360° ist ein Informationsangebot im Internet. 360° wird als so genannter Weblog geführt und widmet sich dem Thema Kunst.
Autor ist der Journalist und Kunstkritiker Bülent Gündüz. Ich berichte unabhängig, unbeeinflusst und frei von politischen oder wirtschaftlichen Interessen Dritter. Mein Ziel ist es, einen möglichst hohen Lesernutzen zu stiften. Unabdingbare Voraussetzung ist dafür meine journalistische Unabhängigkeit, die wiederum die Glaubwürdigkeit begründet.
Ich wollte es Menschen, die sich für Kunst interessieren, ermöglichen, möglichst viel zu erfahren, ohne dafür zahlen zu müssen oder mit Werbung zugekleistert zu werden. 360° soll den LeserInnen echten Mehrwert bieten: Ausstellungsrezensionen, Neuentdeckungen, Tipps und Nachrichten aus der Kunstwelt. 360° will Kunst erklären und Sehenswertes weitergeben – also Führer durch den Kunstdschungel sein und das quer druch alle Epochen, wenn auch mit deutlichem Übergewicht für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Das Feuilleton lässt die Kunst zunehmend links liegen, allein der Kunstmarkt-Hype scheint wirklich berichtenswert, genauso wie die Supermegawichtig-Austellungen, die zwar langweilig und wertlos sind, aber die Massen anlocken. Kunstzeitschriften sind in Deutschland Mangelware, ganz anders als in Frankreich, den USA oder Großbritannien. Und das Fernsehen? Zwar gibt es Kultursendungen, die auch über Kunst berichten, aber es gibt kein einziges Magazin, das sich ausschließlich der Kunst widmet – aber Theatermagazine, Literatursendungen, Musiksendungen und Konzerte.
Ich habe nach einem Form gesucht, diesen Mangel mit qualitativ hochwertigen Journalismus und Kunstkritik zu beheben und mit meiner Leidenschaft für Kunst anzustecken. Gesucht habe ich nach einer Möglichkeit, ohne großen Aufwand und mit möglichst hohem Nutzwert zu schreiben, ohne das meine berufliche Arbeit als Kritiker leidet. Ein Blog mit all seinen Möglichkeiten und multimedialen Mitteln schien mir dafür geradezu ideal geeignet.
Und alle Ausstellungen wurden auch tatsächlich besucht?
Im Allgemeinen ja. Die Ausstellungen im deutschsprachigen Raum und im nahen Ausland habe ich selbst gesehen, die im weiteren Ausland meistens nicht, insofern sind diese eher als Tipps zu sehen. Ich besuche Ausstellungen in der Regel nicht während der Presse-Vorbesichtigungen, sondern im regulären Ausstellungsbetrieb, weil ich glaube, dass das Flair ein anderes ist. Auch Galerien besichtige ich “inkognito”, d.h. ich gebe mich nicht als Kritiker oder Pressevertreter zu erkennen.
Warum ist negative Kritik so selten?
Das ist ganz einfach: Meine Zeit ist mir zu schade, um über schlechte Kunst zu schreiben. Nur wenn mich etwas wirklich ärgert oder ich enttäuscht bin, gehe ich darauf ein. Ich möchte einfach nach den wahren Glückmomenten in der Kunst suchen und Avantgarde als Wegweiser nutzen. Dabei versuche ich immer objektiv zu sein, also unabhängig, unvoreingenommen und sachlich. Trotzdem enthält natürlich jede Kritik meine subjektive Meinung, die es gilt, argumentativ zu verteidigen.
Warum sind manchmal plötzlich die Bilder aus den Artikeln verschwunden?
Das deutsche Urheberrecht schützt künstlerische Werke – bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Die Abbildung solcher Werke ist nur zur konkreten Berichterstattung erlaubt und auch nur in einem engen Zeitrahmen um eine Ausstellung herum. Vier bis sechs Wochen nach dem Ende der Ausstellung werden die Abbildungen der Werke daher von mir entfernt.