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	<title>360° &#187; Kassel</title>
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		<title>documenta digital</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 20:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[documenta]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im November 2006 hatte das documenta Archiv mit dem breitgef&#228;cherten Projekt &#8220;Mediencluster documenta und Gegenwartskunst&#8221; begonnen, s&#228;mtliche Fotos und Dias sowie die gesamten Presseartikel der documenta 1 bis 5 zu digitalisieren, da der Bestand des Archivs (insbesondere die Dias) akut bedroht war. Durch die F&#246;rderung mit 500.000 Euro durch die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2006 hatte das documenta Archiv mit dem breitgef&#228;cherten Projekt &#8220;Mediencluster documenta und Gegenwartskunst&#8221; begonnen, s&#228;mtliche Fotos und Dias sowie die gesamten Presseartikel der documenta 1 bis 5 zu digitalisieren, da der Bestand des Archivs (insbesondere die Dias) akut bedroht war. Durch die F&#246;rderung mit 500.000 Euro durch die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) war es m&#246;glich, die einzigartigen Materialien der fr&#252;hen documenta-Geschichte zu sichern. &#220;ber 10.000 Bilder und &#252;ber 12.000 Zeitungsausschnitte wurden digitalisiert.</p>
<p>Mit dem Abschluss dieses aufw&#228;ndigen Digitalisierungsprojekts ist nun nicht nur ein Online-Zugang in den Bibliotheksbestand des documenta Archivs, sondern auch in die Bild-, Video- und Pressesammlung m&#246;glich. Ein Folgeantrag f&#252;r die vollst&#228;ndige Medien-Bearbeitung der sp&#228;teren documenta-Ausstellungen 6 bis 12 wurde an die DFG gestellt und wird hoffentlich bewilligt, damit der gesamte Schatz &#8220;gehoben&#8221; werden kann. Die Datenbank ist im Internet zug&#228;nglich unter <a href="http://documentaarchiv.stadt-kassel.de" target="_blank">http://documentaarchiv.stadt-kassel.de</a>. Es lohnt sich, rein zu schauen!</p>
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		<title>Buergel erkl&#228;rt uns die documenta</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 10:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Buergel]]></category>
		<category><![CDATA[documenta]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Puh, jetzt wird alles gut. Die documenta-Leiter haben ein Einsehen mit den armen Besuchern und spendieren den Kunstwerken Erkl&#228;rungen, wie sch&#246;n&#8230; Vielleicht erkl&#228;rt uns das ja, warum die documenta-Macher welches Kunstwerk ausgesucht haben und warum, wie und wo pr&#228;sentieren. Buergel wehrt sich in den letzten Tagen vehement gegen Kritik. In der Tagesschau am 06. August [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Puh, jetzt wird alles gut. Die documenta-Leiter haben ein Einsehen mit den armen Besuchern und spendieren den Kunstwerken Erkl&#228;rungen, wie sch&#246;n&#8230; Vielleicht erkl&#228;rt uns das ja, warum die documenta-Macher welches Kunstwerk ausgesucht haben und warum, wie und wo pr&#228;sentieren.</p>
<p>Buergel wehrt sich in den letzten Tagen vehement gegen Kritik. In der <a href="http://www.tagesschau.de/video/0,1315,OID7235916,00.html" target="_blank">Tagesschau am 06. August 2007</a> erkl&#228;rt er, warum er die &#8220;Beziehungslosigkeit&#8221; f&#252;r wichtig h&#228;lt. Buergel glaubt, dass diese Beziehungslosigkeit f&#252;r die Kunstwahrnehmung besonders wichtig sei. Man m&#252;sse sich von Dingen verabschieden, die man kennt, weil man anders nicht neu wahrnehmen kann.</p>
<p>Ich habe selten solchen Unsinn gelesen, eigentlich ist es nur eine hohle Phrase, sie ist es aber trotzdem wert, dass man darauf eingeht. Gerade das soll Kunst ja: Ich m&#246;chte, dass Kunst mir Dinge, die ich kenne, erkl&#228;rt bzw. sie mir n&#228;her bringt, erfahrbar macht, f&#252;hlbar wird, was ich sonst so nicht gef&#252;hlt oder erfahren h&#228;tte. Gerade daf&#252;r brauche ich doch die Kunst, das ist doch ihr Kern. Davon soll ich mich jetzt l&#246;sen?  Eine neue Wahrnehmung entsteht doch nicht dadurch, dass ich mich vom Bekannten verabschiede, sie entsteht vor allem durch neue Kunst, durch neue und andere Sichtweisen, tolle Materialien, handwerkliches K&#246;nnen, k&#252;hne Ideen oder neue Blickwinkel. Dazu muss ich mich von Bekanntem nicht l&#246;sen, im Gegenteil, oft ist es gerade die Beziehung zu Bekanntem, die das Neue so interessant macht.</p>
<p>Ich erkl&#228;re das gerne mit dem Thema &#8220;Vergewaltigung&#8221;. Ich als Mann werde nie erfahren, wie sich eine Frau f&#252;hlt, die vergewaltigt wurde, was sie erlebt hat, was sie f&#252;hlt und wie sie sich f&#252;hlt. Aber Kunst kann mir einen tiefen Einblick in die Situation einer Vergewaltigten geben, kann f&#252;hlbar, h&#246;rbar, sehbar machen, was mir sonst verschlossen bliebe. Und dazu bedarf es nun der Beziehungslosigkeit? Darf ich mich nicht an Situationen in meinem Leben erinnern, die albtraumhaft waren?</p>
<p>Oder meint Buergel die Beziehngslosigkeit der Kunstwerke zueinander? Also soll neben dem Kunstwerk &#252;ber die Vergewaltigung am besten ein Werk zum urbanen Raum in China h&#228;ngen? DAS w&#252;rde es mir leichter machen?</p>
<p><a href="http://www.hr-online.de/website/specials/documenta/index.jsp" target="_blank"> Buergel geht aber noch weiter</a>. Er bezeichnet es im Hessischen Rundfunk als Fehler, dem &#8220;Mob&#8221; der sich von Venedig &#252;ber Basel und K&#246;ln nach Kassel und weiter nach M&#252;nster bewegte, eine Vorabbesichtigung erm&#246;glicht zu haben. Mit dem Mob meint er die Kritiker und Kunstexperten, die erst bei der Biennale in Venedig, dann bei der Art Basel, der Art Cologne &#252;ber Kassel bis zu den &#8220;Skulpturen Projekten M&#252;nster&#8221; gereist waren. Der Kritik an der Ausstellung fehle es an Substanz. Tja, da geht es der documenta wohl &#228;hnlich.</p>
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		<title>Documenta &#8211; Wie, wo, was?</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 14:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[documenta]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[So, nun auch von mir ein Statement zur documenta 12. Anders als die KollegInnen wollte ich mir die Ausstellung erst mal anschauen, um zu urteilen, ob alles schlecht ist oder eben super. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht gut, es ist langweilig, belanglos und ohne Konzept. Zun&#228;chst: was haben sich Ausstellungsmacher und Architekten nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, nun auch von mir ein Statement zur <a href="http://www.documenta12.de/" target="_blank">documenta 12</a>. Anders als die KollegInnen wollte ich mir die Ausstellung erst mal anschauen, um zu urteilen, ob alles schlecht ist oder eben super. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht gut, es ist langweilig, belanglos und ohne Konzept. Zun&#228;chst: was haben sich Ausstellungsmacher und Architekten nur bei den Aue-Pavillons gedacht, dieser Mischung aus Billiggew&#228;chshaus und musealem Raum &#8211; und das mitten im wundersch&#246;nen Park der Orangerie? Es ist gruselig und scheint den Architekten auch so peinlich zu sein, dass sie inzwischen nichts mehr von dem Bau wissen m&#246;chten. Man ist geradezu versucht, Gott auf Knien zu danken, dass dieser Pavillon nur tempor&#228;r ist und nach der documenta verschwindet.</p>
<p><img src='http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/06/hazoume.jpg' alt='Dogon, 1996, Courtesy the artist, Romuald Hazoumé / VG-Bild-Kunst' />
<div style="text-align:center; color:#4e4e4e; font-size:0.8em">Dogon, 1996, Romuald Hazoumé<br />Courtesy the artist, VG-Bild-Kunst</div>
<p>Das w&#228;re ja noch zu verschmerzen. Aber wo sind die Visionen? Wo die neuen Kunststr&#246;mungen und die noch unentdeckten K&#252;nstler, die neben arrivierten Positionen Stellung beziehen k&#246;nnen, ohne zu verblassen? Wo das Vision&#228;re eines Harald Szeemann, wo das Politische einer Catherine David und wo das Geniale der garandiosen documentas von Fuchs und Schneckenberger? &#220;berhaupt, wo ist der rote Faden? Gut, mancher wird jetzt sagen, endlich, endlich eine documenta ohne ideologische &#220;berfrachtung und damit haben sie vielleicht sogar recht, aber eine Vision, eine Grund&#252;berzeugung w&#228;re trotzdem sch&#246;n gewesen. Buergel geht es vor allem um &#196;sthetik und Sinnlichkeit der Kunst, aber auch das gelingt nicht wirklich. Statt dessen setzt man uns Fragen vor, wie etwa &#8220;Ist die Moderne unsere Antike?&#8221;. Wen interessiert&#8217;s? Und: kann man solche Fragen aus der Gegenwart heraus &#252;berhaupt beantworten?</p>
<p>Buergel geht es um das partizipative Element, er will &#196;sthethik als visuelle Erfahrung darbieten, der &#8220;die Besucher aus ihrer Lethargie holt und aktivieren soll, die Gegenwart anders zu sehen&#8221;. Das wird so nicht gelingen, vor allem nicht mit einem Fokus auf das &#196;sthetische. Ach ja und dann der Quatsch mit den Kunstgegenst&#228;nden aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, die laut Buergel ebenfalls Fragen zur Gegenwart beantworten k&#246;nnten und deshalb auch ihre Daseinsberechtigung bei der Documenta h&#228;tten. Sicher k&#246;nnten sie das, aber will ich das als Besucher tats&#228;chlich sehen? Ist die documenta nicht dazu da, Fragen zur Gegenwart mit zeitgen&#246;ssischer Kunst zu beantworten? Gibt es da nicht genug hervorragende K&#252;nstlerInnen?</p>
<p><img src='http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2007/06/ojeikere.jpg' alt='J.D Okhai Ojeikere, Foto Frank Schinski / documenta GmbH, Headgear Series, 1974-2004' />
<div style="text-align:center; color:#4e4e4e; font-size:0.8em">J.D Okhai Ojeikere, , Headgear Series, 1974-2004<br />Foto: Frank Schinski / documenta GmbH</div>
<p>Nat&#252;rlich gibt es auch Lichtblicke, der wichtigste f&#252;r mich: Romuald Hazoum&eacute;. Den Namen hatte ich zwar schon geh&#246;rt, doch ein Begriff war mir der afrikanische K&#252;nster nicht wirklich. Hazoum&eacute; formt Kunstwerke aus alten Benzinkanistern, die er zu Objekten zusammenbastelt. Oder Monika Baers wunderbar poetische, zarte Malereien&#8230; Oder die wunderbaren Fotografien von J. D. &#8216;Okhai Ojeikere aus Nigeria. &#220;berhaupt: Malerie und Fotografie sind nur wenig vertreten.</p>
<p>Ein bisschen schade ist das alles schon, ich mag Buergel und seine Arbeit eigentlich, um so entt&#228;uschter bin ich von so viel kuratorischem Unverstand. Dem Spiegel sagte Buergel &#252;brigens, f&#252;r seine Zeit nach der documenta habe er einen besonderen Wunsch. Er w&#252;rde sich gerne mal wieder langweilen: Hey, Herr Buergel, ich lege Ihnen einen Spaziergang &#252;ber die documenta nahe, da k&#246;nnen sie das schon jetzt haben! Und trotzdem: ein Besuch lohnt sich, denn so viel Kunst &#8211; 500 Werke von 108 K&#252;nstlern &#8211; sieht man nicht jeden Tag.</p>
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		<title>Hei&#223;er Sommer</title>
		<link>http://www.360-grad-blog.de/2007/06/08/heiser-sommer/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 12:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale Venedig]]></category>
		<category><![CDATA[documenta]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der documenta 12 in Kassel und der Biennale in Venedig steht uns ein hei&#223;er Kunstsommer bevor. Da ich mir beides erst im Laufe des Sommers anschauen werde, kann ich noch wenig dazu sagen, au&#223;er dass, wenn ich mich entscheidne m&#252;sste, die Biennale vorziehen w&#252;rde. Hier aber schon mal ein paar Rezensionen von KollegInnen: Bizarre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der <a href="http://www.documenta12.de" target="_blank">documenta 12</a> in Kassel und der <a href="http://www.labiennale.org" target="_blank">Biennale in Venedig</a> steht uns ein hei&#223;er Kunstsommer bevor. Da ich mir beides erst im Laufe des Sommers anschauen werde, kann ich noch wenig dazu sagen, au&#223;er dass, wenn ich mich entscheidne m&#252;sste, die Biennale vorziehen w&#252;rde. Hier aber schon mal ein paar Rezensionen von KollegInnen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,487386,00.html" target="_blank">Bizarre Welt im deutschen Pavillon (Spiegel Online)</a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,487550,00.html" target="_blank">Schwere Kost die befl&#252;gelt &#8211; die Biennale in Venedig (Spiegel online)</a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,486511,00.html" target="_blank">Bizarre Weltwunder &#8211; erste Eindr&#252;cke von der documenta (Spiegel Online)</a></li>
<li><a href="http://www.welt.de/kultur/article925502/Zeitgenoessische_Kunst_ist_Pop.html" target="_blank">Zeitgen&#246;ssische Kunst ist Pop &#8211; So wird die documenta (DIE WELT)</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E18F5273110F849E785C02C69CA85C59B~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Bildersturm im Wasserglas &#8211; die Bienale von Venedig (FAZ)</a</li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E672DF1DFB2E64FAFB5D4A21538D71EC9~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">documenta 12 Spezial (FAZ)</a>
</ul>
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