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	<title>360° &#187; Museen und Galerien</title>
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	<description>DER KUNSTBLOG</description>
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		<title>Weggeschrubbte Kippenberger-Installation</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 08:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln: Im Dortmunder Ostwall-Museum widmete sich eine Putzfrau der Installation des K&#252;nstlers Martin Kippenberger &#8211; mit &#220;bereifer. Als sie einen milchigen Kalkrand weggeschrubbt hatte, war das 800.000-Euro-Werk blitzeblank, aber f&#252;r immer zerst&#246;rt. Bei Spiegel Online weiter lesen >>> Ja, Kunst lebt auch von Zuschreibungen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln: Im Dortmunder Ostwall-Museum widmete sich eine Putzfrau der Installation des K&#252;nstlers Martin Kippenberger &#8211; mit &#220;bereifer. Als sie einen milchigen Kalkrand weggeschrubbt hatte, war das 800.000-Euro-Werk blitzeblank, aber f&#252;r immer zerst&#246;rt.</p>
<p><a href ="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,795709,00.html">Bei Spiegel Online weiter lesen >>></a></p>
<p>Ja, Kunst lebt auch von Zuschreibungen!</p>
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		<title>Verfahrene Lage im Saarlandmuseum</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 13:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Saarbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Saarlandmuseum]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Saarlandmuseum in Saarbr&#252;cken erlebt nun den dritten Skandal in diesem Jahr &#8211; dabei hat das Museum gar nicht ge&#246;ffnet. Nachdem Museumschef Ralph Melcher wegen &#8220;finanzieller Unregelm&#228;&#223;igkeiten&#8221; (Melcher hatte sich teuere Dienstreisen und -essen erlaubt) beurlaubt wurde und nun wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn ermittelt wird, war auch der zust&#228;ndige Projektsteuerer f&#252;r den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Saarlandmuseum in Saarbr&#252;cken erlebt nun den dritten Skandal in diesem Jahr &#8211; dabei hat das Museum gar nicht ge&#246;ffnet. Nachdem Museumschef Ralph Melcher wegen &#8220;finanzieller Unregelm&#228;&#223;igkeiten&#8221; (Melcher hatte sich teuere Dienstreisen und -essen erlaubt) beurlaubt wurde und nun wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn ermittelt wird, war auch der zust&#228;ndige Projektsteuerer f&#252;r den Neubau des vierten Pavillons ins Fadenkreuz der Ermittler geraten. Der Innenarchitekt hatte Melcher 8000 Euro f&#252;r Beratert&#228;tigkeiten gezahlt, er selbst soll fast eine Million Euro f&#252;r seine T&#228;tigkeit als Projektsteuerer erhalten haben.</p>
<p>W&#228;hrend die Staatsanwaltschaft ermittelt, droht der Landesregierung um die neue Ministerpr&#228;sidentin Annegret Kramp-Karrenbauer neues Ungemach. Immerhin ist die Ministerpr&#228;sidentin in die Aff&#228;re verwickelt. Sie war bei &#8220;spesenintensiven&#8221; Essen mit am Tisch und in ihrer Zeit als Kulturministerin war sie an den Planungen des Baus beteiligt. Das neue Problem: Der Bau des neuen Ausstellungshauses sprengt alle Grenzen. 2009 sollte der Neubau 9 Mio. Euro kosten, dann 18,7 Mio. Euro, dann 25 und nun fast 30 Mio. Euro. Die Begr&#252;ndung: Bei den Planungen wurde geschlampt. Die Kosten f&#252;r den Klimaschutz der Sammlungsgegenst&#228;nde wurde nicht ber&#252;cksichtigt, die Beleuchtung nicht richtig geplant, die Umfeldgestaltung vergessen. Kosteneinsparungen fand man hingegen kaum: Der Stiftungsvorstand verst&#252;mmelte den Architektenentwurf, indem man statt der Fassade aus teurem, transparentem Buntglas ein 400.000 Euro billigeres Normalglas verbauen wollte. Als dieser Einsparungsversuch heftig kritisiert wurde, wollte man zur&#252;ckrudern, doch es war zu sp&#228;t. Das billige Glas war schon bestellt. Nun will das 800.000 Euro teuere Glas niemand mehr, eine neue Bestellung w&#252;rde zus&#228;tzliche 1,2 Mio. Euro verschlingen.</p>
<p>W&#228;hrend der Umbildung der Landesregierung im August 2011 ist einer der Verantwortlichen, der so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann, der Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister f&#252;r Kultur Karl Rauber abgetreten. Neu zust&#228;ndig ist Innenminister Stephan Toscani. Der m&#246;chte nun rasch Aufkl&#228;rungsarbeit leisten und setzte eine Arbeitsgruppe ein, die untersuchen soll, was falsch lief und wie es weiter gehen soll. Ein Architekturb&#252;ro untersucht derzeit, wie viel der Bau bis zur Fertigstellung noch kosten soll. Ende September soll eine erste M&#228;ngelliste vorliegen. Auch der Landesrechnungshof soll einbezogen werden.</p>
<p>Inzwischen erkl&#228;rte auch der Interimschef des Museums, Meinrad Maria Grewenig, dass das Er&#246;ffnungsdatum f&#252;r 2012 wohl nicht mehr zu halten sei. Die Parteien stehen unterschiedlich zu dem Problem. Die Jameika-Koalition will abwarten, der Fraktionsvorsitzende der GR&#220;NEN im Saarbr&#252;cker Stadtrat will das Geb&#228;ude abrei&#223;en lassen. SPD-Chef Maas lehnt das ab, jedoch h&#228;lt er eine andere Nutzung f&#252;r m&#246;glich.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.360-grad-blog.de/2011/01/25/verschwendung-oder-nicht/">Verschwendung oder nicht?</a></li>
<li><a href="http://www.360-grad-blog.de/2010/07/20/ist-das-saarland-provinizell/">Ist das Saarland provinziell?</a></li>
</ul>
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		<title>Eine Frage des Geschmacks</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 09:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Johan Holten]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Baden-Baden]]></category>

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		<description><![CDATA[Anselm Reyle pr&#228;sentiert uns in seinem Gem&#228;lde Weidegl&#252;ck ein quietschbuntes Landschaftsidyll: Ein zufriedenes Pferd liegt entspannt auf einer Wiese vor einem strahlend blauen Himmel. Mit allerlei Schraffuren, Texturen und silbern gl&#228;nzenden Lacken wurden Hell und Dunkel und Farbspiele angedeutet. Doch etwas irritiert. &#220;berall auf dem Bild sind kleine Felder mit Zahlen sichtbar. Reyle spielt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anselm Reyle pr&#228;sentiert uns in seinem Gem&#228;lde Weidegl&#252;ck ein quietschbuntes Landschaftsidyll: Ein zufriedenes Pferd liegt entspannt auf einer Wiese vor einem strahlend blauen Himmel. Mit allerlei Schraffuren, Texturen und silbern gl&#228;nzenden Lacken wurden Hell und Dunkel und Farbspiele angedeutet. Doch etwas irritiert. &#220;berall auf dem Bild sind kleine Felder mit Zahlen sichtbar. Reyle spielt auf das bei Hobbyk&#252;nstlern beliebte „Malen nach Zahlen“ an. Der Maler spielt mit der Grenze zwischen Kunst und Kitsch. Was ist Kunst und was Kitsch, wie viel Kommerz steckt in einem Bild und was  macht dessen Wert aus? Was macht Kunst &#252;berhaupt aus? Z&#228;hlt einzig der Wille ein Kunstwerk schaffen zu wollen, ist es handwerkliches K&#246;nnen oder ist es der Name des K&#252;nstlers? Sind es die Farben und die gekratzten Schraffuren im Bild, die den Willen des Erschaffers zur Kunst dokumentieren und sich &#252;ber das industrielle Produkt hinwegsetzen?</p>
<p style="text-align:center"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/09/GESCHMACK_Reyle_Weideglueck.jpg" ref=lightbox" title="Anselm Reyle, Weidegl&#252;ck, 2010, Mischtechnik auf Leinwand, 225 x 275 x 6,5 cm, Courtesy der K&#252;nstler, Fotograf: Matthias Kolb"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/09/GESCHMACK_Reyle_Weideglueck-480x400.jpg" alt="Anselm Reyle Weidegl&#252;ck 2010, Mischtechnik auf Leinwand,  225 x 275 x 6,5 cm, Courtesy der K&#252;nstler, Fotograf: Matthias Kolb" title="Anselm Reyle Weidegl&#252;ck 2010 Mischtechnik auf Leinwand  225 x 275 x 6,5 cm  lackierter Stahlrahmen, 247 x 297 x 11 cm Courtesy der K&#252;nstler Fotograf: Matthias Kolb" width="480" height="400" class="size-medium wp-image-1365" /></a></p>
<p class="bu">Anselm Reyle, Weidegl&#252;ck, 2010<br />
Mischtechnik auf Leinwand, 225 x 275 x 6,5 cm<br />
Courtesy der K&#252;nstler, Fotograf: Matthias Kolb
</p>
<p>Die erste Ausstellung des neuen Baden-Badener Kunsthallendirektors Johan Holten will untersuchen, ob g&#228;ngige Kategorien des Geschmacks heute noch brauchbar sind und welche Bedeutung sie innerhalb der zeitgen&#246;ssischen Kunst haben. Holten selbst kommt zu dem Schluss, dass sich visuelle Einordnungen zur Beurteilung von Kunst so stark ver&#228;ndert haben, dass sie „heute vollkommen untauglich sind, Kunst zu beurteilen.“ Kunst ist heute schon lange nicht mehr sch&#246;n und meist auch nicht geschmackvoll. Was bedeutet guter Geschmack in einer Welt die sehr schnelllebig geworden ist und in der fast alles erlaubt ist? Was heute noch in ist, kann morgen l&#228;ngst out sein. F&#252;r Museen wird es immer schwerer zu entscheiden, was sie ausstellen, sammeln und f&#252;r die Nachwelt konservieren sollen. Objektive Kriterien zu definieren, f&#228;llt vielen Kuratoren und Kritikern immer schwerer.</p>
<p>Vieles was einst als geschmackvoll galt, ist heute &#252;berholt. So zeigt die Kunsthalle Landschaftsbilder aus dem 19. Jahrhundert. Doch was damals Genuss und Sch&#246;nheit suggerieren sollte, ist heute nicht mehr zeitgem&#228;&#223;, wirkt angestaubt und w&#252;rde in hippen Berliner Wohnungen mit Sichtbetonw&#228;nden skurril wirken. Dabei waren die arkadischen Landschaften mit ihren Ruinen, B&#228;chen und W&#228;ldern einst gesellschaftliches Sch&#246;nheitsideal und Museen wollten ihre Besucher zum Wahren, Sch&#246;nen und Guten erziehen. Erst gegen Ende des Jahrhunderts begannen K&#252;nstler dagegen aufzubegehren. Die Impressionisten wollten nicht mehr nach akademischen Idealen malen, sie wollen Farbe und Licht auf die Leinwand bannen und sp&#228;testens mit den Expressionisten und den Kubisten gewann die eigene Sichtweise des K&#252;nstlers im fr&#252;hen 20. Jahrhundert die Oberhand.</p>
<p>W&#228;hrend sich die Palette k&#252;nstlerischer M&#246;glichkeiten extrem erweitert hat und neben Bildhauerei und Malerei auch Videokunst, Performance und Installation hinzukamen, scheinen handwerkliche F&#228;higkeiten immer mehr an Gewicht zu verlieren.<br />
Welche zeitgen&#246;ssische Kunst aber soll ein Museum heute ausstellen? Noch immer kommen die Besucher in die H&#228;user in der Erwartung, das Gute und Sch&#246;ne pr&#228;sentiert zu bekommen. Aber kann das eine Kunsthalle heute noch leisten?<br />
Nicht ohne Ironie ist die Lage der Kunsthalle in Baden-Baden, die direkt neben dem Privatmuseum von Frieder Burda residiert. Burda zeigt, was ihm pers&#246;nlich gef&#228;llt, einen Bildungsauftrag muss er nicht erf&#252;llen. Nicht ohne Ironie ist auch die gleichzeitig dort laufende Schau mit Werken von Neo Rauch, einem der angesagten K&#252;nstler der Leipziger Schule, deren Preise gerade schwindelerregende H&#246;hen erreichen.</p>
<p>Heute scheint der Kunstgeschmack eher vom Preis dominiert, die Sammler hecheln dem hinterher, was der Markt als „sammelnswert“ erachtet. Das &#228;rgert auch viele K&#252;nstler, die in dem Dilemma zwischen Anerkennung und Kommerzialisierung ihrer Arbeit feststecken. Viele von ihnen w&#252;rden sich dem Streben nach Konsum und Kommerz gerne entziehen. Es gilt inzwischen als schick gegen die Macht des Marktes zu rebellieren und so werden schon mal Alltagsgegenst&#228;nde in langweiliger Wiederkehr von Duchamps Ready-Mades aufgestellt um gegen die zunehmende Kommerzialisierung zu protestieren, wie etwa in Josefine Mecksepers Arbeiten, die in der Baden-Badener Kunsthalle billige Klob&#252;rsten und Slips wie Luxusaccessoires in die Vitrine stellt. Ist das jetzt Kunst oder Kitsch? Oder Kitsch, der durch eine inhaltliche Aussage zu Kunst wird? </p>
<p>Die Frage ob Kunst oder Kitsch ist nicht immer einfach zu beantworten, die Grenzen flie&#223;end und oft liegt die Entscheidung im Auge des Betrachters. Jeff Koons ist ein Meister dieser Spielerei. Seine Kitschskulpturen haben Kultstatus. Er &#252;berh&#246;ht kitschigen Nippes zu Ikonen des Kommerzes. Allein der Preis und der arrivierte Name des K&#252;nstlers bestimmt hier, ob etwas Kunst ist oder eben nicht. Je teurer, desto Kunst. F&#252;r die einen sind Koons Werke gesellschaftskritische Kunst, weil er damit das Wesen des Kunstmarkts blo&#223; legt, f&#252;r die anderen ist es nichts als billiger Kitsch, der zum Statussymbol erhoben wird – nur in einem sind sich beide Seiten einig: Die Signatur des K&#252;nstlers macht es wirklich teuer.</p>
<p>Kitsch? Das war f&#252;r den Kunstkritiker Clement Greenberg, der den Abstrakten Expressionisten um Pollock und De Kooning den Weg ebnete, vor allem das, was dem Massengeschmack entsprach und zum Massengeschmack kann Kunst sehr schnell werden. So fotografierte Martin Paar einen Besucher auf einer Messe in Dubai. Der Kunstkenner schaut sich ein gekleckstes und getr&#246;pfeltes Gem&#228;lde an. Sein Muster setzt sich zuf&#228;llig fast haargenau auf dem Hemd des Betrachters fort. Die Kunst verkommt zum massentauglichen Modeartikel.</p>
<p>Und so lehrt uns die Ausstellung vor allem eines: Geschmack scheint beliebig zu sein und ganz im Auge des Betrachters zu liegen. Was bleibt dem Besucher? Er muss in diesem Zeiten vor allem auf den eigenen Geschmack vertrauen. Kunstinstitutionen oder Kritiker k&#246;nnen nur Anleitungen bieten und der Kunstmarkt ist kein guter Ratgeber, weil das was heute noch teuer verkauft wird, morgen schon wie Blei an den W&#228;nden der Galerien h&#228;ngt. Dass der „teure Geschmack“ ein schlechter Ratgeber ist, zeigen Martin Parrs in der Ausstellung h&#228;ngende Fotos von Kunst- und Million&#228;rsmessen. Kunst verkommt zum protzigen Statussymbol und inhaltleeren Dekorationsartikel der Sch&#246;nen und Reichen.</p>
<p>„Geschmack –der gute, der schlechte und der wirklich teure“ ist eine wunderbare Ausstellung zum Nachdenken dar&#252;ber, was wir gut finden und warum wir das tun. Zur Ausstellung erschien ein lesenswerter Katalog mit Essays. </p>
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		<title>Staatliche Kunstsammlungen entdecken das Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 15:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Staatliche Kunstsammlungen Dresden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entdecken endlich das Internet und stellen ihre Sammlung online unter skd-online-collection.skd.museum/. Darunter sind Meisterwerke wie die Sixtinische Madonna von Raffael oder Cranachs Martin Luther und 20.000 weitere Kunstwerke. Au&#223;erdem kann man in einem 3D-Rundgang durch die heiligen Hallen wandeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entdecken endlich das Internet und stellen ihre Sammlung online unter <a href="http://skd-online-collection.skd.museum">skd-online-collection.skd.museum/</a>. Darunter sind Meisterwerke wie die Sixtinische Madonna von Raffael oder Cranachs Martin Luther und 20.000 weitere Kunstwerke. Au&#223;erdem kann man in einem 3D-Rundgang durch die heiligen Hallen wandeln.</p>
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		<title>&#8220;In Peking ist was schief gelaufen&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 13:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Beijing]]></category>
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		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmuseum]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Direktor des Museums Ludwig in K&#246;ln, Kasper K&#246;nig, hat die deutsche Ausstellung &#8220;Kunst der Aufkl&#228;rung&#8221; im chinesischen Nationalmuseum in Peking kritisiert und nennt das neue Museum einen &#8220;faschistischen Klotz&#8221;. Harte, aber nicht ganz unberechtigte Kritik! W&#228;hrenddessen gibt der Architekt der Sanierungsmassnahmen dem Spiegel ein Interview und outet sich als weltfremd und naiv- auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Direktor des Museums Ludwig in K&#246;ln, Kasper K&#246;nig, hat die deutsche Ausstellung &#8220;Kunst der Aufkl&#228;rung&#8221; im chinesischen Nationalmuseum in Peking kritisiert und nennt das neue Museum einen &#8220;faschistischen Klotz&#8221;. <a href="http://www.monopol-magazin.de/artikel/20102662/Kasper-Koenig--In-Peking-ist--was-schief-gelaufen-.html">Harte, aber nicht ganz unberechtigte Kritik!</a> W&#228;hrenddessen gibt der Architekt der Sanierungsmassnahmen dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,756259,00.html">Spiegel ein Interview</a> und outet sich als weltfremd und naiv- auch wenn er genau das seinen Kritikern vorwirft!</p>
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		<title>Die Aufkl&#228;rung zu Gast in China</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2011/04/03/die-aufklarung-zu-gast-in-china/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 16:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 18. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Eröffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmuseum]]></category>

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		<description><![CDATA[Das chinesische Nationalmuseum in Beijing hat am Freitag nach langer Renovierungszeit seine Wiederer&#246;ffnung gefeiert. Zelebriert wird die Einweihung mit der Ausstellung &#8220;Kunst der Aufkl&#228;rung&#8221;, die sich der Geschichte der Aufkl&#228;rung in Europa widmet. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Ausstellung im chinesischen Nationalmuseum stattfindet. Das Museum liegt am n&#246;rdlichen Rand des Tiananmen-Platzes. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das chinesische Nationalmuseum in Beijing hat am Freitag nach langer Renovierungszeit seine Wiederer&#246;ffnung gefeiert. Zelebriert wird die Einweihung mit der Ausstellung &#8220;Kunst der Aufkl&#228;rung&#8221;, die sich der Geschichte der Aufkl&#228;rung in Europa widmet. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Ausstellung im chinesischen Nationalmuseum stattfindet. Das Museum liegt am n&#246;rdlichen Rand des Tiananmen-Platzes. Hier setzte die chinesische Regierung 1989 der studentischen Revolte ein blutiges Ende. Zu diesem Kapitel chinesischer Geschichte findet sich im Museum nichts, daf&#252;r beleuchtet das Museum die Geschichte Chinas von der chinesischen Antike bis in die Gegenwart. Neben Altert&#252;mern sind Exponate aus der Parteigeschichte, der Revolution und der neuen Kunst zu bestaunen. </p>
<p>     Das Museum war in den letzten Jahren wegen Renovierung geschlossen. Das deutsche <a href="http://www.gmp-architekten.de/" target="_blank">Architekturb&#252;ro Gerkan, Marg und Partner</a> hat es f&#252;r 260 Millionen Euro saniert und deutlich vergr&#246;&#223;ert. Schon der Haupteingang ist imposant. Die Eingangshalle alleine ist so gro&#223;, dass sie manch anderes Museum komplett beherbergen k&#246;nnte. 260 Meter lang und vier Stockwerke ist sie hoch, lichtdurchflutet und leer. Nur eine majest&#228;tische Treppe beherrscht den Raum.<br />
     Rund 200.000 Quadratmeter Ausstellungsfl&#228;che hat das Museum nun und ist damit das gr&#246;&#223;te Museum der Welt. Es vereinigte schon 2002 die Sammlungen des Museums f&#252;r chinesische Geschichte und des Revolutionsmuseums und verf&#252;gt mit &#252;ber einer Million Exponaten auch &#252;ber eine der gr&#246;&#223;ten Sammlungen der Welt. Daf&#252;r mussten chinesische Museen auf Anordnung des Kulturministeriums ihre besten Exponate abgeben. K&#252;nftig will L&#252; Zhangshen, Generaldirektor des Museums, mit zus&#228;tzlichen Wechselausstellungen in der ersten Liga der Museen mitspielen.</p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/04/27.jpg" rel=lightbox" alt="National Museum of China, Peking 2011 © Gerkan, Marg und Partner, Foto: Christian Gahl"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/04/27-1024x741.jpg" alt="" title="National Museum of China, Peking 2011 © Gerkan, Marg und Partner, Foto: Christian Gahl" width="470" height="340" class="aligncenter size-large wp-image-1290" /></a>
<p class="bu">National Museum of China, Peking 2011 © Gerkan, Marg und Partner, Foto: Christian Gahl</p>
<p>     Au&#223;en und innen wurde das Museum aufgepeppt und wirkt wie eine Mischung aus Sowjetprunk, chinesischer Pagode und europ&#228;ischer Museumsarchitektur. Merkw&#252;rdigerweise schadet das dem Bau nicht, er wirkt durchaus gelungen. Im Innen strahlen edle Materialien und die verschwenderische Gr&#246;&#223;e mond&#228;ne Exklusivit&#228;t aus, gro&#223;e Fenster und Oberlichter sorgen f&#252;r lichtdurchflutete R&#228;ume.  Dem eingesch&#252;chterten Besucher wird sofort klar: China will nicht nur &#246;konomisch und milit&#228;risch Weltmacht sein, sondern auch kulturell. </p>
<p>Die drei gr&#246;&#223;ten deutschen Sammlungen in Berlin, Dresden und M&#252;nchen haben sich als Leihgeber und Mitorganisatoren der Er&#246;ffnungsausstellung zusammengetan, um die Ausstellung mit den chinesischen Kollegen zu stemmen. Die Politik beider L&#228;nder ebnete den Weg, um den intensiven Kulturaustausch  weiter vertiefen. Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin betont gerne, wie gro&#223; die Ehre sei, dieses Museum als Erste kuratieren zu d&#252;rfen und wie freundschaftlich und gut die Zusammenarbeit war.</p>
<p>Aufkl&#228;rung? Geht das in einem autorit&#228;ren Staat &#252;berhaupt? Es wurde kolporiert, dass die &#220;bersetzer der Ausstellung M&#252;he hatten, &#252;berhaupt ein chinesisches Wort daf&#252;r zu finden. Man wollte nicht zu revolution&#228;r klingen und sexuelle Untert&#246;ne vermeiden. Die Epoche der europ&#228;ischen Aufkl&#228;rung ist in China nicht unbekannt. Sie geh&#246;rt sogar zum Unterrichtsstoff in den Schulen. L&#228;ngst debattieren Intellektuelle in dem kommunistischen Staat &#252;ber die europ&#228;ische Aufkl&#228;rung und die daraus hervorgehenden Menschenrechte. Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen, so eines der Maximen Immanuel Kants aus dieser Zeit. Doch ist das von dem allm&#228;chtigen ZK der Kommunistischen Partei &#252;berhaupt gew&#252;nscht?</p>
<p>Die europ&#228;ische Aufkl&#228;rung in einem Land wie China, kann das funktionieren? Wollen die Macher der Ausstellung, die vom Ausw&#228;rtigen Amt gef&#246;rdert wurde, etwa den Funken einer Revolution entz&#252;nden? Mitnichten, ihnen geht es vor allem um die Veranschaulichung der europ&#228;ischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert und ihren Wandlungen. Neben Kunstwerken sind auch wissenschaftliche Apparate, Kleider und Kunsthandwerk ausgestellt. Das hat wohl auch dazu gef&#252;hrt, dass das Projekt von Eingriffen de chinesischen Beh&#246;rden verschont blieb. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/04/32.jpg" rel="lightbox" alt="Blick in die Ausstellung &quot;Die Kunst der Aufkl&#228;rung&quot;, M&#228;rz 2011 © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Frank Barbian"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/04/32-1024x672.jpg" alt="" title="Blick in die Ausstellung &quot;Die Kunst der Aufkl&#228;rung&quot;, M&#228;rz 2011 © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Frank Barbian" width="470" height="308" class="aligncenter size-large wp-image-1291" /></a>
<p class="bu">Blick in die Ausstellung &quot;Die Kunst der Aufkl&#228;rung&quot;, M&#228;rz 2011 © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Frank Barbian</p>
<p>Ohne Zweifel ist die spektakul&#228;re Ausstellung sehenswert. In neun Kapiteln werden 579 Exponate vom sp&#228;ten Rokoko bis zu Realismus und Klassizismus gezeigt. Zu Verst&#228;rkung haben die Macher auch sp&#228;te Geister wie Caspar David Friedrich zur Verst&#228;rkung hinzugeholt und illustrieren mit Warhol die Nachwirkungen bis in die Moderne. Sie sollen ein umfassendes Bild der Ver&#228;nderungen in Europa erm&#246;glichen. Recht gut l&#228;sst sich das an den Kunstexponaten nachvollziehen. Wie ein riesiges Bilderbuch illustrieren sie den Wandel jener Zeit. Im Zentrum steht ein Bildnis einer jungen Dame. Das Portr&#228;t der Heinrike Dannecker zeigt, wie sehr sich die Gesellschaft wandelte. Selbstbewusst schaut die junge Frau den Betrachter an. Sie sitzt vor einer idealisierten Landschaft in einem Kleid aus Blau, Rot und wei&#223;, den Farben der franz&#246;sischen Revolution. Die junge Dame ist die Verk&#246;rperung der b&#252;rgerlichen Zivilgesellschaft, die sich von Monarchie und religi&#246;ser Bevormundung l&#246;ste und das Individuum in den Mittelpunkt r&#252;ckte. Sozialkritik und Emanzipation wurden hoff&#228;hig, Freiheit, Gleichheit und Br&#252;derlichkeit zum Motto der jungen Demokratie.</p>
<p>Eines d&#252;rfte der Ausstellung sicher sein: die Aufmerksamkeit des Massenpublikums. Zwar kennen viele Chinesen Dichter und Denker jener Epoche, doch tiefergehende Kenntnisse fehlen ihnen, so d&#252;rfte die Ausstellung zum Renner werden. Man erwartet f&#252;nfstellige Besucherzahlen, bis zu 20.000 G&#228;ste will das Museum pro Tag empfangen. W&#228;hrend von der Ausstellung selbst keine Revolution ausgehen d&#252;rfte, bietet das Rahmenprogramm allerlei Z&#252;ndstoff. In Diskussionen  will man die europ&#228;ische Demokratiegeschichte den Chinesen n&#228;her bringen, das d&#252;rfte interessant werden. Das Museum wurde am 1. April 2011 in Anwesenheit von Au&#223;enminister Guido Westerwelle er&#246;ffnet.</p>
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		<title>Verschwendung oder nicht?</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Saarländischer Kunstbesitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Stiftungs- und Museumschef hat man es nicht leicht. Dr. Ralph Melcher, Vorstand der Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz und Direktor des Saarlandmuseums, hat mal wieder &#196;rger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Stiftungs- und Museumschef hat man es nicht leicht. Dr. Ralph Melcher, Vorstand der Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz und Direktor des Saarlandmuseums, hat mal wieder &#196;rger. <http://www.360-grad-blog.de/2010/07/20/ist-das-saarland-provinizell/" target="_blank">Im Sommer warf ihm der Rechnungshof des Saarlandes vor</a>, er sei mit den Mitteln der landeseigenen Stiftung zu verschwenderisch umgegangen, habe sich Luxusreisen und teure Abendessen von der Stiftung finanzieren lassen. Melcher konterte, er habe sein Spesenkonto nie &#252;berzogen und alle Mittel seien genehmigt worden. Damit hat er erst einmal nicht Unrecht.</p>
<p>Die Opposition aus SPD und Die Linke forderte umgehend reflexartig den R&#252;cktritt Melchers, die Regierung wiegelte ab und beauftragte eine externe Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft mit Gutachten. Die Gutachten best&#228;tigte Melcher, keine groben Fehler begangen zu haben, auch wenn er vielleicht nicht ganz pfleglich mit Spesengeldern umgegangen sei. die Schuld daran schoben die Gutachten auf die fehlende Aufsicht und kritisierten auch den Bericht des Landesrechnungshofs. Landesregierung und Stiftung sprachen daraufhin Melcher ihr Vertrauen aus. Dass die Staatsanwaltschaft wegen Untreue ermittelt, schien gleichg&#252;ltig zu sein. </p>
<p>in der vergangenen Woche durchsuchte die Staatsanwaltschaft nun das B&#252;ro Melchers und weitere R&#228;ume der Stiftung und stellte Unterlagen sicher. Grund daf&#252;r d&#252;rfte der am gleichen Tag erschienene Sonderbericht des Rechnungshofs sein. Der Rechnungshof bleibt bei seiner Kritik. Melcher habe Wirtschaftlichkeits- und Sparsamkeitsgrunds&#228;tze missachtet. Noch ein Mal stellen die Pr&#252;fer fest, dass die Aufsicht versagt hat. Mindestens 14.000 Euro beanstandet der Rechnungshof als zu viel gezahlte Ausgaben, sowie weitere 5300 Euro, die der &#8220;Vorstand mit dem Projektsteuerer&#8221; verfuttert hat. Au&#223;erdem bleibt man dabei, dass die H&#246;he der Verg&#252;tung f&#252;r Melcher und die &#8220;Bau-Sonderzulage&#8221; von 1250 Euro pro Monat zu hoch seien. Diese Sonderzulage erhielt Melcher f&#252;r den erh&#246;hten Arbeitsaufwand bei dem Bau des neuen Pavillons des Saarlandmuseums.</p>
<p> Wieder fordert die Opposition den R&#252;cktritt Melchers und die Landesregierung h&#252;llt sich nun in Schweigen, weil ihr pl&#246;tzlich eingefallen ist, dass ja die Staatsanwaltschaft ermittelt und man dem laufenden Verfahren nicht vorgreifen m&#246;chte.</p>
<p>Warum man nicht, wie in anderen Museen auch dem k&#252;nstlerischen Direktor einfach einen Verwaltungsdirektor gleichberechtigt zur Seite stellt, will mir nicht einleuchten. Dass ein Museumsdirektor nicht in einer Pension absteigt und mit Kollegen anderer Museen nicht im McDonald&#8217;s vorf&#228;hrt, d&#252;rfte jedem einleuchten, aber gerade deswegen m&#252;ssen die Vorg&#228;nge transparent sein. Hier hat weniger Melcher versagt, als die Landesregierungen der vergangenen Jahre. Jetzt muss dringend ein anderes Konstrukt her, dass kunstwissenschaftliche und kaufm&#228;nnisch-verwaltungstechnische Abl&#228;ufe auf eine Ebene stellt. Eine solche zweite Gesch&#228;ftsf&#252;hrerposition kostet nat&#252;rlich auch Geld, sie professionalisiert aber auch die Arbeit der saarl&#228;ndischen Museen und erm&#246;glicht dem k&#252;nstlerischen Leiter, sich ganz auf seine Arbeit zu konzentrieren. Ob und wie lange das noch Ralph Melcher sein wird, ist fraglich. Sein eigentlich guter Ruf ist besch&#228;digt und ob er bleiben kann, wird nicht zuletzt von der Staatsanwaltschaft abh&#228;ngen.  </p>
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		<title>Neuer Internetauftritt f&#252;r Schirn und Beyeler</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 07:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Basel]]></category>
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		<description><![CDATA[Insbesondere deutsche Museen hinken ihren Kollegen im Ausland hinterher. Noch immer haben viele nicht begriffen, wie wichtig das Internet inzwischen geworden ist und welche Chancen es bietet. Besucht man manche Museumsseiten im Web, graust es einen. Selbst gro&#223;e Museen mit im Vergleich &#252;ppigen Etats bieten triste Langeweile, Un&#252;bersichtlichkeit oder keinen Mehrwert. Doch ganz langsam &#228;ndert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insbesondere deutsche Museen hinken ihren Kollegen im Ausland hinterher. Noch immer haben viele nicht begriffen, wie wichtig das Internet inzwischen geworden ist und welche Chancen es bietet. Besucht man manche Museumsseiten im Web, graust es einen. Selbst gro&#223;e Museen mit im Vergleich &#252;ppigen Etats bieten triste Langeweile, Un&#252;bersichtlichkeit oder keinen Mehrwert. Doch ganz langsam &#228;ndert sich das. In dieser Woche pr&#228;sentierte die Schirn Kunsthalle in Frankfurt ihren <a href="http://www.schirn-kunsthalle.de" target="_blank">neuen Internetauftritt</a>. Der war zwar schon vorher nicht schlecht, aber angestaubt und hat sich deutlich verbessert. In der vergangenen Woche hat auch die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel ihre <a href="http://www.fondationbeyeler.ch/" target="_blank">neue Webseite</a> vorgestellt. Bravo, weiter so!</p>
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		<title>Ausstellungskataloge gratis</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 08:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungskataloge]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die Kunsthalle Wien bietet ihre Ausstellungskataloge und &#8220;Texte zur Kunst&#8221; kostenlos zum Herunterladen an. Da bleibt mir die Spucke weg. So viel Nettigkeit ist in Zeiten knapper Kassen selten. Aber seien wir mal ehrlich: Warum machen das nicht mehr Museen? Finanziert wurden sie meist ohnehin aus &#246;ffentlichen Mitteln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die Kunsthalle Wien bietet ihre Ausstellungskataloge und &#8220;Texte zur Kunst&#8221; kostenlos <a href="http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/mediazone/publikationen/list.pl?lang=de" target="blank">zum Herunterladen</a> an. Da bleibt mir die Spucke weg. So viel Nettigkeit ist in Zeiten knapper Kassen selten. Aber seien wir mal ehrlich: Warum machen das nicht mehr Museen? Finanziert wurden sie meist ohnehin aus &#246;ffentlichen Mitteln und die meisten Ausstellungskataloge sind keine Rarit&#228;ten und werden nach ein paar Monaten auf Ramschtischen f&#252;r einen Bruchteil des urspr&#252;nglichen Preises verh&#246;kert.</p>
<p>Gefunden bei J&#246;rn Borcherts <a href="http://joernborchert.twoday.net/stories/kataloge-der-kunsthalle-wien-fuer-lau/" target="_blank">Kulturellen Welten</a>.</p>
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		<title>Kunsthalle T&#252;bingen: Auf zu neuen Ufern</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 13:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunsthalle Tübingen]]></category>
		<category><![CDATA[Mel Ramos]]></category>

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		<description><![CDATA[Als G&#246;tz Adriani 2005 in Pension ging, verlor die Kunsthalle T&#252;bingen einen Kurator mit ausgezeichnetem Ruf. Dass es nicht einfach werden w&#252;rde, Adriani zu ersetzen, sollte bald allen Verantwortlichen klar werden. W&#228;hrend die Kunsthalle in den 90er Jahren bis zu 500.000 Besucher pro Jahr hatte, waren es im vergangenen Jahr nur noch 15.000. Nun sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als G&#246;tz Adriani 2005 in Pension ging, verlor die Kunsthalle T&#252;bingen einen Kurator mit ausgezeichnetem Ruf. Dass es nicht einfach werden w&#252;rde, Adriani zu ersetzen, sollte bald allen Verantwortlichen klar werden. W&#228;hrend die Kunsthalle in den 90er Jahren bis zu 500.000 Besucher pro Jahr hatte, waren es im vergangenen Jahr nur noch 15.000. Nun sollte man sich davor h&#252;ten, alleine die Besucherzahlen als Gradmesser f&#252;r den Erfolg eines Museums zu sehen, doch der Besucherschwund ist so auff&#228;llig, dass man schon analysieren sollte, warum das Publikum wegbleibt. Nur knapp 2700 Besucher wollten 2009 die Ausstellung &#8220;Der innere Blick&#8221; sehen. Kein Wunder &#8211; Der Untertitel: &#8220;Das Interieur in der zeitgen&#246;ssischen Kunst&#8221; erinnert eher an das Thema einer Dissertation eines Kunsthistorikers und weckt weder die Neugier noch macht es Lust auf einen Museumsbesuch. Warum sollte sich das der kunstinteressierte Laie ansehen?</p>
<p>Nun soll alles besser werden. Seit M&#228;rz 2009 ist Daniel Schreiber (44) leitender Kurator und der will einiges &#228;ndern. Die Ausstellungen sollen wieder interessanter werden. Schreiber will Br&#252;cken zum Publikum schlagen. Wie er das schaffen will, verriet er der dpa: &#8221; Das geht durch Werke, die man gerne sieht, die Spa&#223; machen, die aber auch provokativ sind und Sprengkraft besitzen.&#8221; Die letzten Ausstellungen des Jahres 2009 lie&#223;en sich kaum noch &#228;ndern, denn Ausstellungen haben eine gewisse Vorlaufzeit und einmal in der endg&#252;ltigen Planung sind sie ungef&#228;hr so schwerf&#228;llig wie ein gestrandeter Wal, also nur noch schwer zu korrigieren. Ab Ende Januar l&#228;uft nun die erste von Schreiber alleine verantwortete Schau. Die Kunsthalle zeigt die quietschbunten Gem&#228;lde des Pop-Art-K&#252;nstlers Mel Ramos in einer Retrospektive. Der repr&#228;sentative Querschnitt durch sein Lebenswerk umfasst haupts&#228;chlich Gem&#228;lde, aber auch Entwurfsskizzen und Skulpturen von den 1960ern bis heute. Danach werden Karin Kneffel (01. Mai bis 11. Juli 2010) und Thomas Florschuetz (17. Juli bis 26. September 2010) zu sehen sein</p>
<p>Klingt spannend, bleibt abzuwarten, wie die Ausstellungen konzipiert sind. Weitere Informationen: <a href="http://www.kunsthalle-tuebingen.de" target="_blank">Webseite der Kunsthalle T&#252;bingen</a>.</p>
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