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		<title>Kleider machen Leute</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 09:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Hygiene-Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Herlinde Koelbl]]></category>
		<category><![CDATA[Kleider machen Leute]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Kleider machen Leute&#8221;, so hei&#223;t Herlinde Koelbls neues Projekt, das die Fotografin derzeit in einer Ausstellung des Deutschen Hygienemuseums in Dresden zeigt. Koelbl hat 60 Menschen in Deutschland und im Ausland portr&#228;tiert &#8211; zun&#228;chst in Standes- oder Berufskleidung und anschlie&#223;end so, wie sie sich in ihrer Freizeit kleiden. Koelbl wollte erforschen, was die Uniform aus dem Menschen macht. Wie bewegen sich Menschen wenn sie eine Berufsuniform tragen, wie ver&#228;ndert sich ihre K&#246;rperhaltung und die Mimik, wie ver&#228;ndert sich das Selbstbewusstsein? Blick in die Ausstellung,Foto: David Brandt, &#169; DHM, Dresden Die Uniform entindividualisiert den Menschen, aber sie verleiht dem Tr&#228;ger nicht selten aber auch Status und Macht oder demonstriert Gruppenzugeh&#246;rigkeit oder Entsagung, wie bei M&#246;nchen und Nonnen. Koelbl zeigt die Menschen in gro&#223;formatigen Bildpaaren mit und ohne Uniform direkt nebeneinander. Da ist die sch&#252;chterne junge Frau, die als Schornsteinfegerin stolz darauf ist, in einer M&#228;nnerdom&#228;ne zu arbeiten oder der r&#252;stige Rentner im Trainingsanzug der in der bisch&#246;flichen Soutane Ruhe und W&#252;rde ausstrahlt. Auch die junge Mongolin in legerer Freizeitkleidung und ebensolcher Haltung wird mit der Uniform eine andere. Sie ist die einzige Frau in einer Antiterroreinheit und wird pl&#246;tzlich eine Respektsperson, die jeden Muskel im K&#246;rper angespannt zu haben scheint. Aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Kleider machen Leute&#8221;, so hei&#223;t Herlinde Koelbls neues Projekt, das die Fotografin derzeit in einer Ausstellung des Deutschen Hygienemuseums in Dresden zeigt. Koelbl hat 60 Menschen in Deutschland und im Ausland portr&#228;tiert &#8211; zun&#228;chst in Standes- oder Berufskleidung und anschlie&#223;end so, wie sie sich in ihrer Freizeit kleiden. Koelbl wollte erforschen, was die Uniform aus dem Menschen macht. Wie bewegen sich Menschen wenn sie eine Berufsuniform tragen, wie ver&#228;ndert sich ihre K&#246;rperhaltung und die Mimik, wie ver&#228;ndert sich das Selbstbewusstsein? </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/20120502_DHMD_Koelbl_6299.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/20120502_DHMD_Koelbl_6299-500x333.jpg" alt="Blick in die Ausstellung,  Foto: David Brandt, &copy; DHM, Dresden" title="Blick in die Ausstellung, Foto: David Brandt, &copy; DHM, Dresden" width="610" class="size-medium wp-image-1543" align="center" /></a>
<p class="bu">Blick in die Ausstellung,Foto: David Brandt, &copy; DHM, Dresden</p>
<p>Die Uniform entindividualisiert den Menschen, aber sie verleiht dem Tr&#228;ger nicht selten aber auch Status und Macht oder demonstriert Gruppenzugeh&#246;rigkeit oder Entsagung, wie bei M&#246;nchen und Nonnen. Koelbl zeigt die Menschen in gro&#223;formatigen Bildpaaren mit und ohne Uniform direkt nebeneinander. Da ist die sch&#252;chterne junge Frau, die als Schornsteinfegerin stolz darauf ist, in einer M&#228;nnerdom&#228;ne zu arbeiten oder der r&#252;stige Rentner im Trainingsanzug der in der bisch&#246;flichen Soutane Ruhe und W&#252;rde ausstrahlt. Auch die junge Mongolin in legerer Freizeitkleidung und ebensolcher Haltung wird mit der Uniform eine andere. Sie ist die einzige Frau in einer Antiterroreinheit und wird pl&#246;tzlich eine Respektsperson, die jeden Muskel im K&#246;rper angespannt zu haben scheint. Aus der Lack- und Lederdomina wird eine biedere Normalofrau. Humor beweist Anwalt und Kunstm&#228;zen Peter Raue. Freizeitkleidung besitze und brauche er nicht, also tr&#228;gt er neben dem grauen Dreiteiler mit roter Fliege &#8211; nichts.</p>
<p>Wie schon in der Fotoserie &#8220;Spuren der Macht&#8221;, in der Koelbl Spitzenpolitiker &#252;ber Jahre mit der Kamera begleitete, zeigt Koelbl auch hier, was Beruf und Gesellschaft aus einem Menschen machen. Das ist inspirierend und spannend zugleich. Unbedingt anschauen!</p>
<p>Mehr unter <a href="http://dhmd.de/index.php?id=1967">Kleider machen Leute, DHM</a>. </p>
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		<title>Niki de Saint Phalle &#8211; Spiel mit mir!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz & knapp]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Ernst-Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Niki de Saint Phalle]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleiner Ausstellungstipp f&#252;r Niki de Saint Phalle-Fans: Noch bis 3. Juni 2012 pr&#228;sentiert das Max-Ernst-Museum in Br&#252;hl bei K&#246;ln eine umfassende Ausstellung zum Werk der Schweizer K&#252;nstlerin. Mehr bei NIKI DE SAINT PHALLE &#8211; SPIEL MIT MIR auf den Webseiten des Museums.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleiner Ausstellungstipp f&#252;r Niki de Saint Phalle-Fans: Noch bis 3. Juni 2012 pr&#228;sentiert das Max-Ernst-Museum in Br&#252;hl bei K&#246;ln eine umfassende Ausstellung zum Werk der Schweizer K&#252;nstlerin. Mehr bei <a href="http://www.maxernstmuseum.de/fachthema/deutsch/Ausstellungen/niki+de+saint+phalle.htm">NIKI DE SAINT PHALLE &#8211; SPIEL MIT MIR</a> auf den Webseiten des Museums.</p>
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		<title>Regners Wutrede</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Sven Regner sollte eigentlich nur ein kurzes Statement zum Urheberrecht abgeben, daraus wurde eine kurze aber heftige Rede &#252;ber Fairness und die Honorierung k&#252;nstlerischer Arbeit: Interview bei Bayern 2]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Regner sollte eigentlich nur ein kurzes Statement zum Urheberrecht abgeben, daraus wurde eine kurze aber heftige Rede &#252;ber Fairness und die Honorierung k&#252;nstlerischer Arbeit: <a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html">Interview bei Bayern 2</a></p>
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		<title>Landschaften aus dem Baukasten</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 13:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 17. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lorrain]]></category>
		<category><![CDATA[Städel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gem&#228;lde „Ein Seehafen“ (1644) kommt dem Betrachter merkw&#252;rdig vertraut vor und wirkt doch konstruiert. Links sind einige Geb&#228;ude erkennbar, ein bisschen Renaissance-Stil, ein bisschen Barock, zwei Campanile ragen in den Himmel. Am rechten Bildrand rahmt eine Flottille aus Gro&#223;seglern die Szene ein, im Vordergrund herrscht gesch&#228;ftiges Treiben an der Mole. Unwillk&#252;rlich fragt man sich, welchen Hafen der Maler hier wohl verewigt hat. Ist es Venedig oder Marseille? Vielleicht Genua oder Livorno? Nichts von alledem. Das Bild stammt von Claude Gellée den alle wegen seiner Herkunft aus dem kleinen lothringischen Dorf Chamagne nur „Le Lorrain“ nannten. Dort wurde Claude um 1600 geboren. Wenig ist &#252;ber die Jugend des Lothringers bekannt. Die Eltern starben fr&#252;h, sodass er sich alleine durchschlagen musste. Er ging nach Rom und wurde Pastetenb&#228;cker. Ein Zufall lie&#223; ihn eine Anstellung bei dem Maler Agostino Tassi finden, der das Talent des jungen Mannes erkannte und ihn zum Maler ausbildete. Zu seinen fr&#252;hen F&#246;rderern geh&#246;rte auch der niederl&#228;ndische K&#252;nstler Herman van Swanevelt, der im gleichen Haus wohnte. Schnell erfreuten sich Claude Lorrains Gem&#228;lde gro&#223;er Beliebtheit. Kardin&#228;le, F&#252;rsten, europ&#228;ische K&#246;nigsh&#228;user und die P&#228;pste geh&#246;rten zu seinen Kunden. Bald schon konnte Lorrain die Nachfrage nach seinen Bildern kaum noch erf&#252;llen. 250 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gem&#228;lde „Ein Seehafen“ (1644) kommt dem Betrachter merkw&#252;rdig vertraut vor und wirkt doch konstruiert. Links sind einige Geb&#228;ude erkennbar, ein bisschen Renaissance-Stil, ein bisschen Barock, zwei Campanile ragen in den Himmel. Am rechten Bildrand rahmt eine Flottille aus Gro&#223;seglern die Szene ein, im Vordergrund herrscht gesch&#228;ftiges Treiben an der Mole. Unwillk&#252;rlich fragt man sich, welchen Hafen der Maler hier wohl verewigt hat. Ist es Venedig oder Marseille? Vielleicht Genua oder Livorno? Nichts von alledem. </p>
<p>Das Bild stammt von Claude Gellée den alle wegen seiner Herkunft aus dem kleinen lothringischen Dorf Chamagne nur „Le Lorrain“ nannten. Dort wurde Claude um 1600 geboren. Wenig ist &#252;ber die Jugend des Lothringers bekannt. Die Eltern starben fr&#252;h, sodass er sich alleine durchschlagen musste. Er ging nach Rom und wurde Pastetenb&#228;cker. Ein Zufall lie&#223; ihn eine Anstellung bei dem Maler Agostino Tassi finden, der das Talent des jungen Mannes erkannte und ihn zum Maler ausbildete. Zu seinen fr&#252;hen F&#246;rderern geh&#246;rte auch der niederl&#228;ndische K&#252;nstler Herman van Swanevelt, der im gleichen Haus wohnte.<br />
Schnell erfreuten sich Claude Lorrains Gem&#228;lde gro&#223;er Beliebtheit. Kardin&#228;le, F&#252;rsten, europ&#228;ische K&#246;nigsh&#228;user und die P&#228;pste geh&#246;rten zu seinen Kunden. Bald schon konnte Lorrain die Nachfrage nach seinen Bildern kaum noch erf&#252;llen. 250 Gem&#228;lde, 1200 Zeichnungen und 44 Druckgrafiken schuf der K&#252;nstler bis zu seinem Tode im Jahr 1682.</p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/r_Lorrain_Ascanius_1682.jpg"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/r_Lorrain_Ascanius_1682-500x393.jpg" alt="Claude Lorrain (um 1600–1682) Landschaft mit Ascanius, der den Hirsch der Silvia erlegt, 1682 &#214;l auf Leinwand, 120 x 150 cm Ashmolean Museum, Oxford © Ashmolean Museum, University of Oxford" title="Claude Lorrain (um 1600–1682) Landschaft mit Ascanius, der den Hirsch der Silvia erlegt, 1682 &#214;l auf Leinwand, 120 x 150 cm Ashmolean Museum, Oxford © Ashmolean Museum, University of Oxford" width="610" class="size-medium wp-image-1471" /></a>
<p class="bu">Claude Lorrain (um 1600–1682), Landschaft mit Ascanius, der den Hirsch der Silvia erlegt, 1682<br />
&#214;l auf Leinwand, 120 x 150 cm, Ashmolean Museum, Oxford<br />
&copy; Ashmolean Museum, University of Oxford</p>
<p>Anders als bei vielen anderen K&#252;nstlern seiner Zeit nahmen Grafiken und Zeichnungen eine wichtige Stellung in Lorrains Schaffen ein. Stundenlang durchstreifte er die l&#228;ndliche Umgebung Roms und skizzierte Stadtansichten, antike Tempel, Hirtenszenen und Landschaften. Diese Studien nutze er anschlie&#223;end, um daraus Gem&#228;lde zu komponieren. Wie aus dem Baukasten f&#252;gte er einzelne Landschaftsansichten und Geb&#228;ude zusammen.<br />
Zwar erz&#228;hlt Lorrain oft eine mythische oder biblische Geschichte, doch Menschen und G&#246;tter sind nur Staffage, im Mittelpunkt steht die Natur. Wie etwa in seinem letzten Gem&#228;lde „Landschaft mit Ascanius, den Hirsch der Silvia erlegend“ (1682): Im Vordergrund erz&#228;hlt Lorrain Vergils „Aeneis“ entlehnte Geschichte des Ascanius, der den zahmen Hirschen einer Latinerin erlegt, was schlie&#223;lich in einem Krieg zwischen Latinern und Trojanern endet. Den Hintergrund bilden im unteren Drittel eine zeitlos klassische Landschaft mit einem Wald, im Mittelpunkt eine Flusslandschaft und in der oberen H&#228;lfte eine K&#252;stenlandschaft und der Himmel. Nichts l&#228;sst den Betrachter erahnen, dass ein Krieg heraufzieht. Oder doch? Im Hintergrund thront trutzig die Burg der Latiner im Dunst, Ascanius spannt den Bogen, dunkle Wolken ziehen auf.<br />
Meisterhaft verstand Lorrain die Wiedergabe von Licht und spielte mit atmosph&#228;rischen Nuancen. Die Ausgewogenheit der Komposition und das ruhige Miteinander von Mensch und Natur bestimmen seine Bilder. Trotzdem wohnt seinen Bildern eine spannungsvolle  Dynamik inne. Deutlich machte Lorrain dies durch die Technik, Bilder einander gegen&#252;berzustellen, die kompositorische Entsprechungen oder Gegens&#228;tze aufweisen. Oftmals kombinierte der Meister eine arkadische Landschaft mit einer Meeresansicht oder eine morgendliche mit einer abendlichen Szene. So setze Lorrain der l&#228;ndlich gepr&#228;gten „Landschaft mit Ascanius “ das Bild „Ansicht von Karthago mit Dido und Aeneas“ (1675/76) entgegen, eine st&#228;dtische Szene mit Blick auf das Meer.  </p>
<p>Das St&#228;del Museum zeigt in der Ausstellung „Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft“ neben 13 Gem&#228;lden auch &#252;ber 100 Drucke und Zeichnungen. Deutlich wird die Eigenst&#228;ndigkeit der Grafiken. Viele der Motive ver&#228;nderte Lorrain und produzierte nach einzelnen Arbeitsschritten neue Abz&#252;ge. Sein Herz schien daran zu h&#228;ngen. Nur ungern gab er diese Grafiken an Sammler ab und lie&#223; sich allerlei Ausreden einfallen, um sie zu behalten.<br />
Ab 1635 fertigte Lorrain mit dem „Liber Veritatis“ ein spezielles Album mit Zeichnungen seiner Gem&#228;lde an. Anfangs wollte er damit noch ein Werkverzeichnis erschaffen, doch die Arbeiten wurden mehr und mehr zu zeichnerischen Reflexionen der Gem&#228;lde.</p>
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		<title>Gipfeltreffen der Malerstars</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 07:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Basquiat]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskunsthalle]]></category>
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		<description><![CDATA[Die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die letzte gro&#223;e Zeit des wilden Herumexperimentierens in der Kunst. W&#228;hrend in Deutschland die Neue Wilde um Albert Oehlen, A. R. Penck und Martin Kippenberger Leinw&#228;nde in expressive Farbigkeit tauchte, entdeckten die angesagten Galerien New Yorks die vitale und kreative Kunstszene ihrer Stadt neu. F&#252;r junge K&#252;nstler bot New York eine Spielfl&#228;che mit unendlichen M&#246;glichkeiten: Mit den Graffitis holte man die Kunst auf die Stra&#223;e und in hippen Clubs wurden Performances organisiert. In den Ateliers wurden Traditionen radikal hinterfragt. Man war nicht mehr nur einfach Maler, man war auch Schauspieler, Filmemacher, Musiker und Dichter. Junge Wilde wie Keith Haring, Julian Schnabel oder der italienische Transavantgardia-K&#252;nstler Francesco Clemente wurden &#252;ber Nacht zu angesagten Malern, deren Werke schwindelerregende Preise erzielten. Der Shootingstar dieser Zeit war Jean-Michel Basquiat, der als afroamerikanischer Graffiti-K&#252;nstler die New Yorker Kunstwelt aufmischte. Innerhalb weniger Jahre avancierte der in Brooklyn geborene Sohn eines Haitianers und einer Puerto-Ricanerin vom obdachlosen Graffitisprayer zum neuen Helden des Neoexpressionismus. Mit ausdrucksvollen Gesten und narrativem Stil &#252;berzog Basquiat den Malgrund mit Symbolen, Piktogrammen und Kritzeleien. Wie im Rausch malte er aggressive und impulsive Bilder. In den wenigen Jahren seines kurzen Lebens schuf er &#252;ber 1000 Gem&#228;lde und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die letzte gro&#223;e Zeit des wilden Herumexperimentierens in der Kunst. W&#228;hrend in Deutschland die Neue Wilde um Albert Oehlen, A. R. Penck und Martin Kippenberger Leinw&#228;nde in expressive Farbigkeit tauchte, entdeckten die angesagten Galerien New Yorks die vitale und kreative Kunstszene ihrer Stadt neu. F&#252;r junge K&#252;nstler bot New York eine Spielfl&#228;che mit unendlichen M&#246;glichkeiten: Mit den Graffitis holte man die Kunst auf die Stra&#223;e und in hippen Clubs wurden Performances organisiert. In den Ateliers wurden Traditionen radikal hinterfragt. Man war nicht mehr nur einfach Maler, man war auch Schauspieler, Filmemacher, Musiker und Dichter. Junge Wilde wie Keith Haring, Julian Schnabel oder der italienische Transavantgardia-K&#252;nstler Francesco Clemente wurden &#252;ber Nacht zu angesagten Malern, deren Werke schwindelerregende Preise erzielten.</p>
<p>Der Shootingstar dieser Zeit war Jean-Michel Basquiat, der als afroamerikanischer Graffiti-K&#252;nstler die New Yorker Kunstwelt aufmischte.  Innerhalb weniger Jahre avancierte der in Brooklyn geborene Sohn eines Haitianers und einer Puerto-Ricanerin vom obdachlosen Graffitisprayer zum neuen Helden des Neoexpressionismus. Mit ausdrucksvollen Gesten und narrativem Stil &#252;berzog Basquiat den Malgrund mit Symbolen, Piktogrammen und Kritzeleien. Wie im Rausch malte er aggressive und impulsive Bilder. In den wenigen Jahren seines kurzen Lebens schuf er &#252;ber 1000 Gem&#228;lde und Zeichnungen bevor er 1988 im Alter von 27 Jahren an einer &#220;berdosis starb. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/0134.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/0134-500x314.jpg" alt="Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol Drug King 1984 Acryl auf Leinwand 287 x 417 cm Privatsammlung © The Estate of Jean-Michel Basquiat / ADAGP, Paris, 2011 © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc." title="Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol Drug King 1984 Acryl auf Leinwand 287 x 417 cm Privatsammlung © The Estate of Jean-Michel Basquiat / ADAGP, Paris, 2011 © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc." width="500" height="314" class="size-medium wp-image-1463" /></a>
<p class="bu">Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol, Drug King, 1984<br />
Acryl auf Leinwand, 287 x 417 cm, Privatsammlung<br />
© The Estate of Jean-Michel Basquiat / ADAGP, Paris, 2011 und The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.</p>
<p>Ein gro&#223;er Bewunderer Basquiats war Andy Warhol. Der legend&#228;re Star der Pop Art wendete sich nach musikalischen und cineastischen Ausfl&#252;gen Anfang der achtziger Jahre wieder den f&#252;r ihn typischen seriellen Drucken zu. Doch Warhols Konsumkritik langweilte Kritiker und Publikum. Das brachte den Z&#252;rcher Galeristen Bruno Bischofberger 1983 auf die Idee, den alternden K&#252;nstler in Kontakt mit jungen Malern seiner Galerie zu bringen. Der Galerist stellte Clemente, Basquiat und Warhol einander vor und schlug ihnen eine Serie von gemeinsamen Werken vor. Die K&#252;nstler waren von der Idee angetan.<br />
Jeder sollte mit vier Gem&#228;lden und einer Zeichnung beginnen und diese an die Kollegen weiterreichen, die dann ihrerseits eigene Details hinzuf&#252;gen sollten. Zwischen 1983 und 1985 entstanden so 15 gro&#223;formatige Arbeiten. Warhol setzte meist Siebdrucke von Alltagsgegenst&#228;nden ein, Clemente f&#252;gte einige Figurengruppen hinzu und Basquiat erg&#228;nzte Kritzeleien und Textcollagen oder aggressive Figuren mit maskenhaften Gesichtern in starken Farben.<br />
In den Bildern trafen die unterschiedlichen Temperamente der drei mit brachialer Wucht aufeinander. Da ist Warhol, der mit seiner seriellen Grafik emotionslos Motive aus Alltagskultur und Massenmedien zitierte, der sanfte Clemente, der auf der Suche nach Spiritualit&#228;t mystische, fast surreale Werke schuf und Basquiat der hoch emotional die Leinwand traktierte.</p>
<p>Die Ergebnisse dieser ungew&#246;hnlichen Zusammenarbeit sind nun in der Ausstellung „Ménage à trois“ in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Gezeigt werden nicht nur acht der f&#252;nfzehn entstandenen „Collaborations“, sondern auch zahlreiche Einzelwerke der drei, um die individuellen Anteile der K&#252;nstler an den gemeinsamen Arbeiten zu verdeutlichen. Jeder Maler erhielt in der Ausstellung zwei eigene R&#228;ume mit charakteristischen Werken. In weiteren S&#228;len wird bei den Koproduktionen dann die gegenseitige Beeinflussung der K&#252;nstler sichtbar, insbesondere die 23 ausgestellten Arbeiten von Warhol und Basquiat sind Beweis der fruchtbaren Zusammenarbeit. Nach zwei Jahrzehnten begann Warhol wieder von Hand zu malen, w&#228;hrend Basquiat mit dem Siebdruck experimentierte.<br />
Ausdrucksstark sind die Bilder immer dann, wenn die K&#252;nstler aufeinander eingehen, wie etwa in „Third Eye“ (Drittes Auge, 1985) in dem Warhol die anatomische Zeichnung Basquiats mit Preisschildern einer Metzgerei kontert. Der Auseinandersetzung mit Leben und Tod wird so die Kommerzialisierung des K&#246;rpers durch die Werbung entgegengesetzt. Basquiat antwortete mit einer weiteren &#220;berarbeitung und zus&#228;tzlichen Symbolen, die Warhols Aussage noch verst&#228;rken.<br />
Leider hatte die Zusammenarbeit aber auch ihre Grenzen. Zu deutlich ist die Handschrift von Basquiat, seltsam schwach wirkt der Einfluss von Warhol und Clemente. Es fehlte wohl am gemeinsamen Kompositionswillen und so wirken viele Bilder wie zusammengest&#252;ckelte Fragmente der drei Beteiligten. Aber auch wenn die Bilder Schw&#228;chen haben, k&#252;nstlerisch war die Zusammenarbeit ein Gl&#252;cksfall, genau so wie sehenswerte Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn.</p>
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		<title>Englands Sch&#228;tze zu Gast in Bonn</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 16:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskunsthalle]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria & Albert Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten Besucher des neuen Kunstgewerbemuseums im Londoner Stadtteil South Kensington staunten 1857 nicht schlecht. Es gab Garderoben, Restaurants und sogar Toiletten, Gasleuchten erm&#246;glichten &#214;ffnungszeiten bis in den sp&#228;ten Abend. Erstmals durfte die Unterschicht jederzeit ein britisches Museum betreten – ein Designmuseum f&#252;r alle sollte es sein. Auch in den Ausstellungss&#228;len hatte das neue Haus einiges zu bieten: Tapeten aus Frankreich, Mode aus Italien, M&#246;bel aus Deutschland und Maschinen aus dem eigenen Land. Initiator des neuen Museums war der kunstbesessene Ehemann von Queen Victoria, Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Er hatte 1851 die Idee, eine Weltausstellung in London zu organisieren, um den Einfluss von Wissenschaft und Kunst auf die Industrie zu steigern. Au&#223;erdem erhoffte sich das K&#246;nigshaus einen positiven Effekt f&#252;r den Freihandel. Der Ausstellungsort im Londoner Hyde Park war ein Beweis der architektonischen und industriellen F&#228;higkeiten des britischen K&#246;nigreichs. Der Kristallpalast war ein &#252;berdimensionales Gew&#228;chshaus aus Stahl- und Glas-Fertigteilen. In der 560 Meter langen und 137 Meter breiten Halle wurden &#252;ber 100.000 technische Erfindungen und kunsthandwerkliche Erzeugnisse gezeigt. Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Die Leistungsschau war mit sechs Millionen Besuchern so erfolgreich, dass Albert sich entschloss, ein Museum zu gr&#252;nden, das sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ersten Besucher des neuen Kunstgewerbemuseums im Londoner Stadtteil South Kensington staunten 1857 nicht schlecht. Es gab Garderoben, Restaurants und sogar Toiletten, Gasleuchten erm&#246;glichten &#214;ffnungszeiten bis in den sp&#228;ten Abend. Erstmals durfte die Unterschicht jederzeit ein britisches Museum betreten – ein Designmuseum f&#252;r alle sollte es sein. Auch in den Ausstellungss&#228;len hatte das neue Haus einiges zu bieten: Tapeten aus Frankreich, Mode aus Italien, M&#246;bel aus Deutschland und Maschinen aus dem eigenen Land. </p>
<p>Initiator des neuen Museums war der kunstbesessene Ehemann von Queen Victoria, Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Er hatte 1851 die Idee, eine Weltausstellung in London zu organisieren, um den Einfluss von Wissenschaft und Kunst auf die Industrie zu steigern. Au&#223;erdem erhoffte sich das K&#246;nigshaus einen positiven Effekt f&#252;r den Freihandel.<br />
Der Ausstellungsort im Londoner Hyde Park war ein Beweis der architektonischen und industriellen F&#228;higkeiten des britischen K&#246;nigreichs. Der Kristallpalast war ein &#252;berdimensionales Gew&#228;chshaus aus Stahl- und Glas-Fertigteilen. In der 560 Meter langen und 137 Meter breiten Halle wurden &#252;ber 100.000 technische Erfindungen und kunsthandwerkliche Erzeugnisse gezeigt. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/FE00021-010.jpg" rel="lightbox" title="Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/FE00021-010-500x207.jpg" alt="Ausstellungsansicht Foto: David Ertl © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland" title="Ausstellungsansicht Foto: David Ertl © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland" width="500" height="207" class="size-medium wp-image-1454" /></a></p>
<p class="bu">Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl<br />
© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland</p>
<p>Die Leistungsschau war mit sechs Millionen Besuchern so erfolgreich, dass Albert sich entschloss, ein Museum zu gr&#252;nden, das sich ganz dem Erwerb und der Pr&#228;sentation kunsthandwerklicher Objekte widmen sollte. Das neue Haus sollte Schule des &#246;ffentlichen Geschmacks sein und Kunsthandwerkern, K&#252;nstlern und Architekten Anregung und Inspiration bieten.<br />
Mit dem finanziellen Gewinn aus der Weltausstellung erwarb Albert ein 35 Hektar gro&#223;es Grundst&#252;ck im Herzen Londons und erbaute ein Kulturviertel, zu dem auch das neue South Kensington Museum geh&#246;rte. Neben der kunstgewerblichen Sammlung mit M&#246;beln und Einrichtungsgegenst&#228;nden, Schmuck und Porzellan zeigte man Gem&#228;lde und Skulpturen des Mittelalters und der Renaissance und gr&#252;ndete die erste Kunstbibliothek der Welt. Das Museum erwarb auch Maschinen und stellte die Herstellungsprozesse industrieller Produkte nach. In einem „Schreckenskabinett“ wurden Geschmacksverirrungen pr&#228;sentiert, um dem Bildungsauftrag gerecht zu werden.<br />
Bald schon  konnte man Ausstellungsst&#252;cke aus allen Teilen der Welt bewundern. K&#246;nigin Victoria &#252;bergab dem Museum diplomatische Geschenke, darunter japanische und chinesische Objekte, aber auch islamische Kunst.  Als die britische Ostindien-Kompanie aufgel&#246;st wurde, erwarb das Haus weitere 19.000 Exponate und auf den Weltausstellungen der folgenden Jahre erstand man weitere herausragende Designbeispiele. Ende des 19. Jahrhunderts platze das Museum aus allen N&#228;hten.</p>
<p>1899 legte K&#246;nigin Victoria den Grundstein f&#252;r einen Neubau. Im Gedenken an ihren inzwischen verstorbenen Gemahl sollte das Museum nun „Victoria and Albert Museum“ hei&#223;en. Der Bau im Neorenaissance-Stil ist bis heute Sitz der Sammlung. Rund 15 Kilometer muss man zur&#252;cklegen, will man alle R&#228;ume besuchen und alle ausgestellten Exponate sehen. Insgesamt t&#252;rmen sich in den Ausstellungss&#228;len und dem Depot heute mehr als zwei Millionen Gegenst&#228;nde.<br />
Erstmalig &#246;ffnete das V&#038;A nun seine Schatzkammer f&#252;r ein anderes Museum und verlieh ein Konvolut von 400 St&#252;cken an die Bundeskunsthalle in Bonn. 100 weitere Leihgaben erg&#228;nzen die Ausstellung „Art and Design for All“ – Kunst und Design f&#252;r alle. Das Spektrum reicht von einem Eichenschrank im gotischen Stil &#252;ber Mode, Keramik, Porzellan, Fotografien und Gem&#228;lde bis zum silbernen Toasthalter aus den 1880er Jahren, der es mit heutigem Design durchaus aufnehmen kann.<br />
 Auf einem Rundgang in 16 Kapiteln dokumentiert die Kunsthalle die Entstehung des gr&#246;&#223;ten Kunstgewerbemuseums der Welt von der Weltausstellung &#252;ber die Vorg&#228;ngerinstitutionen bis zum heutigen Museum und untersucht dessen Einfluss. Leider hat das Londoner Museum sein gr&#246;&#223;tes Kapital, eine prachtvolle Sammlung von Gem&#228;lden von William Turner und John Constable nicht herausger&#252;ckt. Die reich best&#252;ckte Ausstellung ist trotzdem ein nettes Appetith&#228;ppchen, das Lust auf eine Reise in die heiligen Hallen des Victoria and Albert Museums macht.</p>
<p><em>Bis 15. April 2012 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Zur Ausstellung erschien ein reich bebilderter Katalog zum Preis von 32 Euro</em></p>
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		<title>Ein Laster namens Surrealismus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Fondation beyeler]]></category>
		<category><![CDATA[Surrealismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tiger springt aus dem Maul eines Tigers der aus einem Fisch springt, der aus einem Granatapfel springt. Dem w&#252;tenden Tier voran fliegt ein Gewehr mit aufgestecktem Bajonett auf eine liegende Nackte zu, die ganz entspannt auf einer Erdscholle in einem unendlichen Ozean ruht. Im Hintergrund ein wei&#223;er Elefant mit einem Obelisken auf dem R&#252;cken auf meterhohen stelzenartigen Spinnenbeinen. Ein Kreislauf aus Geburt, Leben und Tod, gew&#252;rzt mit einer Prise m&#228;nnlicher Potenz und Begierde und weiblicher Anmut. Im Vordergrund umschwirrt eine Biene einen schwebenden Granatapfel. Diesen wahnwitzigen Traum in sch&#246;nsten Farben malte Dalí und er gilt vielen als eine der Ikonen des Surealismus. Dabei war Dalí von Breton, dem Anf&#252;hrer der surrealistischen Bewegung, l&#228;ngst verbannt worden als er das Bild malte, weil er sich den dogmatischen Regeln des Surrealismus nicht unterwerfen wollte. Salvador Dalí, Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Erwachen, 1944 &#214;l auf Holz, 51&#215;41cm Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Foto: © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © 2011, Fundació Gala-Salvador Dalí / ProLitteris, Z&#252;rich F&#252;r Breton war „das Laster namens Surrealismus [&#8230;] der z&#252;gellose leidenschaftliche Gebrauch der Droge Bild.“ Fast vergessen ist inzwischen, dass die Surrealisten der ersten Stunde vor allem Literaten waren, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Tiger springt aus dem Maul eines Tigers der aus einem Fisch springt, der aus einem Granatapfel springt. Dem w&#252;tenden Tier voran fliegt ein Gewehr mit aufgestecktem Bajonett auf eine liegende Nackte zu, die ganz entspannt auf einer Erdscholle in einem unendlichen Ozean ruht. Im Hintergrund ein wei&#223;er Elefant mit einem Obelisken auf dem R&#252;cken auf meterhohen stelzenartigen Spinnenbeinen. Ein Kreislauf aus Geburt, Leben und Tod, gew&#252;rzt mit einer Prise m&#228;nnlicher Potenz und Begierde und weiblicher Anmut. Im Vordergrund umschwirrt eine Biene einen schwebenden Granatapfel. Diesen wahnwitzigen Traum in sch&#246;nsten Farben malte Dalí und er gilt vielen als eine der Ikonen des Surealismus. Dabei war Dalí von Breton, dem Anf&#252;hrer der surrealistischen Bewegung, l&#228;ngst verbannt worden als er das Bild malte, weil er sich den dogmatischen Regeln des Surrealismus nicht unterwerfen wollte. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/reve_dali.jpg"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/reve_dali-315x400.jpg" alt="Salvador Dalí, Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Erwachen, 1944, &#214;l auf Holz, 51x41cm Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Foto: © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © 2011, Fundació Gala-Salvador Dalí / ProLitteris, Z&#252;rich" title="Salvador Dalí, Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Erwachen,1944, &#214;l auf Holz, 51x41cm Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Foto: © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © 2011, Fundació Gala-Salvador Dalí / ProLitteris, Z&#252;rich" width="315" height="400" class="size-medium wp-image-1414" rel="lightbox" /></a>
<p class="bu">Salvador Dalí, Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Erwachen, 1944<br />
&#214;l auf Holz, 51&#215;41cm Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid<br />
Foto: © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © 2011, Fundació Gala-Salvador Dalí / ProLitteris, Z&#252;rich</p>
<p>F&#252;r Breton war „das Laster namens Surrealismus  [&#8230;] der z&#252;gellose leidenschaftliche Gebrauch der Droge Bild.“ Fast vergessen ist inzwischen, dass die Surrealisten der ersten Stunde vor allem Literaten waren, die von den Albernheiten des Dadaismus genug hatten. Man wollte der K&#228;lte der Nachkriegsgesellschaft nicht mehr nicht mehr l&#228;nger mit Bl&#246;delei entgegnen, sondern die Gesellschaft und ihre Menschen aktiv ver&#228;ndern. Breton udn seine Kollegen wollten das Unwirkliche und Traumhafte in der Kunst verankern und den durch die Logik begrenzten menschlichen Erfahrungsbereich durch das Fantastische und Absurde erweitern. Geschehen sollte das mittels der „Écriture automatique“, dem automatischen Schreiben. Dazu sollte der Verstand ausgeschaltet werden und m&#246;glichst automatisch ohne Nachdenken geschrieben werden, um die Tiefen menschlichen Bewusstseins sichtbar zu machen. Schnell kamen zu den Literaten auch K&#252;nstler hinzu. Dalí, Magritte, Miró, Masson und Max Ernst, selbst Picasso lie&#223; sich von der surrealistischen Gedankenwelt inspirieren. </p>
<p>Die Fondation Beyeler in Basel zeigt nun in einer grandiosen Ausstellung die Geschichte des Surealismus. Das Hauptaugenmerk legt die Ausstellung auf Dalí, Miró und Magritte, deren Malstil beispielhaft f&#252;r die beiden Richtungen des Surrealismus steht. Dalí malt in hyperrealistischer Malweise absurdeste Traumsequenzen. Magritte hingegen vereinte in seinem realistischen Malstil gegens&#228;tzliche Dinge, wie etwa die wundersch&#246;ne Pfeife unter der steht, das dies keine Pfeife sei. Und schlie&#223;lich Míro, der mit seinen kryptischen Symbolwelten die Écriture automatique visuell perfekt umsetzte. </p>
<p>Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Surrealismus zu seinen Glanzzeiten im Paris der 1920er und 1930er Jahre, bevor die Protagonisten dann vor dem Krieg in die USA fl&#252;chteten. Neben den Gem&#228;lden sind auch Zeichnungen, Fotos, Briefe und handschriftliche Notizen ausgestellt. Neben den drei Malern sind auch Vorl&#228;ufer zu sehen, aber auch weitere Maler, Lyriker und Schriftsteller und die wichtigsten F&#246;rderer und Sammler des Surrealismus, insbesondere Peggy Guggenheim. Keine andere pr&#228;gte den Surrealismus als Sammlerin so sehr wie sie. Sie f&#246;rderte die K&#252;nstler, folgte ihnen in das Exil in den USA, bis die engen Bande zu Bruch gingen und Guggenheim sich den Abstrakten Expressionisten zuwandte.</p>
<p>290 Exponate hat die Fondation Beyeler zusammengetragen und l&#228;sst die Besucher ganz in die Welt des Surrealismus eintauchen. Zur Ausstellung erschien ein wissenschaftlicher Katalog mit umfangreichem Bildmaterial &#8211; ein Kauf lohnt sich.  </p>
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		<title>Hommage an die K&#252;nstlerinnen der Avangarde</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 16:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Cahun]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Die andere Seite des Mondes]]></category>
		<category><![CDATA[Dora Maar]]></category>
		<category><![CDATA[Florence Henri]]></category>
		<category><![CDATA[Germaine Dulac]]></category>
		<category><![CDATA[Hannah Höch]]></category>
		<category><![CDATA[Katarzyna Kobro]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstsammlung NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Taeubner-Arp und Sonia Delaunay]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Name Dora Maar ist vor allem mit Pablo Picasso verbunden. Von 1936 bis 1943 war Maar Muse, Modell und Geliebte Picassos. Doch Mitte der 1930er Jahre hatte Maar sich l&#228;ngst einen eigenen Namen als Fotografin gemacht und verkehrte in K&#252;nstlerkreisen. Trotzdem wurde sie nach 1936 kaum noch als eigenst&#228;ndige K&#252;nstlerin wahrgenommen, sie war die Frau an Picassos Seite, Gegenstand vieler seiner Gem&#228;lde und die Fotografin, die die Entstehung seiner Werke dokumentierte. Bis heute ist Dora Maar nur eingefleischten Kunstkennern als eigenst&#228;ndige K&#252;nstlerin bekannt. Eine Ausstellung in D&#252;sseldorf will das &#228;ndern. „Die andere Seite des Mondes. K&#252;nstlerinnen der Avantgarde“ l&#228;sst acht K&#252;nstlerinnen der 1920er und 1930er Jahre ins Rampenlicht treten. Diese Zeit war gepr&#228;gt von heftigen gesellschaftlichen und politischen Umbr&#252;chen. Die Frauenbewegung war stark geworden, Frauen verlangten politische und gesellschaftliche Teilhabe und riefen nach sexueller Selbstbestimmung. Vorgestellt werden neben Dora Maar auch Hannah H&#246;ch, Sophie Taeubner-Arp und Sonia Delaunay und die weniger bekannten Claude Cahun, Florence Henri, Katarzyna Kobro und Germaine Dulac. Sie alle hatten sich den radikalen Kunstbewegungen jener zeit angeschlossen, dem Surrealismus, dem Dadaismus oder dem Konstruktivismus. Sie alle zeichnen sich durch Unabh&#228;ngigkeit, Offenheit und Selbstbewusstsein aus. Alle acht hatten ein Gesp&#252;r f&#252;r Themen und Trends ihrer Zeit. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name Dora Maar ist vor allem mit Pablo Picasso verbunden. Von 1936 bis 1943 war Maar Muse, Modell und Geliebte Picassos. Doch Mitte der 1930er Jahre hatte Maar sich l&#228;ngst einen eigenen Namen als Fotografin gemacht und verkehrte in K&#252;nstlerkreisen. Trotzdem wurde sie nach 1936 kaum noch als eigenst&#228;ndige K&#252;nstlerin wahrgenommen, sie war die Frau an Picassos Seite, Gegenstand vieler seiner Gem&#228;lde und die Fotografin, die die Entstehung seiner Werke dokumentierte. Bis heute ist Dora Maar nur eingefleischten Kunstkennern als eigenst&#228;ndige K&#252;nstlerin bekannt.</p>
<p>Eine Ausstellung in D&#252;sseldorf will das &#228;ndern. „Die andere Seite des Mondes. K&#252;nstlerinnen der Avantgarde“ l&#228;sst acht K&#252;nstlerinnen der 1920er und 1930er Jahre ins Rampenlicht treten. Diese Zeit war gepr&#228;gt von heftigen gesellschaftlichen und politischen Umbr&#252;chen. Die Frauenbewegung war stark geworden, Frauen verlangten politische und gesellschaftliche Teilhabe und riefen nach sexueller Selbstbestimmung.</p>
<p>Vorgestellt werden neben Dora Maar auch Hannah H&#246;ch, Sophie Taeubner-Arp und Sonia Delaunay und die weniger bekannten Claude Cahun, Florence Henri, Katarzyna Kobro und Germaine Dulac. Sie alle hatten sich den radikalen Kunstbewegungen jener zeit angeschlossen, dem Surrealismus, dem Dadaismus oder dem Konstruktivismus. Sie alle zeichnen sich durch Unabh&#228;ngigkeit, Offenheit und Selbstbewusstsein aus. Alle acht hatten ein Gesp&#252;r f&#252;r Themen und Trends ihrer Zeit. Vor allem die Rolle der Frau in der Gesellschaft war ihr Thema, aber auch &#228;sthetische Fragen in der aktuellen Kunst waren ma&#223;gebliche Themen vieler K&#252;nstlerinnen. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Hannah_Hoech_Siebenmeilenstiefel.jpg" title="Hannah H&#246;ch, Siebenmeilenstiefel, um 1934, Photomontage, 22,9 x 32,29 cm, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, © VG Bild-Kunst, Bonn 2011, Foto: Christoph Irrgang Foto: © VG Bild-Kunst" rel="lightbox"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Hannah_Hoech_Siebenmeilenstiefel-412x400.jpg" alt="Hannah H&#246;ch, Siebenmeilenstiefel, um 1934, Photomontage, 22,9 x 32,29 cm, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, © VG Bild-Kunst, Bonn 2011, Foto: Christoph Irrgang Foto: © VG Bild-Kunst" title="Hannah Hoech, Siebenmeilenstiefel, 1934" width="412" height="400" class="size-medium wp-image-1405" /></a>
<p class="bu">Hannah H&#246;ch, Siebenmeilenstiefel, um 1934, <br />Photomontage, 22,9 x 32,29 cm, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett<br />
Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2011, Foto: Christoph Irrgang, © Kunstsammlung NRW</p>
<p>So fortschrittlich die Avantgarde in Europa und en USA auch war, Frauen hatten es schwer und wurden im besten Falle skeptisch betrachtet oder milde bel&#228;chelt. Die Ankaufspolitik der Museen wurde von M&#228;nnern verantwortet und so wundert es kaum, dass nur selten Werke der K&#252;nstlerinnen angekauft wurden.</p>
<p>Hannah H&#246;ch z&#228;hlte zu den Pionierinnen des Dadaismus. Sie hatte mit Raoul Haussmann den Dadaismus in Berlin mitbegr&#252;ndet, ihre zeitkritischen Collagen wurden zum Markenzeichen des Dadaismus. Auch Sonia Delaunay war eine Pionierin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Robert Delauney entwickelte sie den Orphismus, eine aus dem Kubismus entstandene Stilrichtung der Malerei, bei der Farbkreise aus Kontrastfarben zusammengesetzt wurden. Auch Sophie Taeubner-Arp hatte mit Hans Arp einen bekannten K&#252;nstler als Ehemann. Sie stand dem Dadaismus nahe und verkn&#252;pfte diesen mit geometrisch-abstrakter Kunst und wurde zu einer der ersten Vertreterinnen der konkreten Kunst in Europa.</p>
<p>Gro&#223;en Respekt als Schriftstellerin genoss Claude Cahun in den Kreisen der Surrealisten. Ihre surrealistischen Fotografien gelten heute als radikalste &#196;u&#223;erungen weiblicher Identit&#228;t in den 1930er Jahren. Cahun inszenierte sich darin als androgynes Wesen in einer surrealen Welt.</p>
<p>Besonders interessant sind aber die meist streng geometrischen Skulpturen der Bildhauerin Katarzyna Kobro, deren Ausstellung eine kleine Sensation ist, denn eigentlich d&#252;rfte ihr Werk gar nicht mehr vorhanden sein.  In Polen versuche Kobro, ein Museum f&#252;r Moderne Kunst in Lodz aufzubauen. Ferdinand Léger, Max Ernst und Sonia Delauney stifteten Werke, doch der Einmarsch der Nationalsozialisten machte diesem Unterfangen eine Strich durch die Rechnung. Kobros Werk wurde im Krieg in alle Winde verstreut und zerst&#246;rt. Sie selbst musste ihre Holzskulpturen verbrennen, um kochen und heizen zu k&#246;nnen. Nur sechs Jahre nach Kriegsende starb sie verarmt und vergessen in einer Einrichtung f&#252;r unheilbar Kranke. </p>
<p>Der Besucher betritt die Ausstellung durch eine originalgetreue Rekonstruktion von Sophie Taeubner-Arps „Bar Aubette“ aus den Jahren 1926 bis 1928. Die mit abstrakten Kompositionen aus unterschiedlich farbigen Rechtecken ausgekleidete Bar stand einst in Stra&#223;burg. Anders als ihre m&#228;nnlichen Kollegen waren viele K&#252;nstlerinnen auch an der praktischen Anwendung ihrer Kunst interessiert. Delaunay verarbeitete ihre Muster zu Modedesigns, Kobro schuf architektonische Modelle.</p>
<p>Die K&#252;nstlerinnen waren hervorragend vernetzt. Sie waren in unterschiedlichen K&#252;nstlergruppen engagiert und kamen aus ganz Europa und doch hielten sie Kontakt. So waren Sonia Delauney und Sophie Taeubner-Arp eng befreundet und fuhren auch gemeinsam in Urlaub. Auch Florence Henri war mit den beiden gut bekannt. Man traf sich, schrieb sich Briefe und begutachtete das Werk der Kolleginnen.</p>
<p>230 Werke hat die Kunstsammlung NRW zusammen getragen, ein riesiges Konvolut. Direktorin Monika Ackermann und Kuratorin Susanne Meyer-B&#252;ser ist eine tolle Schau gelungen, leider werden die K&#252;nstlerinnen in jeweils eigenen Kabinetten pr&#228;sentiert. Sch&#246;ner und  aufschlussreicher w&#228;re es gewesen, wenn man die Werke einander gegen&#252;bergestellt h&#228;tte, um die gegenseitige Einflussnahme deutlicher erkennen zu k&#246;nnen und erkennen zu k&#246;nnen dass es einen regen Austausch und auch eine Beeinflussung gab. So muss man im reich bebilderten Katalog schm&#246;kern und die Lebensl&#228;ufe der K&#252;nstlerinnen verfolgen. </p>
<p>Weitere Infos: <a href="http://www.kunstsammlung.de">Kunstsammlung NRW</a></p>
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		<title>Neue Online-Datenbank zu den Gro&#223;en Deutschen Kunstausstellungen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 17:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Große Deutsche Kunstausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>

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		<description><![CDATA[M&#252;nchen war zur Zeit des Nationalsozialismus deutsche Hauptstadt der Kunst. W&#228;hrend in der Galerie am Hofgarten &#8220;entartete Kunst&#8221; gezeigt wurde, war das Haus der Kunst von 1937 bis 1944 Ausstellungsort der Gro&#223;en Deutschen Kunstausstellung, der j&#228;hrlichen Leistungsschau deutscher K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler von Hitlers Gnaden. Seit Ende Oktober ist nun die Website GDK-research.de online, eine Datenbank mit umfangreichem Material zu den Kunstausstellungen. Man kann dort Bilder und Informationen zu den Ausstellungen und Werken abrufen. Das Projekt, das mit 500.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeisnchaft gef&#246;rdert wurde, wurde vom Zentralinstitut f&#252;r Kunstgeschichte in M&#252;nchen, Zentralinstitut f&#252;r Kunstgeschichte, M&#252;nchen, dem Haus der Kunst und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin initiiert. Eine wahre Fundgrube f&#252;r wWissenschaftler und Initeressierte. Website: www.gdk-research.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M&#252;nchen war zur Zeit des Nationalsozialismus deutsche Hauptstadt der Kunst. W&#228;hrend in der Galerie am Hofgarten &#8220;entartete Kunst&#8221; gezeigt wurde, war das Haus der Kunst von 1937 bis 1944 Ausstellungsort der <em>Gro&#223;en Deutschen Kunstausstellung</em>, der j&#228;hrlichen Leistungsschau deutscher K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler von Hitlers Gnaden. Seit Ende Oktober ist nun die Website GDK-research.de online, eine Datenbank mit umfangreichem Material zu den Kunstausstellungen. Man kann dort Bilder und Informationen zu den Ausstellungen und Werken abrufen. Das Projekt, das mit 500.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeisnchaft gef&#246;rdert wurde, wurde vom Zentralinstitut f&#252;r Kunstgeschichte in M&#252;nchen, Zentralinstitut f&#252;r Kunstgeschichte, M&#252;nchen, dem Haus der Kunst und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin initiiert. Eine wahre Fundgrube f&#252;r wWissenschaftler und Initeressierte.  </p>
<p>Website: <a href="http://www.gdk-research.de">www.gdk-research.de</a></p>
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		<title>Weggeschrubbte Kippenberger-Installation</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 08:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln: Im Dortmunder Ostwall-Museum widmete sich eine Putzfrau der Installation des K&#252;nstlers Martin Kippenberger &#8211; mit &#220;bereifer. Als sie einen milchigen Kalkrand weggeschrubbt hatte, war das 800.000-Euro-Werk blitzeblank, aber f&#252;r immer zerst&#246;rt. Bei Spiegel Online weiter lesen >>> Ja, Kunst lebt auch von Zuschreibungen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln: Im Dortmunder Ostwall-Museum widmete sich eine Putzfrau der Installation des K&#252;nstlers Martin Kippenberger &#8211; mit &#220;bereifer. Als sie einen milchigen Kalkrand weggeschrubbt hatte, war das 800.000-Euro-Werk blitzeblank, aber f&#252;r immer zerst&#246;rt.</p>
<p><a href ="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,795709,00.html">Bei Spiegel Online weiter lesen >>></a></p>
<p>Ja, Kunst lebt auch von Zuschreibungen!</p>
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