…geht ein Jahr zu Ende. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein friedliches und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
360° macht Pause bis zum 04. Januar 2009.
18. Dezember 2009 | Kein Kommentar
…geht ein Jahr zu Ende. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein friedliches und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
360° macht Pause bis zum 04. Januar 2009.
15. August 2009 | Kein Kommentar
Liebe Leserinnen und Leser, 360° gönnt sich Urlaub und macht bis zum 31. August 2009 Pause!
10. August 2009 | Kein Kommentar
Die Provence und die nahe gelegene Côte d’Azur sind ein schönes und empfehlenswertes Urlaubsziel. Für jeden ist es etwas dabei, die wildromantische Landschaft der Provence, mondäne Städte an der Côte d’Azur, schöne Strände, gutes Wetter, tolle Weine und noch besseres Essen… Auch Künstler wussten die Region zu schätzen. Licht und Farben sind hier ganz anders als im manchmal tristen Paris. Van Gogh lebte einige Monate hier und auch Gauguin kam in die Provence. Am innigsten verbunden war jedoch Cézanne mit der Region, besonders angetan hatte es ihm der Blick von seinem Atelier in Aix-en-Provence auf die Montagne Sainte-Victoire, deren Massiv er in zahlreichen Bildern und in vielen Variationen verewigte.
Am Fuße des Bergmassivs liegt das kleine Örtchen Vauvenargues, das von einem romantischen Schloss überragt wird. Dieses Anwesen erwarb Picasso 1958, lebte dort bis 1960 und nutze das Schloss als Atelier bis zu seinem Tod im Jahre 1973. Geerbt hat Chateaux de Vauvenargues Catherine Hutin, die Tochter von Picassos Frau Jacqueline aus erster Ehe. Seitdem ist das Haus verschlossen und nur den Mitgliedern der Familie Picasso zugänglich.

Der malerische Ort Vauvenargues, im Vordergrund das gleichnamige Chateau
Foto: Marie de Vauvenargues
Hutin wollte das Schloss langfristig für den Tourismus öffnen, doch die Einwohner des Ortes wehrten sich. Sie wollten keien Massentourismus in ihrem Ort und protestierten – nicht ganz unverständlich. Also entschloss man sich, dass Chateau wenigstens einen Sommer lang unter Auflagen für Besucher zugänglich zu machen. Nur in Gruppen und höchstens 75 Personen pro Tag dürfen noch bis zum 27. September 2009 das Schloss besichtigen. Danach ist Schluss.
Die wichtigsten Räume dürfen besichtigt werden: Schlafzimmer, Esszimmer, Badezimmer und Atelier, die Räume, in denen sich auch Picasso hauptsächlich aufhielt. Die Räume sind spartanisch eingerichtet. Picasso hing Werke von Künstlerkollegen auf, seine eigenen Bilder und Skulpturen bereicherten das Haus ebenfalls. Im Badezimmer prangt eine Wandmalerei, ein musizierender Faun, und das Kopfteil des Bettes sowie der Teppich im Schlafzimmer sind ebenfalls von Picasso entworfen worden. Im weitläufigen Park liegen die Gräber von Picasso und Jacqueline, die ebenfalls besichtigt werden können.
Wer nicht nach Südfrankreich pilgern kann oder will, dem sei das bei Feymedia erschienene Buch “Picassos Häuser” empfohlen. Der opulente Bildband beleuchtet Picassos Villen und Anwesen in Cannes, Vallauris, Mougins und das Chateau in Vauvenargues.
Weitere Informationen und Buchungen im Musée Grant, in dem zeitgleich die Ausstellung “Picasso Cézanne” zu sehen ist.
16. Januar 2009 | Kein Kommentar
Ab heute kann man auch bei twitter über 360° auf dem Laufenden bleiben. Wer einen Account bei twitter hat, klickt einfach rechts in der Sidebar unter Feeds auf twitter und dann auf “follow”. Wer noch keinen Account hat, muss sich in ein paar Schritten einen anlegen. Dann bekommt man kurze Textnachrichten mit den Überschriften der Artikel und einem Link, wenn ich hier etwas Neues publiziert habe. Vorteilhaft ist das insbesondere, wen man die Artikel auf dem Handy lesen möchte. Viel Spaß!
20. Dezember 2008 | 2 Kommentare
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von 360° ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
360° macht jetzt bis zum 04. Januar 2009 Pause.
20. Dezember 2008 | Kein Kommentar
Wie auch im letzten Jahr, soll es auch in diesem Jahr für einige Akteure der Kunstwelt eine kleinere Ehrung geben.
Beste Ausstellung: Kandinsky Absolut.Abstrakt, Lenbachhaus, München
Bestes Museum/ Kunsthalle: Museum Frieder Burda, Baden-Baden
Beste Galerie: Galerie Lichtpunkt, München
Künstlerin des Jahres: Sabine Wild
12. Dezember 2008 | Kein Kommentar
Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008
Bis zum 21. Februar 2009 ist in der Stuttgarter Galerie Dengler und Dengler die Ausstellung “Sightseeing” mit neuen und älteren Arbeiten der Fotografin Sabine Wild zu sehen. Ich hatte ja schon zwei Mal (hier und hier) etwas zu Sabine Wild geschrieben, die Galerie sagt es aber auch ganz schön:
Die Verunklärung der Details in scheinbar pastoser Ölfarbe, läßt das einzelne Bauwerk in der Wirkung zurücktreten, zugunsten der städtebaulichen Situation oder des einzelnen Baukörpers im Stadtraum. Die nüchterne Kälte einer Glasfassade wird durch Malerei emotional überlagert. Gleichzeitig verweigert die digitale Malerei die persönliche Geste, das was Harold Rosenberg die Spur des Künstlers genannt hatte. So stehen die zumeist menschenleeren Stadtbilder von Sabine Wild im Zentrum mehrerer Spannungsfelder, zwischen präziser Photographie und gestischer Malerei, zwischen technischer Perfektion ohne physische Berührung des Subjekts und der vermeintlichen Spuren des Subjektiven, zwischen Vernunft und Gefühl.
Ich bin auch immer wieder versucht, die Bilder anzutatschen, um zu schauen, ob sie nicht doch gemalt wurden (nein, sind sie natürlich nicht). Neben Arbeiten aus New York und Berlin sind auch Arbeiten von Stuttgarter Bauwerken zu sehen. Ich persönlich kann über die tollen Arbeiten von Wild und ihre Technik immer wieder staunen. Unbedingt anschauen!
10. September 2008 | Kein Kommentar
Nobuyoshi Araki ist ein Star der Aktfotografie. In unendlich vielen Variationen spürt er der Sexualität in allen Facetten nach. Lust, Sex, Gewalt, Begierde, in seinen Arbeiten findet sich jede Facette der menschlichen Sexualität. Seine Bilder hängen in vielen Museen der Welt und doch wird immer wieder bezweifelt, dass Araki Kunst macht. Seine Bilder seien einfach zu nah an der Pornografie. Ganz widersprechen kann man dem nicht, aber die Grenze ist wohl fließend.
In der Ausstellung “Darkside” im Fotomuseum Winterthur ist Araki unter anderem mit eine Bild einer liegenden Frau vertreten. Man sieht von ihr aber nur die Lippen und beim ersten Hinschauen ist man verdutzt. Hat der Fotograf hier etwa tatsächlich das Intimste fotografiert? Erst beim zweiten Blick stellt man fest: nein, es ist der Mund einer Frau in Nahaufnahme. Araki spielt hier mit unseren Fantasien, er fotografiert Unverfängliches, dies jedoch so geschickt, dass wir sogleich eine Assoziation zur Sexualität entwickeln.
Ganz anders Sylvia Plachy, die mit “Memories O’ Love, Malibu” (1996), hinter den Kulissen eines Sexfilm fotografiert hat. Sexualität wird so zu einem kommerziellen und wenig lustvollen Akt. Überhaupt geht es in einigen Bildern kräftig zur Sache. Kopulierende Paare, heterosexuelle und homosexuelle Szenen, Sado-Maso-Bilder, Geschlechtsteile in allen Variationen und erotische Meisterwerke aus der Anfangszeit der Aktfotografie, als selbst eine entblößte Brust noch Skandale auslösen konnten. Heute schockt kaum noch eines der Bilder. Nur Anna Mendietas “Rape/ Murder Iowa” (1973) lässt den Betrachter frösteln. Eine Frau liegt entblößt über einem Tisch, nur ihre Bluse trägt sie noch. Den nackten Po hat sie dem Betrachter zugewandt, überall ist verschmiertes Blut, auf dem Tisch, auf dem Körper der Frau, am Tischbein.
Seit der Erfindung der Fotografie spielt sie in allen Bereichen unseres Lebens eine große Rolle, sowohl in der Öffentlichkeit. die Werbung nutzt Fotografie, Medien nutzen das Foto als Dokumentationsmittel, die Boulevardpresse befriedigt unsere voyeuristischen Neigungen. Immer dann wenn es “dunkel” (engl. dark) wird, wo wir uns von der Gesellschaft zurückziehen oder wo die Gesellschaft ein Tun ausgrenzt, wird die Fotografie für Erotik und Sexualität ein zentrales visuelles Instrument: als Dokument, als Stimulation, als Machtmittel und als künstlerische Gestaltungsform.
Fotografie zeigt und stilisiert Lust und Leidenschaft, Fantasie und Begierde, Macht und Gewalt, Voyeurismus und Selbstdarstellung in der Sexualität. Fantasieren und Begehren gehen mit der Fotografie einen aufregenden Pakt ein: Sexuelle Fantasien drängen nach Darstellung, suchen aktiv die
Blossstellung – und die Fotografie nutzt mit ihrem eigenen voyeuristischen Zug die Kraft der
(Bild-)Erotik für ihre Zwecke, um stark und verführerisch zu sein. Dabei geht es immer auch um die Bilder, die wir uns von “Sexualität” machen, um das endlose Verschwimmen von Fantasie und Realität in den Fotografien.
Das Ausstellungs- und Buchprojekt Darkside des Fotomuseums Winterthur diskutiert wird die Fotografie als Darstellungsinstrument und als wichtigen visuellen Katalysator von Sexualität und dokumentiert dessen Entwicklung. Ausgestellt sind Werke von mehr 150 Fotografen und Fotografinnen der vergangenen hundert Jahre. Mit dabei sind Stars wie Brassaï, Hans Bellmer, Man Ray, Pierre Molinier, von Germaine Krull, Ed van der Elsken, Walter Chappell, Robert Mapplethorpe, Andy Warhol, Nan Goldin, Nobuyoshi Araki, Daido Moriyama, Noritoshi Hirakawa, Arno Nollen, Paul Armand Gette.
Die Ausstellung “Darkside. Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität” ist noch bis zum 16. November 2008 im Fotomuseum Winterthur zu sehen.
6. August 2008 | Kein Kommentar
Andy Warhol würde heute seinen 80. Geburtstag feiern. Und pünktlich zu diesem Ehrentag kommt ein Film in die deutschen Kinos, in dem der Pop-Art-Künstler nicht gut wegkommt. Der Film “Factory Girl” beleuchtet die Beziehung des Künstlers zu Model, Schauspielerin und It-Girl Edith “Edie” Sedgwick.
Warhol lernte Edie bei einer Party kennen und war sofort begeistert von ihr. Sie wurde seine Muse und Begleiterin. Er machte sie zur Stil-Ikone der sechziger Jahre und zum Star der “Factory”, mit ihr drehte er seine experimentellen Filme.
Die junge Frau war allerdings nicht nur bildschön und intelligent, sie war auch labil. Als sich Warhol nach einem Jahr von ihr abwandte, drehte sich ihr Leben fast nur noch um Partys, Alkohol und andere Drogen. 1971 starb sie an einer Überdosis Barbiturate. Da war sie gerade einmal 28 Jahre alt.
Der Titel des Films bezieht sich auf die „Factory“ genannten Ateliers in New Yorker Fabrikhallen. Die Factorys waren Atelier, Filmstudio und Szenetreffpunkt der kreativen Szene New Yorks.
Ich selbst habe den Film noch nicht gesehen, doch KollegInnen haben den Factory Girl schon rezensiert. Die Kommentare reichen von “klasse” bis “langweilig” und “oberflächlich”. Der geneigte Leser findet Besprechungen beisueddeutsche, spiegel, taz, tagesspiegel.
Ach, und wer den Film schon gesehen hat, darf seine Meinung gerne in den Kommentaren kundtun.
30. Juli 2008 | Kein Kommentar
Es gab einige Aufregung um das neue Fenster im Kölner Dom. Kein Geringerer als Gerhard Richter durfte dort ein Fenster des Seitenschiffs neu gestalten. Er wählte ein Bild, das an eine farbige Verpixelung erinnerte und das Innere des Doms in ein Meer aus Farben tauchte. Viele Menschen waren hellauf begeistert, andere, wie der Kölner Kardinal Meisner, waren weniger begeistert und hätten sich ein etwas gegenständlicheres Bild gewünscht.
Nun gibt der Kulturminister des Vatikan, Gianfranco Ravasi, in der FAZ ein lesenswertes Interview und denkt sogar darüber nach, bei der Biennale in Venedig einen “Vatikan-Pavillon” bespielen zu lassen. Interessant ist vor allem der Satz: “Mir scheint auch, dass diese Pixel-Fenster von Gerhard Richter gut in den Kölner Dom passen”, auch wenn er zugibt, es noch nicht im Dom gesehen zu haben. Der Vatikan findet das Fenster gut und zeigt sich aufgeschlossen gegenüber moderner Kunst, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ich bin gespannt, der Pavillon dürfte auf jeden Fall spannend werden, wenn sich der Vatikan traut, den Künstlern freie Hand zu lassen.
Das vollständige Interview gibt es hier.