Kann man eine hochkarätige Ausstellung über die Impressionisten zusammenstellen ohne Renoir, ohne Monet, ohne Manet, Pissarro oder Degas? Man kann, das beweist die Schirne Kunsthalle in Frankfurt. In der Ausstellung “Impressionistinnen” stellt die Schirn die wichtigsten impressionistischen Malerinnen vor. Gab es nicht? Gab es doch: Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond.
Der Impressionismus war die erste Stilrichtung, in der Frauen eine gewichtige Rolle spielten. Obwohl die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt war, hatten es Frauen nicht leicht. Nicht wenige Maler gaben sich zwar gerne unkonventionell, doch wenn es um Frauen in der Kunst ging, hörte der Spaß auf. Ganz zu schweigen von der Gesellschaft, die der Frau den Platz am Herd zuwies. Der Zugang zu Kunstakademien war ihnen verwehrt, sie konnten also den üblichen akademischen Weg in die Kunst nicht gehen. Die Abneigung gegen die Akademien war bei ihnen also nicht nur künslterisch bedingt. Viele von ihnen waren Autodidakten, die ihr Geld damit verdienten, Modell zu stehen und so Eingang in Künstlerkreise fanden. » Weiterlesen «