Aufrisse

18. März 2008 | 6 Kommentare

Die Berliner Galerie en passant präsentiert bis zum 26. April 2008 eine Ausstellung, die außerordentlich interessant ist. Dort stellt die Fotografin Sabine Wild unter dem Titel “Aufriss” neue Arbeiten vor. Mit der Kamera war sie im urbanen Dschungel New Yorks unterwegs. Das alleine wäre noch nichts wirklich Interessantes, doch Wild verfremdet den Ausblick und legt so den wahren Charakter der Großstadt frei. Das klingt paradox, hat bei Wild aber Methode.

Sabine Wild, NY Aufriss XX, 2008, Foto: copyright Sabine Wild

Sabine Wild, NY Aufriss XX, 2008, Foto: © Sabine Wild

Wilds Bilder leben vor allem von zwei fotografisch-künstlerischen Mitteln: Zum einen arbeitet sie durch vertikale Kamerabewegungen mit Unschärfen, was die visuelle Verfügbarkeit und den Wiedererkenungswert erheblich behindert. So anonymisiert sie ihre Bilder, die sonst so lebhafte Metropole New York wird zur anonymen, menschenleeren Großstadtwüste in der nur die steinernen Monumente Bestand haben. Außerdem wird die Vertikale so extrem betont, Wolkenkratzer und Straßenschluchten erscheinen noch bedrohlicher. » Read the rest of this entry «

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