Alle Artikel mit dem Schlagwort: Arp Museum

Was macht eigentlich…?

Was macht eigentlich der Untersuchungsausschuss Arp-Museum des rheinland-pfälzischen Parlaments? Erinnern Sie sich? Der sollte untersuchen, ob sich die Landesregierung Versäumnisse und Verfehlungen in Zusammenhang mit dem Arp-Museum in Remagen-Rolandseck vorwerfen lassen muss. Da ist die Rede von verschwendeten Steuergeldern, von Kopien, die als Originale gekauft wurden, von entgegen den Absprachen verkauften Exponanten und posthumen Nachgüssen. Im Mittelpunkt steht vor allem die Zusammenarbeit zwischen aktueller Landesregierung und Arp-Verein, die nach endlosen Streitereien Ende 2007 beendet worden war. Der Untersuchungsausschuss wurde von der CDU-Opposition beantragt und im Februar 2008 eingesetzt, obwohl sich die SPD/ FDP-Landesregierung keiner Schuld bewusst ist und darin nur ein Manöver der CDU sieht, den SPD-Bundesvorsitzenden und Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, in Misskredit zu bringen. Der Ausschuss kommt nur langsam in Fahrt, was vor allem daran liegt, dass solche Ausschüsse gerne für Scharmützel genutzt werden. So mancher Schachzug würde wohl jedem Winkeladvokaten Freudentränen in die Augen treiben. In seiner konstituierenden Sitzung beschloss der Ausschuss auch gleich, sämtliche Akten der letzten vierzig Jahre zu untersuchen und als Beweise zu nutzen. Die SPD wollte gleich …

Besuch im Arp-Museum

So, ich habe mir extra Zeit genommen, um das neue Arp-Museum in Remagen-Rolandseck ausführlich zu erkunden. Bewusst bin ich nicht schon vorher dort gewesen. Das Museum wurde im September eröffnet und war schon lange vorher in den Schlagzeilen. Darauf möchte ich hier jetzt allerdings nicht eingehen. Also zum Museum. Der Eingang des Museums liegt im alten Bahnhof von Rolandseck, einem klassizistischen Bau, der mit viel Liebe zum Detail und schönen Materialien modernisiert wurde, ohne dass er seinen Charakter verloren hat. Der Eingang liegt ebenerdig quasi im Keller. Der Bahnhof bietet Ausstellungsräume, Veranstaltungssäle, einen Kunstladen, ein Bistro und die Garderobe. Schon links und rechts der wuchtigen Eingangsglastür wird klar, wem das Museum gewidmet ist. Dort stehen Skulpturen von Arp. Durch einen Tunnel geht es unter den Gleisen hindurch in eine große, zweigeteilte Halle, in dem ein großer Ausstellungsraum zur Verfügung steht, der sich für zeitgenössische Kunst gut nutzenlässt. Duch einen langen Gang mit Glasfront geht es zum Aufzug. Ein erster Höhepunkt. Mit dem Lift geht es durch eine konisch zulaufende Röhre aus dem Dunkel der Erde …

Besser ein Ende mit Schrecken…

Wie das Land Rheinland-Pfalz gestern bekannt gab, beendetdas Land mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Arp-Verein. Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann- Göttig (SPD) teilte mit, das Land kündige die Rahmenvereinbarung aus dem Jahr 2005. Grund sei ein „schwerer Vertragsbruch“. Der Verein habe „ohne vorheriges Einvernehmen“ und ohne das Land nachträglich zu informieren, Werke verkauft, die zu den vereinbarten Dauerleihgaben des Vereins für das Museum gehörten. Damit sei das Vertrauensverhältnis „unwiederbringlich zerrüttet“ und eine weitere Zusammenarbeit „unzumutbar“. Quelle: FAZ.NET 

Die Raue Wirklichkeit

Peter Raue, Anwalt des Arp-Vereins erklärt im Tagesspiegel, wie es zum neuen Streit um das Arp-Museum kam. Das Interview lässt tief blicken – auf den Arp-Verein und auf Raue und sein Kunstverständnis. Auf die Frage, wie viele Arbeiten genau denn jetzt nicht geliefert werden könnten (laut Hofmann-Göttig sind es vierzehn Werke), muss Raue Farbe bekennen: neun seine verkauft worden, eine sei falsch bezeichnet gewesen und fünf weitere können nicht mehr gegossen werden, weil die Formen von Arps Witwe bereits ausgegossen wurden. Aber alles nicht so schlimm: Das Land könne sich ja andere aussuchen – Raue „versteht das Geschrei nicht“.

Und wieder Ärger um den Arp-Verein

Gerade erst ist der Ärger um den Arp-Verein ein bisschen in Vergessenheit geraten und die Jubelfeier zur Eröffnung des Arp-Museums vorüber, da zieht neuer Ärger auf. Wie der Bonner Generalanzeiger und die Kölnische Rundschau berichten, soll der Arp-Verein 14 dem Museum vertraglich als Dauerleihgabe zugesagte Werke veräußert haben – ohne Wissen der Landesregierung in Mainz. Laut Kulturstaatssekretär Hofmann-Göttig habe der Verein mit dem Verkauf der Werke Schulden ausgleichen wollen. Der Verein habe 1995 in einem Rahmenvertrag mit dem Land in einer Anlage eine Liste von 248 Werken als Dauerleihgabe zugesagt. In dieser Liste seien auch die 14 verkauften Werke aufgeführt gewesen. Der Verein besteitet über seinen Rechtsanwalt Peter Raue (der auch als Vorsitzender der Freunde der Nationalgalerie bekannt ist), dass die Liste Teil des Rahmenvertrages ist.

Arp-Museum erneut in der Kritik

So, nun ist es soweit, das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck öffnet seine Pforten. Nach dem alten Bahnhof ist nun auch der Neubau von Stararchitekt Richard Meier fertig geworden und die Exponate von Arp (1886-1966) haben nun endlich eine Heimat. Finanziert wird das Museum vom Land Rheinland-Pfalz und dem Verein Stiftung Arp, Träger des Museums ist die Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Eigentlich ein Grund zum Jubeln. Doch das Museum steht seit Jahren in der Kritik. Kunstkritiker und Wissenschaftler wettern heftig gegen die Qualität der Sammlung. Medien wie Spiegel, FAZ, DIE WELT, FAZ und SWR berichteten intensiv über die Sammlung. Bemängelt wird, dass in der Sammlung Stücke sind, die dort eigentlich nicht hingehören. Einige Werke seien posthume Nachgüsse, also erst nach dem Tod des Künstlers entstanden und somit zumindest keine Originale, wenn nicht sogar Fälschungen. Das Museum bestreitet dies heftig und wehrt sich. Es komme gar nicht darauf an, ob die Stücke nun authorisiert seien oder nicht, wichtig sei nur, dass sie richtig ausgezeichnet seien. Das ist zwar richtig, doch vom Künstler nicht authorisierte Nachgüsse sind keinen …

Arp-Museum eröffnet im September

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kurt Beck eröffnet am 28. September 2007 das vom Land Rheinland-Pfalz errichtete Arp Museum Bahnhof Rolandseck endgültig seine Pforten. Das Museum besteht aus dem alten Bahnhof und einem Neubau des Stararchitekten Richard Meier. Das Werk von Hans Arp wird damit auf Dauer eine weitere Heimstatt erhalten. Mit Leihgaben aus ganz Europa und den USA kann die Eröffnungsausstellung erstmals den Eigenbesitz der neu gegründeten Stiftung mit samt den ihr zugesagten Dauerleihgaben der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e. V. am traditionsreichen Platz in angemessener Umgebung der Öffentlichkeit vorstellen. Für den Künstler Arp ist die ganze obere Etage des Neubaus auf den Rheinhöhen reserviert. Der Museumsneubau von Richard MeierFoto: © Arp Museum/ P!el-Media Die Eröffnung wird von fünf weiteren Ausstellungspremieren vorbereitet, begleitet und kontrapunktiert. Anselm Kiefer, wie Arp beiderseits des Rheins beheimatet, bezieht mit großen Bildern und Büchern zur Geschichte und Mythologie des Rheins die Säle des Erdgeschosses im Neubau. Yvonne Fehling und Jennie Peiz werden in verschiedenen öffentlichen Bereichen des Neubaus von Richard Meier ihre mobilen Prototypen …