Krise? Welche Krise?

26. Februar 2009 | Ein Kommentar

Das Auktionshaus Christie’s hat in den letzten drei Tagen die Kunst- und Antiquitätensammlung des verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint-Laurent und seines Lebensgefährten Pierre Bergé versteigert. Als Auktionsort wählte man den Grand Palais, jenes wunderschöne Belle-Époque-Gebäude mit Glas-Stahl-Dach aus der Zeit der Jahrhundertwende. Die Halle wurde in samtenes Schwarz gehüllt und blau beleuchtet. Ein perfekter Ort für das riesige Konvolut aus Gemälden Alter Meister, der Impressionisten und der klassischen Moderne, Möbeln, Antiquitäten, Designerstücken, antiken Skulpturen aus allen Teilen der Erde, Silber und Lampen. Dass die Sammlung nur wenige Monate nach dem Tod Saint-Laurents unter den Hammer kommt, dürfte an den horrenden Erbschaftssteuern liegen, die der französische Staat von Bergé eintreiben möchte.

Die Auktion brachte sagenhafte 373,5 Millionen Euro ein. Zu den teuersten Möbelstücken gehören Eileen Grays Sessel Dragons, der auf zwei bis drei Millionen Euro taxiert war und fast 22 Millionen Euro einbrachte. Wesentlich höher als geschätzt gingen auch zwei monumentale Vasen von Jean Dunand weg, die auf eine bis anderthalb Millionen geschätzt wurden und über drei Millionen Euro einbrachten. Besonders schick war auch François-Xavier Lalannes YSL Bar ein Kunstwerk, das Lalanne speziell für den Modeschöpfer entworfen hatte und das eher an einen Labortisch als eine Bar erinnert. Geschätzt wurde das Werk auf 200.000 bis 300.000 Euro, es erbrachte 2,7 Millionen Euro. » Weiterlesen «

Billig oder günstig?

28. Januar 2008 | Kein Kommentar

Der Spiegel stellt unter dem Titel “Zum Ersten, zum Zweiten, am billigsten” eine Studie vor, die den Kunstmarkt unter die Lupe nimmt. Fazit des Artikels:

Deutsche Wissenschaftler haben den Kunstmarkt analysiert und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Auktionshäuser sind billiger als Galerien.

Den ganzen Artikel gibt es bei Spiegel Online.

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