4. März 2008

Screenshot der Internetseite von artclair.com
Nun ist auch der letzte große Kunstzeitschriftenverlag im 21. Jahrhundert angekommen. Artclair, Herausgeber von “L’oeil” und “Le journal des arts” hat eine neue Internetseite. Für die Frankophilen unter uns eine schöne Sache: Nachrichten, Ausstellungen, Kalender u.v.m. Und weil es so schön ist, möchte ich gerne noch einen Tipp aus Jörn Borcherts Blog Kulturelle Welten weitergeben: Buzzeum.com, ein französischsprachiger Blog zum Thema Museumsmarketing. Wirklich lesenswert!
25. Oktober 2007
Für viele von uns liegt New York immer noch näher als Moskau. Die meisten Urlaubswilligen können sich durchaus vorstellen, bei einer Shoppingtour durch New York auch mal im MoMA vorbeizuschauen, aber nach Moskau oder St. Petersburg? Urlaub “beim Russen” oder gar Studien- und Kulturreise nach Russland? Das kommt für viele nicht in Frage oder aber sie denken gar nicht darüber nach. Vielen ist auch gar nicht bekannt, welche ausgezeichneten Museen Russland sein Eigen nennt. Man ist deshalb auch sehr dankbar, wenn die russischen Museen zu uns kommen. Das ist allerdings nicht immer leicht, russische Museen pflegen eine restriktive Entleihungspolitik und aufgrund vieler ungeklärter Eigentumsfragen wegen des Beutekunstvorwurfs zieren sich die Museen bei Entleihungen nach Deutschland gerne.
Umso erfreulicher ist die bis zum 06. Januar 2008 laufende Ausstellung “Bonjour Russland” im Düsseldorfer “museum kunst palast”. Zum ersten Mal sind in Deutschland nebeneinander französische und russische Meisterwerke aus vier russischen Museen zu sehen. Den Fokus legt die Ausstellung auf die Jahre von 1865 bis 1925, jene Zeit also, in denen die Franzosen die Avantgarde waren und die Russen die Avantgarde wurden, für einen kurzen, genialen Moment lang. Schön wird in der Ausstellung sichtbar, wie sehr doch die russsischen Künstler von den Franzosen lernten, um daraus dann einen eigenen Form- und Malstil zu enwickeln. Sie fanden ihre eigene Sprache und liessen diese dann in der totalen Abstraktion kummulieren, die so wichtig für die Kunst des 20. Jahrhunderts war.
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