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	<title>360° &#187; Kunst im 16. Jahrhundert</title>
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	<description>DER KUNSTBLOG</description>
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		<title>Die Mona Lisa ist die Mona Lisa</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 17:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Mona Lisa]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenfund]]></category>

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		<description><![CDATA[Leonardo Da Vinci, Mona Lisa, ca. 1503-1506, Musée du Louvre Immer wieder wurde in den letzten Jahrhunderten ger&#228;tselt, wer die Mona Lisa wirklich war. Ein Quellenfund beweist, dass die leicht debil l&#228;chelnde Dame tats&#228;chlich die Mona Lisa ist und nicht, wie Verschw&#246;rungstheoretiker gerne abwechselnd behaupten, Jesus, Maria Magdalena oder ein homosexueller Liebhaber Da Vincis. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/01/image_64477_v2_m56577569830685176.jpg" alt="Leonardo Da Vinci, Mona Lisa, 1503-06" /></p>
<p style="text-align: center; color: #999999; font-size: 0.8em">Leonardo Da Vinci, Mona Lisa, ca. 1503-1506, Musée du Louvre</p>
<p>Immer wieder wurde in den letzten Jahrhunderten ger&#228;tselt, wer die Mona Lisa wirklich war. Ein Quellenfund beweist, dass die leicht debil l&#228;chelnde Dame tats&#228;chlich die Mona Lisa ist und nicht, wie Verschw&#246;rungstheoretiker gerne abwechselnd behaupten, Jesus, Maria Magdalena oder ein homosexueller Liebhaber Da Vincis. Der Heidelberger Wissenschaftler Veit Probst hat in einem Wiegedruck eine handschriftliche Notiz entdeckt,die belegt, dass es sich bei Mona Lisa um die Kaufmannsgattin Lisa del Gioconda handelt. Mehr dar&#252;ber in der <a href="http://www.zeit.de/2008/04/Mona-Lisa" target="_blank">Zeit</a>, im <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,528150,00.html" target="_blank">Spiegel</a> und in der <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1550409/Wer_war_Mona_Lisa.html" target="_blank">Welt</a>.</p>
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		<title>Cranach im St&#228;del</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 17:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 15. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Cranach der Ältere]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Lucas Cranach]]></category>
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		<category><![CDATA[Städelmuseum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellungsansicht, St&#228;del Museum, Frankfurt, 2007 Ich werde h&#228;ufig gefragt, warum ich den Blog &#8220;Avantgarde&#8221; nenne, obwohl ich ja nicht nur &#252;ber die klassische Avantgarde der Moderne schreibe. Das liegt daran, dass dieser Blog Avantgarde sein will, vor allem aber, dass der Begriff &#8220;Avantgarde&#8221; zeitlich mehr als dehnbar ist. Viele K&#252;nstler der klassischen Moderne suchten ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/12/cranach_ansicht_8.JPG" alt="Ansicht der Cranach-Ausstellung, St&#228;del Museum, Frankfurt 2007" /></p>
<p style="font-size: 0.8em; color: #999999; text-align: center">Ausstellungsansicht, St&#228;del Museum, Frankfurt, 2007</p>
<p>Ich werde h&#228;ufig gefragt, warum ich den Blog &#8220;Avantgarde&#8221; nenne, obwohl ich ja nicht nur &#252;ber die klassische Avantgarde der Moderne schreibe. Das liegt daran, dass dieser Blog Avantgarde sein will, vor allem aber, dass der Begriff &#8220;Avantgarde&#8221; zeitlich mehr als dehnbar ist. Viele K&#252;nstler der klassischen Moderne suchten ihre Vorbilder schon bei den Meistern in Mittelalter und nutzen Stil, Maltechniken und Bildsujets der so genannten &#8220;alten Meister&#8221;. Man darf viele Meister des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit also durchaus als Avantgarde sehen.</p>
<p>Einer dieser Avantgardisten ist Lucas Cranach der &#196;ltere (1472-1553), dem das St&#228;delmuseum in Frankfurt eine Ausstellung widmet. Wie kaum ein anderer pr&#228;gte Cranach neben D&#252;rer und Holbein die Bildwelt seiner Jahre und nachhaltig auch die Bildwelt sp&#228;terer Jahrhunderte. Seine Landschaftsdarstellungen waren wegweisend, religi&#246;se Themen  hauchte er neues Leben ein und seine Portr&#228;ts pr&#228;gen bis heute unsere Vorstellung von jener Zeit. Wer kennt nicht seine Portr&#228;ts von Martin Luther, Katharina von Bora oder Philipp Melanchton.<span id="more-311"></span></p>
<p>Im Ged&#228;chtnis sind aber auch seine erotischen Darstellungen, die er meist geschickt mit religi&#246;sen Themen verkn&#252;pfte und die bis ins 20. Jahrhudnert K&#252;nstler wie Picasso und Giacometti inspirierten. Seine Werke strahlen Erotik aus, spiegeln Sinnenfreude wider und sind mit einem Augenzwinkern gemalt. Eines der sch&#246;nsten Beispiele ist sicher Venus und Amor als Honigdieb.  Lust und Leid sind eng verkn&#252;pft, denn der kindliche Armor, der versucht vom Honig zu naschen, wird von den Bienen gestochen, w&#228;hrend die nackte Venus daneben unger&#252;hrt posiert.</p>
<p>Wunderbar auch seine Akte, wie die Venus oder die Lucreatia. Perfekt versteht es Cranach, die Sch&#246;nheit der Frau zu idealisieren. Grazile Nackte mit einem Nichts von Schleier schauen dem Besucher entgegen. Wunderbar leicht leuchtet das helle Inkarnat  vor dem dunkle Hintergrund geradezu, Cranach betont die feinen eleganten Formen der Damen, mit dem durchsichtigen Schleier &#8220;verstellt er uns die Sicht&#8221; auf das Geschlecht der Damen und idealisiert sie so. Sie wird von einer nackten Frau zum Abbild der Sch&#246;nheit.</p>
<p>Auch seine Landschaftsdarstellungen waren neu. Das Bildthema ist nicht mehr Bild beherrschend, die Landschaft im Hintergrund r&#252;ckt gleichwertig neben das Sujet. Sie verst&#228;rkt das Thema oft sogar noch. Cranach entdeckte die heimatliche Landschaft f&#252;r sich und stellte sie immer wieder in den Bildern dar.  Bei der &#8220;Ruhe auf der Flucht&#8221; (1520/25) rastet die Heilige Familie umgeben von Engeln  auf einer Blumenwiese im sommerlichen Wald. Die Umgebung, in leuchtenden Farben gemalt, pr&#228;gt die Stimmung des Bildes.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/12/venus_amor_honigdieb_01.jpg" alt="Venus und Armor als Honigdieb, St&#228;del Museum" /></p>
<p style="font-size: 0.8em; color: #999999; text-align: center">Lucas Cranach, Venus und Armor als Honigdieb, St&#228;del Museum, Frankfurt</p>
<p>Cranach war schon zu Lebzeiten ein erfolgreicher Maler, der auch wirtschaftlich &#228;u&#223;erst erfolgreich agierte. Und er erreichte auch, gleichzietig bei den erzkonservativen Katholiken wie auch bei den protestantischen Reformatoren Anerkennugn zu finden und f&#252;r sie malen zu d&#252;rfen. Dabei malte er in einer regelrechten Imagekampagne Luther und dessen Themen immer wieder und entwickelt eine fast schon genuin protestantische Bildsprache, die Luthers Lehre propagierte.</p>
<p>Gleichzeitig arbeitete er aber auch f&#252;r den Gegenspieler von Luther, den Kardinal Albrecht von Brandenburger. F&#252;r ihn malt er Madonnenbilder, liefert Entw&#252;rfe f&#252;r Kirchenausstattungen und portr&#228;tiert die Kirchenoberen.  Seine Portr&#228;ts sind nie nur detailgenaue Abbilder der Portr&#228;tierten, sondern bilden auch charakterliche Z&#252;ge ab. Die Portr&#228;tierten f&#252;hlten sich gut getroffen und empfahlen ihn weiter.</p>
<p>Er wird sogar Hofmaler am Wittenbergischen Hof des Kurf&#252;rsten Friedrich des Weisen und seiner beiden Nachfolger. Neben Haus und Werkstatt besass er eine Apotheke, eine Weinschenke und eine Druckerei. Unter seinem Markenzeichen, dem Schlangensignet, wird seine Werkstatt zum Marktf&#252;hrer f&#252;r Alt&#228;re und Wandmalereien im &#246;stlichen Teil des Reiches. Cranach besch&#228;ftigt sogar Mitarbeiter, die seinen Stil kopieren und seine Arbeiten in unterschiedlichen Variationen kopieren.  Auch seine beiden S&#246;hne arbeiten dort und erarbeiten sich erst sp&#228;t einen eigenen Stil.</p>
<p>Das St&#228;delmuseum hat in Zusammenarbeit mit der Royal Academy of Arts eine grandiose Ausstellung mit &#252;ber 100 Meisterweken zusammengetragen. Eine wunderbare Ausstellung, die man nicht verpassen sollte! Bis 17. Febaruar 208 im St&#228;delmuseum, danach in der Royal Academy of Arts in london. <a href="http://cranach.staedelmuseum.de/cranach.htm" target="_blank">Hier geht es zur Sonderseite der Ausstellung &gt;&gt;&gt;</a></p>
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		<title>Ein au&#223;ergew&#246;hnliches Kunstereignis</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Feb 2007 12:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Madrid]]></category>
		<category><![CDATA[Prado]]></category>
		<category><![CDATA[Tintoretto]]></category>

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		<description><![CDATA[Siebzig Jahre lang gab es keine umfassende Retrospektive zum Werk des venezianischen Malers Jacopo Robusti, genannt Tintoretto (1518/19-1594). Das hat seinen Grund. Seine Werke sind so gro&#223; und fragil, dass sie schlicht nicht mehr guten Gewissenes transportiert werden k&#246;nnen oder aufgrund konservatorischer Bedenken nicht mehr transportiert werden d&#252;rfen. Doch das Prado Museum in Madrid hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Siebzig Jahre lang gab es keine umfassende Retrospektive zum Werk des venezianischen Malers Jacopo Robusti, genannt Tintoretto (1518/19-1594). Das hat seinen Grund. Seine Werke sind so gro&#223; und  fragil, dass sie schlicht nicht mehr guten Gewissenes transportiert werden k&#246;nnen oder aufgrund konservatorischer Bedenken nicht mehr transportiert werden d&#252;rfen. Doch das Prado Museum in Madrid hat es geschafft. Zum ersten Mal seit 1937 &#8211; damals in Venedig- findet wieder eine gro&#223;e Schau zum Werk des Venezianers statt.</p>
<div style="text-align:center"><img src='http://www.avantgarde-magazin.de/wp-content/uploads/2007/02/tintoretto_milchstrasse.jpg' alt='Tintoretto, Die Entstehung der Milchstrasse, 1570' /></div>
<div class="bu">Tintoretto, Die Entstehung der Milchstrasse, 1570</div>
<p>Das Museum besitzt immerhin 32 Arbeiten, die Tintoretto und seiner Werkstatt zugeschrieben werden. Das macht es nat&#252;rlich leichter, eine gro&#223;e Ausstellung zusammenzustellen, weil man nicht mehr viele Leihgaben ben&#246;tigt. Den Schwerpunkt setzten die Ausstellungskuratoren auf religi&#246;se, erz&#228;hlerische Arbeiten und Portraits. Unter den 49  versammelten Gem&#228;lden, 13 Zeichnungen und drei Skulpturen sind herausragende Meisterwerke wie &#8220;Die Fu&#223;waschung&#8221; (1548/49), &#8220;Susanna im Bade&#8221;, &#8220;Susanna und die Alten&#8221; (1555) oder &#8220;Venus, Vulkan und Mars&#8221; (1545).</p>
<p><span id="more-202"></span>Immer wieder blitzt Tintorettos Genie auf, dass das Farbgef&#252;hl eines Tizian mit der Zeichnung eines Michelangelo zu verbinden wei&#223; und sich mit dem Ungest&#252;men und Wilden des Malers verbinden. Mal sind es die Bildthemen und ihre ungew&#246;hnliche Umsetzung, dann wieder die Farben, die Kontraste, verk&#252;rzte Fluchten, der Pinselstrich, die ungew&#246;hnliche Gewichtung von Zentrum und Peripherie oder die Perspektive, die sein Werk so unvergleichlich machen.</p>
<p>Um die neuen Sichtweisen auf die Leinwand zu bringen, arbeitete Tintoretto mit einem besonderen Verfahren: Er formte kleine Wachsfiguren und stellte sie in einen modellhaften B&#252;hnenraum, um so die Wirkung von Raum und Licht zu studieren. Auf diese weise entstand auch &#8220;Die Fu&#223;waschung&#8221; (1548/49). Ein immenses Bild, 5,30 Meter breit ist die Leinwand, man muss es buchst&#228;blich &#8220;ergehen&#8221;, blickt immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln darauf und entdeckt Neues. Zum ersten Mal seit 400 Jahren h&#228;ngt es wieder neben dem Heiligen Abendmahl (1547) wie einst in der San Marcuola-Kirche in Venedig. Auch hier hatten die italienischen Konservatoren Bedenken, doch die Regierung in Rom setzte sich &#252;ber alle Bedenken hinweg.</p>
<p>Die beiden Bilder sind so etwas wie die heimlichen Stars der Ausstellung, ihr Kraftzentrum, um das sich das Universum Tintorettos dreht. Um sie herum finden sich die gro&#223;artige Bilder wie &#8220;Susanna im Bade&#8221;, wie sie von zwei l&#252;sternen Greisen beobachtet wird oder Vulkan, der Venus und Mars beim Liebesspiel &#252;berrascht. Oder Hera, wie sie die Brust aus dem Mund des kleinen Herakles rei&#223;t und dabei ihre Milch in den Himmel verspritzt &#8211; &#8220;Die Entstehung der Milchstra&#223;e&#8221;.</p>
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		<title>Cranach im Exil</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Feb 2007 10:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Aschaffenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Cranach]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; Lucas Cranach, Lucretia, 1533, &#214;l auf Holz, Gem&#228;ldegalerie Berlin &#160; 1540 musste Kardinal Albrecht von Brandenburg von Halle nach Aschaffenburg fliehen. Er wurde ein Opfer der Reformation, allerdings war er auch derjenige, der &#252;ber den Dominikaner Johann Tetzel das Gesch&#228;ft mit dem Ablasshandel betrieb, das zum Anschlag der 95 Thesen durch Martin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="text-align: center" width="100%">
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<td width="25%">&nbsp;</td>
<td style="text-align: center"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/02/cranach.jpg" alt="Cranach, Lucretia, 1533" /></td>
<td width="25%">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td style="text-align: center; font-size: 0.8em; color: #4e4e4e">Lucas Cranach, Lucretia, 1533, &#214;l auf Holz, Gem&#228;ldegalerie Berlin</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>1540 musste Kardinal Albrecht von Brandenburg von Halle nach Aschaffenburg fliehen. Er wurde ein Opfer der Reformation, allerdings war er auch derjenige, der &#252;ber den Dominikaner Johann Tetzel das Gesch&#228;ft mit dem Ablasshandel betrieb, das zum Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther f&#252;hrte. Der Rest ist bekannt. Albrecht darf durchaus als einer der wichtigsten K&#246;pfe der beginnenden Neuzeit gelten. Durch sein Wirken bekamen Humanismus und Renaissance Auftrieb. Albrecht rief den Humanisten von Hutten an seinen Hof und korrespondierte mit Erasmus von Rotterdam.</p>
<p>In Aschaffenburg kann man jetzt bis zum 3. Juni 2007 sehen, wohin das Geld aus den Gesch&#228;ften des Bischofs floss. Albrecht war ein prunks&#252;chtiger Kirchenf&#252;rst, f&#252;r den Kunst vor allem Propagandamitel war. Er liess neben Lucas Cranach d.&#196;., Albrecht D&#252;rer und Matthias Gr&#252;newald f&#252;r sich arbeiten. Der Dom in Halle quoll &#252;ber vor Kunstsch&#228;tzen und Reliquien in kostbaren Reliquiaren. Die Ausgestaltung des Domes, die er Cranach &#252;bertrug, war die gr&#246;&#223;te Auftragsarbeit dieseits der Alpen.</p>
<p>Die Ausstellung &#8220;Cranach im Exil&#8221; zeigt die Kunstsch&#228;tze, die der Kardinal aus Halle auf seiner Flucht mit nach Aschaffenburg brachte. Der musste n&#228;mlich vor den Reformatoren fl&#252;chten und packte dabei im Dom alles ein, was nicht niet- und nagelfest war.</p>
<p><span id="more-200"></span>Albrecht von Brandenburg war einer der Hauptauftraggeber f&#252;r Lucas Cranach (1472-1553). Die Gem&#228;lde, Handschriften, Goldschmiedearbeiten, Grafiken und Flugschriften stellen aber nicht nur einen einzigartigen Kunstschatz dar, sie sind auch ein Zeitzeugnis f&#252;r den ersten Medienkrieg der Geschichte. Cranach war nicht nur Maler f&#252;r den Kardinal, er war auch Freund Luthers und belieferte beide Seiten mit visueller Munition f&#252;r ihren Kampf.</p>
<p>Die Ausstellung bietet eine umfassende Darstellung und Behandlung des gesamten Aschaffenburger Kunstbestandes. In  150 Exponaten, davon 70 Tafelgem&#228;lden, vermittelt sie ein lebendiges Bild des Reformationszeitalters. Im Mittelpunkt steht der erstmals wieder in seiner ganzen Pracht gezeigte Magdalenen-Altar aus Halle. &#220;ber 200 Jahre an verschiedenen Orten verstreut, erstrahlt er nach grundlegender Restaurierung im alten Glanz. Weitere H&#246;hepunkte sind Albrechts prachtvolles Grabdenkmal aus der N&#252;rnberger Werkstatt Vischer, der sagenumwobene Margarethenschrein oder Gr&#252;newalds faszinierende Beweinung Christi, deren R&#228;tsel dank neuester Forschungen gel&#246;st werden konnte.</p>
<p>Die Ausstellung gliedert sich in drei Abschnitte, die auf wichtigste Aschaffenburger R&#228;ume verteilt sind. In Schloss Johannisburg ist das Kapitel &#8220;Cranach im Dialog&#8221; untergebracht, das Cranachs Wirken zwischen den Fronten beleuchtet und erkennen l&#228;sst, wie wichtig der Maler f&#252;r die beiden Str&#246;mungen des Christentums in Deutschland war, wie sehr er die Bildsprache von Katholizismus und Protestantismus pr&#228;gte.</p>
<p>In der Kunsthalle Jesuitenkirche ist das Kapitel &#8220;Cranach im Exil&#8221; untergebracht,  hier befinden sich die bedeutendsten Arbeiten, die der Maler f&#252;r Albrecht anfertigte und die dieser mit nach Aschaffenburg brachte. Im Stift St. Peter und Alexander wird dann Albrechts Exil unter die Lupe genommen, seine Wirken, sein Leben und seine Vorliebe f&#252;r die Kunst.</p>
<p>Die Ausstellung ist eine wunderbare M&#246;glichkeit, Cranachs Werk zu entdecken und gleichzeitig auch noch im historischen Kontext zu sehen. Sehtipp!</p>
<p>Mehr unter: <a href="http://www.cranach-im-exil.de">www.cranach-im-exil.de</a></p>
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		<title>Ein Riemenschneider f&#252;r Berlin</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2007/02/21/ein-riemenschneider-fur-berlin/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Feb 2007 09:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Tillmann Riemenschneider]]></category>

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		<description><![CDATA[  Tillmann Riemenschneider, Die heilige Anna und ihre drei Ehem&#228;nner, 1505/06 Seit 20. Februar darf im Bode-Museum in Berlin ein neues Highlight besichtigt werden. Das Museum hat mit Hilfe von Sponsoren die &#8220;Heilige Anna und ihre drei Ehem&#228;nner&#8221; erworben. Das Werk stammt von Tillmann Riemenschneider und entstand um 1505/06. Es d&#252;rfte das letzte auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table width="100%" style="text-align: center">
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<td style="text-align: center"><img src='http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/02/riemenschneider_anna.jpg' alt='Tillmann Riemenschneider, Die heilige Anna und ihre drei Ehem&#228;nner, 1505/06' /></td>
<td width="25%"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td style="text-align: center; font-size: 0.8em; color: #4e4e4e">Tillmann Riemenschneider, Die heilige Anna und ihre drei Ehem&#228;nner, 1505/06<br />

</td>
<td></td>
</tr>
</table>
<p>
Seit 20. Februar darf im Bode-Museum in Berlin ein neues Highlight besichtigt werden. Das Museum hat mit Hilfe von Sponsoren die &#8220;Heilige Anna und ihre drei Ehem&#228;nner&#8221; erworben. Das Werk stammt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tilman_Riemenschneider" target="_blank">Tillmann Riemenschneider</a> und entstand um 1505/06. Es d&#252;rfte das letzte auf dem freien Markt erh&#228;ltliche Werk des Meisters gewesen sein. Der Skulpturensammlung, die bereits 13 Werke von Riemenschnedier besitzt, wurde so ein wichtiges Werk hinzugef&#252;gt.</p>
<p>Das in seiner k&#252;nstlerischen Qualit&#228;t herausragende Schnitzwerk aus Lindenholz ist eine Darstellung der Mutter Mariens mit ihren Ehem&#228;nnern Joachim, Kleophas und Salomas. Die &#252;ber einen Meter hohe Figurengruppe geh&#246;rte urspr&#252;nglich wahrscheinlich zu einem Rothenburger Fl&#252;gelaltaraufsatz, der die Verwandtschaft Jesu zeigte, die so genannte Heilige Sippe.</p>
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		<title>Zweite Mona Lisa?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jun 2006 07:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine zweite Mona Lisa? Das Portland Museum of Art im US-Bundestaat Maine stellt derzeit eine kleine Sensation aus. Das Museum pr&#228;sentiert noch bis 5. September 2006 ein Gem&#228;lde, das frappierend an Leonardo Da Vincis &#8220;Mona Lisa&#8221; erinnert und eine gelungene Kopie sein k&#246;nnte. Allerdings haben Pigementanalysen ergeben, dass das Bild vor 1510 gemalt worden sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center"><img id="image58" src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2006/06/monalisa2.jpg" alt="Mona Lisa, die Zweite" /></p>
<p style="font-size: 0.8em; color: #4e4e4e">Eine zweite Mona Lisa?</p>
</div>
<p>Das Portland Museum of Art im US-Bundestaat Maine stellt derzeit eine kleine Sensation aus. Das Museum pr&#228;sentiert noch bis 5. September 2006 ein Gem&#228;lde, das frappierend an Leonardo Da Vincis &#8220;Mona Lisa&#8221; erinnert und eine gelungene Kopie sein k&#246;nnte. Allerdings haben Pigementanalysen ergeben, dass das Bild vor 1510 gemalt worden sei (also zu Lebzeiten Leonardos) und dass der Pinselduktus auf einen Linksh&#228;nder (wie Leonardo) hindeute, so meldet die New York Times. Es gebe einige kleine Unterschiede zur Mona Lisa im Louvre, die es so in einer sp&#228;teren Kopie nicht gegeben h&#228;tte, so Museumsdirektor Daniel O&#8217;Leary zur NY Times. Das Museum erhielt das Gem&#228;lde 1983 aus dem Nachlass des Fotografen Henry Reichold.</p>
<p>Das Bild zeigt eine Frau mit sehr &#228;hnlichen Gesichtsz&#252;gen wie die Mona Lisa. Lediglich das ber&#252;hmte L&#228;cheln fehlt. Das Bild ist vorwiegend in Braunt&#246;nen gehalten. Die Frau steht auf einem Balkon, im Hintergrund ist Wasser zu sehen. Zwar gibt es einige Kopien der Mona Lisa, doch keine datiert aus der Zeit Leonardos. Ob Da Vinci selbst das Bild (eventuell als Vorstudie) anfertigte oder einer seiner Sch&#252;ler sich an einer Kopie versuchte, bleibt unklar.</p>
<p>Das Museum stellt das Bild nur selten aus, da es nicht in die Sammlung passt, die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts beinhaltet. Doch der Filmstart von &#8220;Der Da Vinci Code&#8221; von Dan Brown bot eine guten Anlass, das Gem&#228;lde aus dem Depot des Museums zu nehmen und es der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich zu machen.</p>
<p>Das Museum ist zu finden unter: <a href="http://www.portlandmuseum.org/">www.portlandmuseum.org</a></p>
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