Elegant und ausdrucksstark

9. Juni 2007 | Kein Kommentar

Jetzt wo alles nach Berlin rennt, um sich die Preziosen aus dem Metropolitan Museum (Französische Malerei des 19. Jahrhunderts) anzusehen, sollte man auch nach Karlsruhe fahren. Die Kunsthalle Karlsruhe beeindruckt immer wieder mit sehr guten Ausstellungen, die für ein kleineres Haus wirklich beeindruckend sind. Ich erinnere nur an die hervorragende Delacroix-Ausstellung vor einigen Jahren. Jetzt zeigt die Kunsthalle “Von Houdin bis Rodin – Französische Plastik des 19. Jahrhunderts” (bis 26. August 2007). Zu sehen sind rund 160 Werke von 30 Bildhauern und Bildhauerinnen, darunter so klangvolle Namen wie Houdin, Matisse, Gauguin, Degas, Maillol und Daumier.

Der Name, der aber wie kein anderer für die französische Bildhauerei des 19. Jahrhunderts steht, ist Auguste Rodin. Geprägt von der Begeisterung jener Zeit für die antiken Skulpturen, widmete sich Rodin dem intensiven Naturstudium. Seine Arbeiten stehen thematisch für den Symbolismus, doch die Ausarbeitung ist neu. Trotz barockem Realismus und Vollendung des Klassischen künden die impressionistisch anmutenden, zerklüfteten Oberflächen von etwas Neuem.

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung auf
Auguste Rodin, Schreitender Mann (L’homme qui marche), 1900 (im Vordergrund) und
Henri Matisse, Der Leibeigene (Le Serf), 1900-04
München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne
Foto: Wolfgang Pankoke

Rodin ist es auch, der die Figuren als erster absichtlich unvollendet lässt. Er formt Torsi ohne Arme und/ oder Beine. Berühmtestes Beispiel ist “Der Schreitende”. Kunstwerke werden zu Fragmenten derWirklichkeit. Seine Figuren versetzt er in bisher unbekannte Dynamik. Rodin dringt tief in seelische Bereiche ein, ohne den affektierten Gefühlen seiner Zeitgenossen nachzugeben.

Die lebensgroßen Figuren wagen ein Höchstmaß an Wirklichkeitsnähe und schwanken doch zwischen zeittypischer Idealisierung und einem neuentdeckten Expressionismus. Ein spannender Interessenkonflikt, wie ihn viele Künstler des 19. Jahrhunderts spüren. Die neue Künstlergeneration des 19. Jahrhunderts beginnt, ihr Recht auf Spontanität einzufordern. Diese steigert sich erbarmungslos kritisch bis hin zur Karrikatur bei Honoré Daumier und endet im ausgehenden 19. Jahrhundert mit den Repräsentanten der frühen Moderne, die getrennte Wege gehen. Während Degas’ Tänzerin die ganze Leichtigkeit ihrer Jugend zur Schau stellt und ihr zartes Kleidchen und die Figur in voller Bewegung zu Erstarren scheinen, sind Matisses Figuren zerklüftet und voll übertriebener Gestik und Körperfülle. Nur Maillol versucht, am idealisierten Bild der alten Zeit festzuhalten.

Die Ausstellung versteht es, den Widerstreit künstlerischer Haltungen offenzulegen: klassizistische Strenge gegen romantische Emotion, gefällige Grazie contra bittere Satire, akademische Konvention im Wettstreit mit der Freiheit. Es ist die erste, die sich dabei ganz der Bildhauerei verschrieben hat. Unbedingt anschauen!

Die schönsten Franzosen aus New York

14. Mai 2007 | Kein Kommentar

2004 war das MoMA zu Gast in Berlin, 2006 dann das Guggenheim in Bonn, beide Ausstellungen hatten großen Erfolg. Das konnte das dritte große New Yorker Museum wohl nicht auf sich sitzen lassen. Das Metropolitan Museum baut um und muss deshalb Platz schaffen. Deshalb werden nun vom 1. Juni bis 7. Oktober rund 150 Meisterwerke französischer Maler in die Neuen Nationalgalerie in Berlin “ausgelagert”. Die Liste der ausgestellten Kunstwerke ist beeindruckend: Monets “Seerosenteich”, Van Goghs “Schwerlilien”, Rodins “Bürger von Calais”, Manets “Im Boot” und Cezannes “Stillleben mit Äpfeln und Primeln” – kaum ein Museum hat eine solch gute Sammlung französischer Maler und Bildhauer des 19. und 20. Jahrhunderts.

Vincent van Gogh, Schwertlilien/ Les iris, 1890
Vincent Van Gogh, Schwertlilien/ Les iris, 1890
Öl auf Leinwand, 73,7 x 92,1 cm
Gift of Adele R. Levy, 1958, © The Metropolitan Museum of Art, New York

Übrigens gehören die langen Schlangen der MoMA-Ausstellung der Vergangenheit an. Wer eine Eintrittskarte gekauft hat, bekommt nun eine halbe Stunde bevor er dran ist ,eine SMS auf das Handy. In der Zwischenzeit werden andere Museen in der Umgebung als Zeitvertreib empfohlen. “Intelligentes Warten” nennt das die Neue Nationalgalerie. Das intelligentere Warten dürfte für viele aber das kleine französische Dorf hinter dem Ausstellungshaus sein. Dort wird in kleinen Häuschen alles verkauft, was in Frankreich gut und gerne gegessen wird.

Mehr unter: www.metinberlin.org.

Psychopathen, Verrückte und Mörder

2. Mai 2007 | Kein Kommentar

Zu den berühmtesten Bildern Joe Colemans gehört “The Glory that was once New York” (1994). Wer jetzt heroische Bilder aus dem alten New York erwartet wird enttäuscht. Im Mittelpunkt des Bildes versammelt Coleman alles Übele, was bei der Gründung New Yorks so in der Stadt weilte. Vorne im Bild sitzen drei Pokerspieler an einem Fass, das als Tisch dient. Ein Seemann, ein Clochard und ein Al-Capone-Verschnitt, dessen Visage eher einem Frosch als einem Menschen gleicht zocken um die Wette.

Joe Coleman, I am Joe
Joe Coleman,I am Joe’s fear of desease, 2001, Öl auf Leinwand, Kollektion Mickey und Janice Cartin

Im Hintergrund in den Straßen der Stadt bieten Prostituierte ihre Dienste an, während Freier sie begrabschen. Abgemagerte Kreaturen betteln um ein bisschen Geld, während um sie herum Hunde und Ratten nach etwas Essbaren stöbern. Ein nach Schläger aussehender, grobschlächtiger Trinker trägt einen Pfahl, auf den ein Kaninchen genagelt wurde, Männer prügeln ihre Frauen durch die Straßen, Betrunkene werden von Schweinen angefallen, in einem Abbruchhaus liegt eine Frau im Sterben. Den Rahmen um das Gemälde bilden Waffen, Wappen und ein paar Porträts von legendären Unterweltgrößen wie “Sadie the Goat”, “Albert Hicks” und “Humpty Jackson”. In der Fantasie von Joe Coleman muss New York wohl die Hölle gewesen sein.

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Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas

15. Januar 2007 | 3 Kommentare

  Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas

Vishnu auf der Weltenschlange, Westlicher Mebon, Angkor
Angkor-Periode, Baphuon-Stil, Mitte 11. Jh., Bronze, H. 122 cm
Nationalmuseum Kambodscha, Phnom Penh
Foto: © J. Gollings, St. Kilda, Australien

Die Ausstellung “Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas” in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn bietet zum ersten Mal in Deutschland die Gelegenheit in großem Umfang Kunst zu sehen, die seit ihrem Bekanntwerden in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Kunst interessierte Publikum Europas faszinierte. Der Name Angkor steht seither für geheimnisvolle, unüberschaubar ausgedehnte Tempelanlagen im Dschungel Kambodschas, die auch heute noch eine Vorstellung von ihrer einstigen Pracht geben können.

Angkor war der Höhepunkt einer Zivilisation, die sich in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu entwickeln begann. Aus dem 6. Jahrhundert sind die ersten buddhistischen und hinduistischen Kunstwerke überliefert. Der Aufstieg des Khmer- Reiches in Angkor, am Nordrand des Tonle Sap, begann im 9. Jahrhundert. Auf der Höhe ihrer Macht beherrschten die Khmer das gesamte Gebiet des heutigen Kambodscha, Süd-Vietnam, Laos und die zentrale Ebene des Chao Phraya in Thailand. Sie waren eines der größten und mächtigsten Völker Asiens. Die Bedeutung des Khmer-Reiches manifestierte sich bis in das 13. Jahrhundert hinein in einer Reihe von gigantischen Tempeln, von denen der Angkor Wat als das größte sakrale Bauwerk der Erde gilt.

Welcher Geist steht hinter den überwältigenden Tempelanlagen, welchen Gottheiten waren sie geweiht, auf Grund welcher sozialen und ökonomischen Struktur konnten sie errichtet werden? Wie sah die Gesellschaft aus, die derartige Leistungen zu vollbringen im Stande war? Welches Selbstverständnis hatten ihre Könige? Dies sind Fragen die sich jeder stellt, der das alte Kambodscha kennen lernen möchte. Hier setzt die Ausstellung an. Sie bietet nicht nur die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Vielfalt der Kunst zu verschaffen, sondern greift auch die wichtigsten kulturgeschichtlichen Themen auf, so dass die Besucher eine Vorstellung vom historischen, sozialen und religiösen Kontext der Werke bekommen.

Fast 140 Steinplastiken, Bronzefiguren und Holzskulpturen sowie Silberarbeiten und Malereien sind aus dem Nationalmuseum in Phnom Penh nach Bonn gekommen. Außerdem leihen das Indische Museum in Berlin und das Musée National des Arts Asiatiques Guimet in Paris Objekte aus. Die Ausstellung liefert einen einzigartigen Überblick über die Kultur Kambodschas, beginnend im 6. Jahrhundert mit Steinskulpturen aus den vorangkorianischen Königreichen Funan und Zhenla. Das zentrale Thema sind jedoch die Kunst und Architektur der Angkor-Periode (9.-13. Jahrhundert). Dabei werden auch Fragen der Wasserwirtschaft, des Reisanbaus und der Handelsbeziehungen erörtert, da sie die Grundlage für den außerordentlichen Reichtum des Landes bildeten.

Cindy Sherman in Bregenz

18. Dezember 2006 | Kein Kommentar

  Cindy Sherman, Untitled # 225, 1990, © Cindy Sherman

Cindy Sherman, Untitled # 225, 1990
[History Portraits/Old Masters]
Farbfotografie, 121,9 x 83,8 cm
The Broad Art Foundation, Santa Monica
© Cindy Sherman

Das Kunsthaus Bregenz zeigt eine sehenswerte Retrospektive von Cindy Sherman. Schon in ihren frühesten Arbeiten vor mehr als dreißig Jahren bedient sich Cindy Sherman fast ausschließlich ihrer eigenen Person als Modell und Gegenstand ihrer Inszenierungen. In ihren Serien stellt sie mit Hilfe unterschiedlicher Accessoires (Schminke, Kostüme, Prothesen) erfundene Personen dar und fotografiert sie im Studio. Auf diese Weise schafft sie eines der bedeutendsten Werke unserer Zeit, das ausschließlich die Fotografie als Träger benützt. Abwechselnd parodistisch, bissig, manchmal brutal, inszenieren diese Arbeiten eine Galerie von Figuren in Anlehnung an kulturelle und soziale Stereotype, um sie und die unterschiedlichen Möglichkeiten ihrer Darstellung zu hinterfragen: Mittelseiten in Illustrierten, Werbung, Kino, klassische Malerei usw.

Im Hintergrund wird eine subtile Analyse der individuellen Identität, insbesondere der weiblichen, spürbar, sowie der Fantasien, die sie auslöst und der Kräfte, denen sie ausgesetzt ist. Dieses Eintauchen in ungewisse und konfliktbeladene Bereiche, wo die Identität des Individuums mit dem kollektiven Unbewussten, mit Stereotypen und symbolischer Macht ringt, erfolgt zuweilen spielerisch, dann wieder düster, wenn sie Schrecken oder Ekel, verstümmelte oder entstellte Körper darstellt.

Die in Brengenz gezeigte Retrospektive mit Arbeiten aus den Jahren 1975 bis 2005 erlaubt einen Blick auf die Entwicklung ihrer Arbeit, ihre üppige Erfindungsgabe, die unterschiedlichen Kraftlinien, die sie strukturieren und die komplexen Fragestellungen, die sie aufwirft. Weitere Etappen der Ausstellung sind das Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark (9. Februar bis 13. Mai 2007) und der Martin-Gropius-Bau in Berlin (13. Juni bis 10. September 2007). Trotzdem sollte man nach Bregenz pilgern, da dort die Museumsarchtiktur ideal mit den Bildern von Sherman harmoniert und die Kraft der Bilder noch verstärkt.

Übrigens ist das Kunsthaus Bregenz eines der besten Ausstellungshäuser Österreichs. Museumsarchitektur, Ausstellungsarchitektur und gezeigte Ausstellungen sind vorbildlich. Das Haus ist jederzeit einen Besuch wert!

Mehr unter www.kunsthaus-bregenz.at.

Kulturpolitik in der Hauptstadt

7. November 2006 | Kein Kommentar

Der alte Berliner Bügermeister Klaus Wowereit wird auch der neue sein – mit der PDS als Koalitionspartner. Die musste kräftig Federn lassen und behält trotzdem drei Senatsposten. Allerdings wird Thomas Flierl nicht mehr Kultursenbator im neuen Senat sein. Seine Aufgabe übernimmt Wowereit selbst und siedelt die Kultur direkt bei sich in der Senatskanzlei an. “Kultur wird zur Chefsache” – schöner kann man diese Einsparung und Abwertung des Kulturressorts nicht verkaufen. Zugegeben, Flierl agierte mehr als unglücklich und ungeschickt, aber besser ein schlechter als gar kein Kultursenator.

Virtueller Spaziergang über die Museumsinsel

21. Oktober 2006 | Kein Kommentar

Das ZDF-Magazin “aspekte” bietet einen virtuellen Rundgang über die Museumsinsel. Moderatorin Lucia Braun erklärt die Gebäude und erzählt kleine Anekdoten, es besteht die Möglichkeit von 360°-Panoramen und “Spaziergängen” durch die Häuser.

Mehr unter: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/5/0,4070,3988581-6,00.html

Bode-Museum erstrahlt in neuem Glanz

17. Oktober 2006 | Kein Kommentar

Seit heute ist das Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel nach fünfjähriger Umbauzeit wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Zwar ist der Begriff “Wunder”, der in der Berliner Kulturszene die Runde macht, ein bisschen hoch gegriffen, aber ohne Zweifel ist etwas Besonderes aus dem neobarocken Bau geworden.

Architektonisch ist das Museum ein Leckerbissen. Die beiden Kuppelhallen und die Basilika sind mehr als imposant und auch die Säle und Kabinette sind schon ohne Kunstwerke sehenswert. Die üppigen Renaissance-Decken erstrahlen wieder in altem Glanz. Portale, Altäre, Kamine und Bögen zeugen vom architektonischen Reichtum einer vergangenen Zeit.

Kein zweites Haus der Welt verfügt über derart viel Raum, die Schätze seiner Skulpturensammlung auszubreiten. Auf drei Ebenen erwarten den Besucher in 64 Räumen mehr als 1700 Werke der europäischen Skulptur von der Romanik bis zum preußischen Klassizismus, die von rund 150 Werken aus der Gemäldegalerie begleitet werden. Hinzu kommen das Münzkabinett, ein Saal mit großformatiger Malerei, das einzigartige Tiepolo-Kabinett, sowie vier Räume mit Byzantinischer Kunst.

Mehr als ein halbes Jahr hat die Einrichtung und Hängung gedauert, die von heftigen Debatten über das Konzept des Museums begleitet wurde. Das Verhältnis von Gemälden und Plastiken im Haus wurde eingehend diskutiert, manche waren der Meinung, dem Museum müssten mehr Werke aus der Gemäldegalerie zugeteilt werden. Man hat sich jedoch gegen ein Mischkonzept aus Skulpturen- und Gemäldemuseum entschieden und tat meines Erachtens auch gut daran. Statt eines Gemischtwarenladens hat man nun ein einzigartiges Konzept. Bravo!

Der Berliner Tagesspiegel bietet ein umfangreiches Spezial: www.tagesspiegel.de/Bode-Museum

Artikel über die Galerie Contemporary Fine Arts

28. August 2006 | Kein Kommentar

Einen interessanten Artikel über die Galerie Contemporary Fine Arts in Berlin erschien am Samstag im Tagesspiegel.

Überhaupt scheinen die Kollegen des Berliner Blatts im Moment ein Höhenflug zu haben, das Feuilleton der Zeitung ist für mich derzeit eines der besten im deutschen Blätterwald, wenn auch ein bisschen berlinlastig – da die meisten Leser aber in Berlin leben, ist das zu verzeihen!

Der Artikel ist zu finden unter: Das Rundum-sorglos-Paket.

Es geht los – es geht los – es geht los

21. Juli 2006 | Kein Kommentar

Vincent van Gogh, Berge bei Saint-Remy,  Juli 1889

Vincent van Gogh, Berge bei Saint-Rémy, Juli 1889
Öl auf Leinwand, 71,8 x 90,8 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
Thannhauser Collection, Geschenk, Justin K. Thannhauser, 1978
© Guggenheim New York,

Endlich startet die Schau des Jahres. Seit Wochen tänzelt das deutsche Feuilleton unruhig durch den Blätterwald und erwartet die Guggenheim-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Ab heute werden in dem Ausstellungshaus sowie im benachbarten Kunstmuseum Bonn 200 Werke aus der Sammlung des Guggenheim-Museums in New York sowie seiner europäischen Dependancen zu sehen sein. Der Sakralbau der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts hat einiges zusammengetragen und nach Bonn geschickt: Vom Impressionismus bis zur zeitgenössischen Kunstszene sind viele Größen der Kunst der letzten 120 Jahre versammelt.

Allerdings darf man schon jetzt die Hoffnung fahren lassen, dass es in der Ausstellung einen kunsthistorischen roten Faden gibt, man also mit einem Aha-Effekt aus der Ausstellung herauskommt. Es geht hier hauptsächlich um die Selbstdarstellung des Guggenheim und die Präsentation der bedeutenden Sammlung. So wird es, ähnlich wie vor zwei Jahren bei der Berliner MoMA-Ausstellung, zu einer zusammenhanglosen Aneinanderreihung von Meisterwerken kommen, dabei werden allerdings die wichtigsten wieder fehlen, weil man den fragilen Bildern eine Reise über den Atlantik nicht zumuten will oder sie grundsätzlich nicht verleiht. Trotzdem sollte man sich die Ausstellung nicht entgehen lassen, denn die meisten Bilder kann man sonst nur in New York sehen und es bleibt ein Seherlebnis, vor den Ikonen der Moderne zu stehen. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Mehr unter: www.kah-bonn.de

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