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	<title>360° &#187; 2008</title>
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		<title>Gerhard Richter in Wien und Duisburg</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Albertina]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum Küppersmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964 &#169; Sammlung Str&#246;her Wer die Ausstellung &#8220;Gerhard Richter &#8211; Bilder aus privaten Sammlungen&#8221; im Museum Sammlung Frieder Burder nicht sehen konnte, hat jetzt in der Wiener Albertina bis zum 03. Mai 2009 die M&#246;glichkeit, dies nachzuholen. Anschlie&#223;end ist die Ausstellung im Duisburger Museum K&#252;ppersm&#252;hle zu sehen. In Wien hei&#223;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/1232606861384.jpg" rel="lightbox" title="Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964, Sammlung Str&#246;her"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/1232606861384-500x374.jpg" alt="Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964, Sammlung Str&#246;her" title="Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964, Sammlung Str&#246;her" width="500" height="374" class="alignnone size-medium wp-image-830" /></a></p>
<p class="bu">Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964<br />
&copy; Sammlung Str&#246;her</p>
<p>Wer die Ausstellung &#8220;Gerhard Richter &#8211; Bilder aus privaten Sammlungen&#8221; im Museum Sammlung Frieder Burder nicht sehen konnte, hat jetzt in der Wiener <a href="http://www.albertina.at" target="_blank">Albertina</a> bis zum 03. Mai 2009 die M&#246;glichkeit, dies nachzuholen. Anschlie&#223;end ist die Ausstellung im Duisburger <a href="http://www.museum-kueppersmuehle.de/" target="_blank">Museum K&#252;ppersm&#252;hle</a> zu sehen. In Wien hei&#223;t die Ausstellung allerdings &#8220;Gerard Richter. Retrospektive&#8221; und in der Tat darf man das so sehen. Die bildgewaltige Ausstellung, ohnehin schon reichlich und retrospektiv best&#252;ckt, wurde in &#214;sterreich durch weitere Leihgaben einer &#246;sterreichischen Privatsammlung erg&#228;nzt, so dass ein &#220;berblick &#252;ber das Gesamtwerk des bedeutenden K&#252;nstlers m&#246;glich ist. Die Albertina zeigt neben 70 Gem&#228;lden auch bedeutende Werkbl&#246;cke seiner Aquarelle und Zeichnungen. Die Ausstellung wandert dann wieder in reduziertem, aber immer noch sehenswerten Umfang nach Duisburg (22. Mai bis 23. August 2009).</p>
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		<title>Wie man einen Banksy zu Geld macht</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 17:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz & knapp]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>

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		<description><![CDATA[The Afflicted Yard: The Rock [via nerdcore] Wer einen Banksy sein Eigen nennt, darf sich gl&#252;cklich sch&#228;tzen. Der Graffitik&#252;nstler nimmt keine Auftragsarbeiten an und spr&#252;ht seine Kunstwerke mit Schablonen in Nacht- und Nebelaktionen in Londons Stra&#223;en und gelegentlich auch mal im Ausland. Nachdem der anonyme K&#252;nstler inzwischen zu Weltruhm gelangte und seine sozialkritischen Arbeiten teuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center"><object width="500" height="375"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2309114&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2309114&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="375"></embed></object><br /><span class="bu"><a href="http://vimeo.com/">The Afflicted Yard: The Rock</a> [via <a href="http://www.nerdcore.de/wp/" target="_blank">nerdcore</a>]</p>
<p>Wer einen Banksy sein Eigen nennt, darf sich gl&#252;cklich sch&#228;tzen. Der Graffitik&#252;nstler nimmt keine Auftragsarbeiten an und spr&#252;ht seine Kunstwerke mit Schablonen in Nacht- und Nebelaktionen in Londons Stra&#223;en und gelegentlich auch mal im Ausland. Nachdem der anonyme K&#252;nstler inzwischen zu Weltruhm gelangte und seine sozialkritischen Arbeiten teuer verkauft werden, fragt sich mancher Besitzer eines Banksy, wie er die Spuren der Guerillakunst am besten von der wand bekommt. Das Video zeigt, wie man einen Banksy &#8220;konserviert&#8221; und zu Geld machen kann&#8230;</p>
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		<title>Sabine Wild in Stuttgart</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/12/12/sabine-wild-in-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 15:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Wild]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008 Bis zum 21. Februar 2009 ist in der Stuttgarter Galerie Dengler und Dengler die Ausstellung &#8220;Sightseeing&#8221; mit neuen und &#228;lteren Arbeiten der Fotografin Sabine Wild zu sehen. Ich hatte ja schon zwei Mal (hier und hier) etwas zu Sabine Wild geschrieben, die Galerie sagt es aber auch ganz sch&#246;n: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/landtag.jpg" title="Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008" rel="lightbox"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/landtag-500x250.jpg" width="500" height="250" alt="Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008" title="Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008" width="500" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-680" /></a></p>
<p class="bu">Sabine Wild, Stuttgarter Landtag, 2008</p>
<p>Bis zum 21. Februar 2009 ist in der Stuttgarter Galerie <a href="http://denglerunddengler.de" target="_blank">Dengler und Dengler</a> die Ausstellung &#8220;Sightseeing&#8221; mit neuen und &#228;lteren Arbeiten der Fotografin <a href="http://www.kunstwild.de/" target="_blank">Sabine Wild</a> zu sehen. Ich hatte ja schon zwei Mal (<a href="http://www.360-grad-blog.de/2008/03/18/aufrisse/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.360-grad-blog.de/2008/08/15/sabine-wild-in-duesseldorf/" target="_blank">hier</a>) etwas zu Sabine Wild geschrieben, die Galerie sagt es aber auch ganz sch&#246;n:</p>
<blockquote><p>Die Verunkl&#228;rung der Details in scheinbar pastoser &#214;lfarbe, l&#228;&#223;t das einzelne Bauwerk in der Wirkung zur&#252;cktreten, zugunsten der st&#228;dtebaulichen Situation oder des einzelnen Bauk&#246;rpers im Stadtraum. Die n&#252;chterne K&#228;lte einer Glasfassade wird durch Malerei emotional &#252;berlagert. Gleichzeitig verweigert die digitale Malerei die pers&#246;nliche Geste, das was Harold Rosenberg die Spur des K&#252;nstlers genannt hatte. So stehen die zumeist menschenleeren Stadtbilder von Sabine Wild im Zentrum mehrerer Spannungsfelder, zwischen pr&#228;ziser Photographie und gestischer Malerei, zwischen technischer Perfektion ohne physische Ber&#252;hrung des Subjekts und der vermeintlichen Spuren des Subjektiven, zwischen Vernunft und Gef&#252;hl.</p></blockquote>
<p>Ich bin auch immer wieder versucht, die Bilder anzutatschen, um zu schauen, ob sie nicht doch gemalt wurden (nein, sind sie nat&#252;rlich nicht). Neben Arbeiten aus New York und Berlin sind auch Arbeiten von Stuttgarter Bauwerken zu sehen. Ich pers&#246;nlich kann &#252;ber die tollen  Arbeiten von Wild und ihre Technik immer wieder staunen. Unbedingt anschauen!</p>
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		<title>Archipenko-Retrospektive in Saarbr&#252;cken</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 17:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Archipenko]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Saarbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Saarbr&#252;cker Saarlandmuseum geh&#246;rt nicht eben zur ersten Liga deutscher Museen, daf&#252;r fehlt es dem kleinen Bundesland einfach an Geld und dem Museum an R&#228;umlichkeiten. Wenigstens das zweite Problem soll sich demn&#228;chst mit einem Anbau l&#246;sen. Leider sind auch nicht immer alle Ausstellungen wirklich &#252;berragend, aber manchmal lohnt sich der Weg ins Saarland mit seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Saarbr&#252;cker Saarlandmuseum geh&#246;rt nicht eben zur ersten Liga deutscher Museen, daf&#252;r fehlt es dem kleinen Bundesland einfach an Geld und dem Museum an R&#228;umlichkeiten. Wenigstens das zweite Problem soll sich demn&#228;chst mit einem Anbau l&#246;sen. Leider sind auch nicht immer alle Ausstellungen wirklich &#252;berragend, aber manchmal lohnt sich der Weg ins Saarland mit seiner lebendigen Kulturszene eben doch.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/archipenko_haarkaemmende.jpg" rel="lightbox" title="Alexander Archipenko, Frau, ihr Haar k&#228;mmend, 1915, Saarlandmuseum, Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/archipenko_haarkaemmende.jpg" alt="" title="Alexander Archipenko, Frau, ihr Haar k&#228;mmend, 1915, Saarlandmuseum, Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008" width="300" height="400" class="alignnone size-full wp-image-666" /></a></p>
<p class="bu">Alexander Archipenko, Frau, ihr Haar k&#228;mmend, 1915<br /> Saarlandmuseum, Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz<br />
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008</p>
<p>Mit dem Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko (1887-1964) besitzt das Saarlandmuseum eine europaweit einzigartige Sammlung an Originalgipsen, Bronzen und Zeichnungen von einem der wichtigsten Wegbereiter der Skulptur des 20. Jahrhunderts. Auf der Grundlage dieser Eigenbest&#228;nde richtet Museum dem Schaffen Archipenkos die umfangreichste Retrospektive der letzten Jahrzehnte aus.  </p>
<p>Im Jahre 1909 hatte der junge Ukrainer sich in Paris niedergelassen. Wie andere fortschrittliche Bildhauer seiner Generation interessierte sich Archipenko intensiv f&#252;r die Skulptur der au&#223;ereurop&#228;ischen Kulturkreise. Im Louvre und in den v&#246;lkerkundlichen Sammlungen der franz&#246;sischen Hauptstadt standen ihm die Werke der altgriechischen, afrikanischen, orientalischen oder fern&#246;stlichen Hochkulturen in reicher F&#252;lle vor Augen.  </p>
<p>Archipenkos Schaffen spiegelt dabei auch die Ber&#252;hrung mit den Formexperimenten der Kubisten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris entwickelt wurden. In seinen fr&#252;hen Werken zun&#228;chst von wuchtigen, blockhaften Proportionen der dargestellten K&#246;rper ausgehend, gelangte er ab 1912 zu einer Verschlankung und expressiven L&#228;ngung des Gliederbaus. Mit der Erfindung kunstvoller Bewegungsmotive verband der Bildhauer zeitlebens ein vielf&#228;ltiges Spiel mit den Gesetzm&#228;&#223;igkeiten des Statischen &#252;berhaupt. Radikal durchsetzte Archipenko die plastische Form mit bewusst gestalteten Hohlformen und Durchbr&#252;chen, die eine neue Art des Dialogs zwischen Masse<br />
und Raum er&#246;ffneten.  </p>
<p>Die Saarbr&#252;cker Werke, die mehrheitlich aufgrund einer gro&#223;z&#252;gigen testamentarischen Verf&#252;gung des K&#252;nstlers seit 1968 den Sammlungen des Saarlandmuseums angeh&#246;ren, werden durch internationale Leihgaben erg&#228;nzt. Mit einem Umfang von fast 140 Arbeiten aus mehr als f&#252;nf Jahrzehnten zeichnet die Ausstellung die pr&#228;gnantesten k&#252;nstlerischen Entwicklungslinien Archipenkos nach und dokumentiert sein Pendeln zwischen den Kontinenten, zwischen Expressivit&#228;t und zur&#252;ckgenommen Formen, zwischen Abstraktion und Fig&#252;rlichkeit, formalistischer Strenge der Antike und avantgardistischer Verspieltheit.</p>
<p>Die Werke wurden chronologisch geordnet und wo es m&#246;glich war, zu Motivgruppen organisiert und durch Zeichnungen sinnvoll erg&#228;nzt. Die Ausstellung macht wirklich Spa&#223;, vor den dunkelblauen Stellw&#228;nden und der tollen Beleuchtung scheinen die Skulpturen fast zu leuchten. Die Pr&#228;sentation ist wirklich gelungen und Anschauen lohnt sich.</p>
<p>Mehr unter: <a href="http://www.saarlandmuseum.de" target=_blank">Saarlandmuseum</a></p>
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		<title>Kuratorin der documenta 13 gew&#228;hlt</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/12/03/kuratorin-der-documenta-13-gewaehlt/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 18:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Carolyn Christov-Bakargiev]]></category>
		<category><![CDATA[documenta 13]]></category>

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		<description><![CDATA[Bernd Leifeld, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der documenta, teilte heute mit, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft heute einstimmig Carolyn Christov-Bakargiev zur Leiterin der documenta 13 gew&#228;hlt hat und damit der Empfehlung der internationalen Findungskommission gefolgt ist. Die n&#228;chste documenta wird vom 09. Juni bis 16. September 2012 in Kassel stattfinden. Foto: Ryszard Kasiewicz Die Amerikanerin Carolyn Christov-Bakargiev studierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bernd Leifeld, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der documenta, teilte  heute mit, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft heute einstimmig Carolyn Christov-Bakargiev zur Leiterin der documenta 13 gew&#228;hlt hat und damit der Empfehlung der internationalen Findungskommission gefolgt ist. Die n&#228;chste documenta wird vom 09. Juni bis 16. September 2012 in Kassel stattfinden.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/918f0c851d.jpg"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/918f0c851d.jpg" alt="" title=" Carolyn Christov-Bakargiev, Foto: Ryszard Kasiewicz" width="350" height="280" class="alignnone size-full wp-image-657" /></a></p>
<p class="bu">Foto: Ryszard Kasiewicz</p>
<p>Die Amerikanerin Carolyn Christov-Bakargiev studierte Literatur und Kunstgeschichte. Sie arbeitet als Kuratorin und Autorin in Rom, Turin und New York. Derzeit ist sie Hauptkuratorin des <a href="http://www.castellodirivoli.org/" target=_blank">Castello di Rivoli Museum of Contemporary Art</a> in Turin. Sie war K&#252;nstlerische Leiterin der 16. Sydney Biennale in diesem Jahr. Von 1999 bis 2001 war sie Senior-Kuratorin von Ausstellungen des P.S.1 Contemporary Art Center – einem Ableger des MoMA. Zuvor organisierte sie Ausstellungen als selbstst&#228;ndige Kuratorin in verschiedenen L&#228;ndern.</p>
<p>Ich kann leider ganz wenig zu Christov-Bakargiev sagen, weil ich den Namen zwar kenne, aber noch nie etwas von ihr gesehen habe. Sie gilt als kompetent, freundlich, kosmopolitisch und das Castello di Rivoli hat einen guten Namen. Es gilt als eines der wichtigsten Museen f&#252;r zeitgen&#246;ssische Kunst in Italien. </p>
<p>Mehr Infos gibt es bei <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,594178,00.html" target="_blank">Spiegel online</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Turner Prize an Mark Leckey</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2008/12/02/turner-prize-an-mark-leckey/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 17:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Leckey]]></category>
		<category><![CDATA[tate]]></category>
		<category><![CDATA[Turner Prize]]></category>

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		<description><![CDATA[Der mit 30.000 Euro dotierte Turner Prize geht in diesem Jahr an den Video-K&#252;nstler Mark Leckey (44). F&#252;r die Jury waren Leckeys Witz und Originalit&#228;t entscheidend mit der er &#8220;eine Vielzahl von Formen&#8221; gefunden habe, &#8220;seine Faszination f&#252;r die visuelle Kultur auszudr&#252;cken&#8221;. Dabei hat er insbesondere an Comics einen Narren gefressen. Leckey hatte die 1970 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mit 30.000 Euro dotierte Turner Prize geht in diesem Jahr an den Video-K&#252;nstler Mark Leckey (44). F&#252;r die Jury waren Leckeys Witz und Originalit&#228;t entscheidend mit der er &#8220;eine Vielzahl von Formen&#8221; gefunden habe, &#8220;seine Faszination f&#252;r die visuelle Kultur auszudr&#252;cken&#8221;. Dabei hat er insbesondere an Comics einen Narren gefressen. Leckey hatte die 1970 in Bangladesch geborene Runa Islam ausgestochen, au&#223;erdem Goshka Macuga (geb. 1967 in Warschau) und die 1966 in Belfast geborene Cathy Wilkes.</p>
<p>Ehrlich gesagt, h&#228;tte ich f&#252;r Goshka Macuga votiert, allerdings muss ich leider auch sagen, dass keine bzw. keiner der vier K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler wirklich restlos &#252;berzeugen kann.</p>
<p>Hier zwei Videos, in denen der Kunstkritiker Nick Hackworth die vier K&#252;nstler vorstellt: </p>
<p style="text-align:center;">
<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B" codebase="http://www.apple.com/qtactivex/qtplugin.cab" width="425" height="355"><param name="src" value="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/tateshots_issue16_turnerone.mov" /><param name="controller" value="true" /><param name="autoplay" value="false" /><param name="scale" value="aspect" /><object type="video/quicktime" data="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/tateshots_issue16_turnerone.mov" width="425" height="355">
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<p style="text-align:center;">
<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B" codebase="http://www.apple.com/qtactivex/qtplugin.cab" width="425" height="355"><param name="src" value="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/tateshots_issue16_turnertwo.mov" /><param name="controller" value="true" /><param name="autoplay" value="false" /><param name="scale" value="aspect" /><object type="video/quicktime" data="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/12/tateshots_issue16_turnertwo.mov" width="425" height="355">
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		<title>Voll Porno!</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 16:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie ich neulich lernen durfte, sagen Jugendliche heute nicht mehr &#8220;cool&#8221; oder &#8220;geil&#8221; wie zu meiner Zeit, sondern &#8220;voll porno&#8221;. Das trifft auch auf die Ausstellung &#8220;Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit&#8221; im D&#252;seldorfer museum kunst palast zu, die ist n&#228;mlich wirklich sehenswert. Voll porno, das findet auch die BILD-Zeitung, die findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich neulich lernen durfte, sagen Jugendliche heute nicht mehr &#8220;cool&#8221; oder &#8220;geil&#8221; wie zu meiner Zeit, sondern &#8220;voll porno&#8221;. Das trifft auch auf die Ausstellung <a href="http://www.derverboteneblick.de" target="_blank">&#8220;Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit&#8221;</a> im D&#252;seldorfer museum kunst palast zu, die ist n&#228;mlich wirklich sehenswert. Voll porno, das findet auch die BILD-Zeitung, die findet die Schau allerdings nicht cool, sondern echauffiert sich &#252;ber die Darstellungen und meint, das sei einfach nur Pornographie und keine Kunst.</p>
<p>Ihren Namen hat die Ausstellung von Ovids Mythos der Diana und des Actaeon. Bei einem Streifzug durch den Wald entdeckt der J&#228;ger Actaeon die G&#246;ttin Diana beim gemeinsamen Bad mit ihren Nymphen. &#220;berrascht vom begehrenden Blick des Actaeon, verwandelt die nackte G&#246;ttin der Jagd den J&#228;ger in einen Hirsch. Von seinen eigenen Hunden nicht mehr erkannt, zerfleischen diese den hilflosen Actaeon.</p>
<p style="text-align:center"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/11/2051a.jpg" title=""Eric Fischl, Bad Boy, 1981, Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art, Z&#252;rich" rel="lightbox"><img class="alignnone size-full wp-image-606" title="Eric Fischl, Bad Boy, 1981, Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art, Z&#252;rich" src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/11/2051a_klein.jpg" alt="" width="500" height="348" /></a></p>
<p class="bu">Eric Fischl, Bad Boy, 1981<br />
&#214;l auf Leinwand, 167,5 x 244 cm<br />
Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art, Z&#252;rich</p>
<p>Die Ausstellung zeigt ein gro&#223;es Konvolut von 300 Gem&#228;lden, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken sowie Fotografien und Videos, die sich dem Themenkomplex von Keuschheit und Begehren, von Sehen und Gesehen werden, von Voyeurismus und Exhibitionismus widmen. So illustriert die Schau auch ein Thema, dessen Darstellung bis heute als Tabu gilt: die explizite Zurschaustellung des Geschlechts. All zu schnell schreien viele hier eben sofort &#8220;Porno!&#8221;. Dabei will die Ausstellung nicht einfach nur eine weitere zum Thema der Erotik in der Kunst sein, sondern konzentriert sich mit pr&#228;zisen Fragestellungen auf Bildwerke, die vom verbotenen Blick auf das zumeist weibliche Geschlecht handeln.</p>
<p>Die Ausstellung handelt von Begierde, der verschlungenen Verkn&#252;pfung von Geschlecht und Geschlechtlichkeit mit Sch&#246;nheit, Wahrheit und Ekstase. Sie handelt von Tabus und Tabubruch, von Schuld und Bestrafung und von der Erkenntnis, die unschuldig nicht zu haben ist. Dabei thematisiert sie ebenso die vielschichtige Faszination des Blickes auf den sch&#246;nen weiblichen K&#246;rper, aber auch das Entsetzen, welches der Anblick des demonstrativ und schamlos unverh&#252;llten weiblichen Geschlechts beim Betrachter ausl&#246;sen kann.</p>
<p>So wie bei Eric Fischls <i>Bad Boy</i> (1981). Wahrlich ein b&#246;ser Junge. Durch die Jalousien eines Fensters f&#228;llt Licht auf ein Bett. Auf diesem r&#228;kelt sich eine nackte Sch&#246;ne. Den jungen Mann im Vordergrund bemerkt sie nicht oder es ist ihr egal, dass er da ist. Sie gibt sich ganz dem Augenblick hin. Durch die gespreizten Beine sieht der Betrachter ihre ganze Weiblichkeit.</p>
<p>Der b&#246;se Junge hat dem Betrachter den R&#252;cken zugewandt und schaut der Frau zu. Hinter ihm steht auf dem Schreibtisch eine Handtasche. Es d&#252;rfte kein Zufall sein, dass die &#214;ffnung der Handtasche einer Vagina nicht un&#228;hnlich ist. Die Hand des Voyeurs ist tief in der Handtasche verschwunden. Wie zuf&#228;llig steht auch eine Obstschale mit Bananen auf dem Tisch. Ein Schelm, wer B&#246;ses dabei denkt, denn kein anderes Obst erinnert so sehr an einen Phallus, wie die Banane.</p>
<p>Ein tolles Kunstwerk, weil der Betrachter minutenlang vor der Werk stehen kann und dar&#252;ber nachdenken kann, was dort geschieht. Der Maler hat viele Andeutungen und Informationen in das Bild gesteckt.</p>
<p>Der Frau scheint es egal zu sein, dass sie beobachtet wird, vielleicht zieht sie sogar einen Lustgewinn daraus, beobachtet zu werden. Die Hand in der Handtasche wirft gleich mehrere Fragen auf. Stiehlt  der Bad Boy der Dame Geld? Die frivole Andeutung d&#252;rfte mehr sagen: Sigmund Freud h&#246;chstselbst deutete das Symbol der Handtasche als Vagina.</p>
<p>Ist er b&#246;se, weil er die Situation ausnutzt oder weil er der Frau in einem intimen Moment zuschaut und ihre Gleichg&#252;ltigkeit ausnutzt? Deutet Fischl hier gar einen &#214;dipus-Komplex an,weil der Junge seien Mutter begehrt, was der Maler mit dem Griff in die Vagina &#8211; Verzeihung &#8211; in die Handtasche andeutet?</p>
<p>Oder ist etwa der Maler selbst der Bad Boy, weil er es wagte, der totgesagten figurativen Malerei mit diesem Bild neues Leben einzuhauchen? In Amerika l&#246;ste das Bild Anfang der achtziger Jahre jedenfalls einen kleinen Skandal aus und machte den Maler &#252;ber Nacht ber&#252;hmt.</p>
<p>Die Ausstellung ist grandios und mit 300 Werken von 200 K&#252;nstlern mehr als opulent. Die Ausstellung aufgrund von ein paar wenigen grenzwertigen Bildern als pornographisch abzutun, wie es die BILD-Zeitung tut, ist nicht nur oberfl&#228;chlich, es ist schlicht dumm. Nat&#252;rlich sind Bilder wie die Fotografien von Nobuyoshi Araki so lange keine Pornografie, so lange es nicht um die Befriedigung sexueller Bed&#252;rfnisse geht, es also ganz klar einen k&#252;nstlerischen Willen des K&#252;nstlers gibt und die Bildaussage klar ist. Auch wenn ich kein gro&#223;er Fan von Araki bin, ich habe keine Pornographie entdecken k&#246;nnen.</p>
<p>Ein kleiner Wermutstropfen ist die F&#252;lle der Werke, da wirkt die Auswahl einfach manchmal zu beliebig und es wird langweilig. Ein wenig mehr Vorauswahl w&#228;re vielleicht klug gewesen. Und was mancher Betrachter als pornographisch empfindet, ist meist nicht mehr als die Zurschaustellung eben jenes intimsten K&#246;rperteils. Und das ist ist mehr langweilig und banal als wirklich pornographisch.</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 11:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der Suche nach dem Geistigen]]></category>
		<category><![CDATA[Cente Pompidou]]></category>
		<category><![CDATA[Haus der Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Picasso]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Haus der Kunst in M&#252;nchen bietet hervorragende Ausstellungen. Die gerade erst zu Ende gegangene Robert Rauschenberg-Ausstellung war so eine oder die Ausstellung zu Luc Tuymans im Fr&#252;hjahr. Ach ja, und nat&#252;rlich die &#8220;Gilbert &#038; George&#8221;-Retrospektive im vergangenen Jahr. Man darf das Haus der Kunst also ruhigen Gewissens empfehlen. Wenn dann noch eine Ausstellung gastiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.hausderkunst.de/" target="_blank">Haus der Kunst in M&#252;nchen</a> bietet hervorragende Ausstellungen. Die gerade erst zu Ende gegangene Robert Rauschenberg-Ausstellung war so eine oder die Ausstellung zu Luc Tuymans im Fr&#252;hjahr. Ach ja, und nat&#252;rlich die &#8220;Gilbert &#038; George&#8221;-Retrospektive im vergangenen Jahr.</p>
<p>Man darf das Haus der Kunst also ruhigen Gewissens empfehlen. Wenn dann noch eine Ausstellung gastiert, die das Label &#8220;Centre Pompidou&#8221; tr&#228;gt, ger&#228;t man erst recht in Verz&#252;ckung und Erregung. Die nun gezeigte Schau &#8220;Spuren des Geistigen&#8221; (bis 11. Januar 2009) will sich auf die Suche nach dem Spirituellen in der Kunst machen. &#8220;Spuren des Spirituellen&#8221; oder &#8220;Spuren des Heiligen&#8221; w&#228;re wohl eine bessere &#220;bersetzung von &#8220;Traces du Sacré&#8221; gewesen.</p>
<p>Mit der S&#228;kularisierung der Gesellschaft im 19. Jahrhundert hat sich die Kunst von den klassischen Bildsujets der Heiligen und der Bibelszenen abgekehrt. Eine neue Bildsprache hielt Einzug. Dies bedeutete jedoch nicht das Ende der Metaphysik. Aber die K&#252;nstlerInnen begeben sich auf die Suche, hinterfragen und versuchen Offenbarungen des G&#246;ttlichen im Alltag zu finden.</p>
<p style="text-align:center"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/gursky-kathedrale.jpg" rel="lightbox" title="Andreas Gursky, Kathedrale I, 2007, Copyright: Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2008, Courtesy: Monika Spr&#252;th / Philomene Magers, K&#246;ln M&#252;nchen London"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/gursky-kathedrale-300x207.jpg" alt="" title="Andreas Gursky, Kathedrale I, 2007, Copyright: Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2008, Courtesy: Monika Spr&#252;th / Philomene Magers, K&#246;ln M&#252;nchen London" width="300" height="207" class="alignnone size-medium wp-image-582" /></a></p>
<p class="bu">Andreas Gursky, Kathedrale I, 2007,<br />
Copyright: Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2008<br />Courtesy: Monika Spr&#252;th / Philomene Magers, K&#246;ln M&#252;nchen London</p>
<p>In 16 Kapiteln f&#228;chert die gro&#223; angelegte Ausstellung zentrale Themen verschiedener Epochen seit der Romantik auf: von G&#246;tterd&#228;mmerung &#252;ber Ritual, Kosmos, Trance und Profanierung bis hin zur psychedelischen kunst der Beatgeneration, Zen oder zeitgen&#246;ssischen Sakralkunst. Werke der Gegenwart treten dabei mit jenen des 19. und 20. Jahrhunderts in einen Dialog.</p>
<p>So weit so gut. Einen Besuch ist die Ausstellung auch deshalb wert, weil sie gro&#223;artige Werke vereint. Aber wozu? Die Ausstellung erscheint wie ein Sammelsurium aus Depotst&#252;cken des Centre Pompidou, die das Pariser Museum einfach mal wieder ans Licht der &#214;ffentlichkeit zerren wollte.</p>
<p>Allein das Ausstellungsthema ist so schwmmig gew&#228;hlt, dass nahezu jedes Kunstwerk der letzen 150 Jahre darin Platz finden k&#246;nnte. Kaum ein Werk, in dem sich mit ein bisschen gutem Willen nicht Spuren des Geistigen finden lassen. Nahezu &#252;berall l&#228;sst sich die Suche des K&#252;nsters nach Gott, nach dem Spirituellen, ausfindig machen.</p>
<p>Los geht es mit Goyas &#8220;Los Desastres de la Guerra&#8221;, eine fast schon erschrockene Erkenntnis &#252;ber das B&#246;se in der Welt. Dann folgen Caspar David Friedrichs romantische &#8220;Ruinen in der Abendd&#228;mmerung&#8221; von 1831, eine Verkl&#228;rung der Natur. Nat&#252;rlich d&#252;rfen auch De Chririocos Metafiscia-Bilder nicht fehlen. In der Ausstellung sind &#8220;Die Sehnsucht nach dem Unendlichen (1912/13) und &#8220;Der gro&#223;e Metaphysiker&#8221; von 1917 zu sehen.</p>
<p>Und dann? Es geht quer Beet. Kandinsky? Klar, der hat sich intensiv mit dem Spirituellen in der Kunst auseinandergesetzt und sogar ein Manifest zum Thema verfasst. Malewitsch? Die Suche nach dem Absoluten, nach dem Nullpunkt in der Kunst ist auch Suche nach dem Ursprung der Welt. Kann man aufh&#228;ngen. Man Ray? Der ist mit &#8220;Das Gebet&#8221; vertreten. Eine junge Frau, kniet nieder und b&#252;ckt sich nach vorne. Ihre Scham bedeckt sich mit den H&#228;nden von hinten. Eine Anspielung auf den Ursprung der Welt, das g&#246;ttlich Weibliche? Na ja, gut, rein damit. Aber Picassos Frauenb&#252;ste (1907)? Massons Dionysos? Duchamps &#8220;Geb&#252;sch&#8221;? Pollocks &#8220;The Moon-Woman cuts the circle&#8221;? Es beginnt die Beliebigkeit. </p>
<p>Erst in der zeitgen&#246;ssischen Kunst wird es wieder klarer, versteht man wieder, worum es gehen soll. Viele K&#252;nstler besch&#228;ftigen sich mit der Suche nach dem Heiligen. Manche versuchen dem Betrachter zu erkl&#228;ren, dass Gott l&#228;ngst tot ist, andere sind auf der Suche und sp&#252;ren dem G&#246;ttlichen nach und wieder andere wollen dem Betrachter f&#246;rmlich das G&#246;ttliche im Menschen und seiner Welt offenbaren.</p>
<p>Andreas Gursky h&#228;lt mit der Kamera Spuren des G&#246;ttlichen in Kathedrale I (2007) fest, als transzendentale Atmosph&#228;re. Allerdings ist die Kirche leer und Gott durch ein &#252;berdimensionales Loch im Boden abgehauen. Bruce Nauman erkl&#228;rt uns mit &#8220;The True Artist Helps the World by Revealing Mystic Truths&#8221; (1967) die Aufgaben eines K&#252;nstlers und Martin Kippenberger sorgt mit dem zweideutigen &#8220;Was ist der Unterschied zwischen Casanova und Jesus? Der Gesichtausdruck beim Nageln&#8221; (1990) f&#252;r Provokationen. Ein Frosch mit leidendem Gesichtsausdruck und heraush&#228;ngender Zunge ist an ein Kreuz genagelt.</p>
<p>Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich, weil einfach viel Kunst auf hohem Niveau vertreten ist, aber das Thema der Ausstellung ist einfach nicht treffend genug dargelegt, zu weitschweifig, der Katalog nicht wirklich erhellend. Schade darum, h&#228;tte man sich etwas mehr auf das Wesentliche konzentriert, h&#228;tte das durchaus sch&#246;n werden k&#246;nnen.</p>
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		<title>St&#228;del Museum goes Web 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 09:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Staedel]]></category>
		<category><![CDATA[Städelmuseum]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geschehen noch Zeichen und Wunder, die deutschen Museen entdecken das Internet. Das St&#228;del Museum war zwar schon l&#228;nger mit einer eigenen Webseite online, aber sehr spannend war die nicht. Jetzt hat man die Seiten &#252;berarbeitet, ein neues Design spendiert und multimedial aufger&#252;stet. Da gibt es Videostreams, Audiodateien, Kunstgeschichten, die Sammlung wird katalogisiert und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder, die deutschen Museen entdecken das Internet. Das St&#228;del Museum war zwar schon l&#228;nger mit einer eigenen Webseite online, aber sehr spannend war die nicht. Jetzt hat man die Seiten &#252;berarbeitet, ein neues Design spendiert und multimedial aufger&#252;stet. Da gibt es Videostreams, Audiodateien, Kunstgeschichten, die Sammlung wird katalogisiert und mit Lupenfunktion online gestellt und in einer eigenen &#8220;Community&#8221; k&#246;nnen Besucher diskutieren, Galerien basteln und Lieblingswerke ausw&#228;hlen. Ich bin begeistert, mehr davon. Bleibt zu hoffen, dass sich andere Museen daran ein Beispiel nehmen. Schaut rein, es lohnt sich: <a href="http://www.staedelmuseum.de" target="_blank">www.staedelmuseum.de</a>.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/staedel-home.jpg"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/10/staedel-home.jpg" alt="" title="St&#228;del Website, Foto: St&#228;del Museum" width="424" height="600" class="alignnone size-full wp-image-568" /></a></p>
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		<title>Nebul&#246;ses von Andrea Neumann</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 12:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Neumann]]></category>
		<category><![CDATA[K4 galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Saarbrücken]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Saarland ist nicht eben reich gesegnet an Galerien. Kein Wunder, es fehlt an zahlungskr&#228;ftigen Sammlern, die Galeristen haben es schwer. Das kleine Bundesland ist aber auch nicht wirklich reich gesegnet an hervorragenden K&#252;nstlern. Trotzdem gibt es eine kleine aber feine Kunstszene. Einer der Kulminationspunkte ist die Galerie K4 von Werner Deller, einem ehemaligen Informatik-Manager, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Saarland ist nicht eben reich gesegnet an Galerien. Kein Wunder, es fehlt an zahlungskr&#228;ftigen Sammlern, die Galeristen haben es schwer. Das kleine Bundesland ist aber auch nicht wirklich reich gesegnet an hervorragenden K&#252;nstlern. Trotzdem gibt es eine kleine aber feine Kunstszene. Einer der Kulminationspunkte ist die <a href="http://www.k4-galerie.de" target="_blank">Galerie K4</a> von Werner Deller, einem ehemaligen Informatik-Manager, der die Leidenschaft f&#252;r Kunst zum Beruf machte.</p>
<p>Die Galerie stellt regionale und &#252;berregionale K&#252;nstler aus, widmet sich den Studierenden der Hochschule der Bildenden K&#252;nste der Landeshauptstadt, pflegt ein intensives Netzwerk und neben der Galerie gibt es in der Innenstadt noch den Projektraum &#8220;K4 Forum&#8221; und im nahegelegen St. Ingbert die &#8220;Alte Baumwollspinnerei&#8221;, eine ehemalige Fabrik, die Deller in ein Kulturzentrum umwidmen will.</p>
<p>Die Galerie versteht sich als &#228;sthetisches Labor und das ist w&#246;rtlich zunehmen. Sie ist eine Versuchsst&#228;tte, ein Forschungsraum auf der Suche nach dem &#228;sthetisch Wertvollen. Nicht alles, was Deller ausstellt, ist wirklich interessant oder gut oder wertvoll, aber es gibt durchaus Perlen zu entdecken und meist trifft Deller ins Schwarze. K&#252;nstler der Galerie sind unter anderem Oliver M&#246;st, Helge Hommes, Mia Unverzagt, Nikola Irmer oder Stephan Robert.</p>
<p>Derzeit darf man in der K4 Galerie Arbeiten von <a href="http://www.andrea-neumann.de" target="_blank">Andrea Neumann</a> bestaunen (&#8220;Fl&#252;chtig | éphémère&#8221;, bis 17. Oktober 2008). Neumann wurde 1969 in Stuttgart geboren, aber das Kunststudium verschlug sie ins Saarland, das heute ihre Heimat ist. Ungew&#246;hnlich ist schon das Arbeitsmaterial. Neumann malt mit Eintempera auf helle, nicht grundierte Baumwolle. Das verleiht den Bildern eine gewisse Leichtigkeit und Transparenz. Dort wo die Farbe d&#252;nn aufgetragen wurde, schimmert der Untergrund durch. Ideale Materialien f&#252;r Neumanns Bilder.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/09/zwischenspiel500.jpg" title="Andrea Neumann, Zwischenspiel, Eitempera auf Baumwolle, Foto: K4 Galerie/ &copy; Andrea Neumann " rel="lightbox"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2008/09/zwischenspiel500.jpg" alt="" title="Andrea Neumann, Zwischenspiel, Eitempera auf Baumwolle, Foto: K4 Galerie/ &copy; Andrea Neumann" width="500" height="318" class="aligncenter size-full wp-image-557" /></a></p>
<p>Das Ged&#228;chtnis funktioniert (meist) nicht fotografisch, es beh&#228;lt nur wichtige Elemente gespeichert, fragmentiert diese und setzt sie bei Bedarf wieder zusammen. Wir fokussieren bestimmte Details des Gesehenen. Oft aber spielt uns das Ged&#228;chtnis einen Streich, bildet die Fragmente beliebig neu oder hat einen eigenen Willen und fokussiert nicht wirklich das, was wir uns gew&#252;nscht h&#228;tten.</p>
<p>Es bleiben nebul&#246;se Bilder von Menschen, Ereignissen und Situationen. Wir haben uns zwar den Augenblick gemerkt, wissen aber nicht mehr genau, wie die Umgebung aussah oder merken uns nicht das Gesicht von Personen, wohl aber, welche Kleidung sie trugen. Vielleicht war es uns nicht wichtig, oder aber unser Ged&#228;chtnis hielt anderes f&#252;r bedeutsam. Es bleiben verwischte Bilder, Andeutungen, Versatzst&#252;cke der Realit&#228;t.</p>
<p>Genau solche fl&#252;chtigen Bilder malt Andrea Neumann. Schemenhafte Gestalten wandeln da durch wabernde Landschaften, die uns nichts preisgeben, au&#223;er den Horizont, oder den Boden auf dem die Figuren stehen, manchmal fehlt dies g&#228;nzlich. Die Figuren sind angedeutet, skizzenhaft festgehalten, ohne individuelle Merkmale. Scheinbar ohne gro&#223;en Aufwand schafft die Malerin virtuose Bilder voller lyrischer Leichtigkeit &#8211; und doch nicht ohne Ernsthaftigkeit. Ihre Bilder sind voller K&#252;rzel, sie deutet an, verr&#228;t aber nicht viel. Obwohl die Bilder immer nur an der Oberfl&#228;che kratzen, wirkt nichts oberfl&#228;chlich. Immer ist da eine Spannungskraft und eine unterschwellige Dynamik.</p>
<p>Die zur&#252;ckgenommene Farbigkeit unterst&#252;tzt den Eindruck des Fl&#252;chtigen, nur kleine Details sind in helleren und kr&#228;ftigen Farben gemalt, aufgetragen in breiten Bahnen. Die Figuren scheinen oftmals aus dem Malgrund aufzusteigen, gewissermassen heraus modelliert worden zu sein. Alles ist bedeckt von Schlieren, Nebeln aus Farbe. Im Hintergrund tauchen immer wieder Fragmente von Fl&#228;chen auf, selten vermitteln sie Tiefe. Meist umgeben sie die Figur wie eine Aura, scheinen fast zu leuchten, um dann im Nichts zu verschwinden, je weiter sich das Auge von der Figur entfernt. Scharfe Kanten sucht man vergeblich, als ob alles ineinander verschwimmt, nichts l&#228;sst sich halten, alles ist verg&#228;nglich.</p>
<p>Immer wieder fragt sich der Betrachter, ob Neumann Tr&#228;ume malt oder Erinnerungen. Oder sind unsere Erinnerungen nicht auch immer Teil unserer Tr&#228;ume, in denen wir unsere Erinnerungen verarbeiten? Den Szenen haftet allerdings nichts Albtraumhaftes an. Es sind Alltagsszenen, Menschen in ihrer Lebensumgebung. Wir sehen Menschen bei Heimwerkerarbeiten, beim Spazierganz oder bei Freizeitbesch&#228;ftigungen.</p>
<p>Klasse, anschauen lohnt sich!</p>
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