so würde ich ihn doch nicht als Bildenden Künstler verorten und deshalb auch nicht zur Biennale schicken.
Die Kuratorin hat sich zur Kritik von Richter in einem offenen Brief geäußert und weist diese zurück: „Ich schätze Gerhard Richter als einen der bedeutendsten lebenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Er hat in der Malerei neue Maßstäbe gesetzt und Perspektiven grundlegend erweitert. Mit Christoph Schlingensief habe ich mich für den Deutschen Pavillon ganz bewusst für einen Künstler entschieden, der nicht nur inhaltlich sondern auch formal Eindeutigkeiten hinterfragt und Grenzen überschreitet. Im Zusammenhang mit dem Deutschen Pavillon verstehe ich seine Arbeit durchaus auch als einen Beitrag zur Diskussion über die Entgrenzung der Künste und natürlich auch zur Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst. In diesem Sinne freue ich mich auf eine konstruktive und auch kritische Diskussion.“
Gut, schlimmer als Liam Gillicks IKEA-Küche kann es auch nicht mehr werden.
Go Schlingensief!
Schade, dass es nicht mehr dazu gekommen ist.
Christoph Schlingensief wird den Deutschen Pavillion machen.
Auch ohne seine lebende Anwesenheit.
Schaut man sich seine Arbeiten an auch in Afrika, wird man sehen warum.
Wo ist denn der soziale Gedanke bei den vielen Malern in Deutschland, das sehe ich aber null.
Auch bei Richter nicht.
Schlingensief war ein Anti-Künstler übelster Art. Wer öffentlich im TV einem Nackten 2 Karotten in den Arsch schiebt, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Die „Kunst“ wurde in 100 Jahren schleichend, aber systematisch vor die Wand gefahren. Sie verkam zur Abartigkeit. Beuys, Warhol, Nitsch, Duchamp und all die anderen Anti-Kunstnarren lassen grüßen.
Kunst gibt es heute nur noch bei einigen kleinen Künstlern, die sich im Internet selbst vermarkten.
entartete kunst nicht wahr m.rauters ???
helene dann schau halt besser hin !!