artreview mit neuer Webseite

4. Februar 2008 | Kein Kommentar

webseite von artreview

Die neue Webseite von artreview

Artreview ist nicht mehr nur Zeitschrift. Das britische Kunstmagazin geht mit einer eigenen, umfangreichen Webseite online. Schick, informativ, mit Blog, Videos, Podcasts und Bildershows – da sollte sich manche deutsche Kunstzeitschrift etwas abschauen. Unbedingt anschauen: artreview.com.

Dali und der Film

6. Juni 2007 | Kein Kommentar

Die Tate Modern in London untersucht in der Ausstellung “Dalí & Film” einen sehr interessanten und bisher wenig beachteten Aspekt: Welche Rolle spielte der Film in der Arbeit der Surrealisten, insbesondere der der malenden Surrealisten? Für Dalí war der Film sowohl Inspirationsquelle als auch Experimentierfeld für sein Werk. Dalí war begeisterter Cineast.

Un Chien Andalou  1929, Salvador Dali. Fundacio Gala-Salvador Dali, DACS, 2007

Salvador Dalí, Un Chien Andalou 1929
© Salvador Dalí. Fundació Gala-Salvador Dalí, DACS, 2007
Contemporary Films. Film, Laufzeit : 16 Minuten

Dalí arbeitete mit berühmten Filmemachern wie Luis Buñuel, Alfred Hitchcock und Walt Disney zusammen. Sogar mit den Marx Brothers drehte er. Die Filme zeigen, wie Dalí dachte und wie er arbeitete. In den Filmen breitet sich der ganze obsessive Kosmos des Künstlers aus. Die interessanteste Entdeckung für mich: Die Ideenwelt der Surrealisten lässt sich im Film fast noch besser darstellen, als im Bild.

Die Tate Modern in London hat mehr als einhundert Werke zusammengetragen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Filme und Fotos. Die Ausstellung läuft bis 09. 09.2007. Mehr Infos auf der Webseite der Tate Modern.

Bekanntgabe der Nominierten für den Turner-Preis

9. Mai 2007 | Kein Kommentar

Die Tate Gallery hat die vier Künstler, die für den diesjährigen Turner-Preis nominiert wurden, bekanntgegeben. Die Fotokünstlerin Zarina Bhimji (43) musste 1974 auf Druck des Diktators Idi Amin ihre Heimat Uganda verlassen. In ihrer Kunst (Installationen aus großformatigen Fotografien) beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Vertreibung und Exil.

Nathan Coley (38) benutzt Architektur, um politische und religiöse Fragen aufzuwerfen. Bekannt wurde er vor allem für seinen Papp-Kirche in weiß-blauen Streifen, die er in Santiago de Compostela aufstellte und seine Camouflage-Modelle in schwarz-weißen Streifen, die er in einen schwarz-weißen Raum stellte.

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Tomma Abts gewinnt Turner-Prize

5. Dezember 2006 | Kein Kommentar

Die deutsche Malerin Tomma Abts (*1964) hat den renommierten Turner-Prize gewonnen. Die in London lebende Malerin durfte gestern Abend den Preis aus den Händen von Yoko Ono entgegen nehmen. Abts stach mit ihren immer exakt 48 x 38 Zentimeter großen, abstrakten Werken den Videokünstler Phil Collins, die Bildhauerin Rebecca Warren und den Maler Marc Titcher aus. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Pfund dotiert. Der Turner-Preis wird seit 1984 verliehen und geht jährlich an einen britischen Künstler oder eine Künstlerin unter 50 Jahren für “eine hervorragende Ausstellung oder andere herausragende Präsentation seines Werkes”.

Spannend ist Abts’ Werk vor allem da, wo Licht- und Schattenspiel entstehen und unter der Oberfläche Strukturen wahrnehmbar werden. Ihre Bilder tragen Namen wie Teete, Taade Diddo oder Jürke. Abts gibt den Bildern alte friesische Namen, wohl ein Zeichen der Verbundenheit mit der Heimat, vielleich taber auchnur, um möglichst neutrale Namen zu wählen, die weit entfernt vom Bildgegenstand sind.

Ich persönlich fand Abts Bilder auf den ersten und den zweiten Blick langweilig und enttäuschend, auf den dritten und vierten Blick alleridngs entwickelt sich dann doch ein gewisses “Wohlwollen”. Das liegt wohl daran, dass Abts’ Werk nichts Spektakuläres enthält und ein wenig an die Frühzeit der Moderne, namentlich den Konstuktivismus, erinnern. Abts selbst sagt, sie habe keine Idee, wenn sie ein Bild beginnt. Intuitiv beginnt sie zu malen, und arbeitet dann immer planvoller auf das Endergebnis hin.

Die Bilder strahlen Ruhe aus, was wohl an den hauptsächlich gedämpften Farben liegt. Geometrische Formen herrschen vor. Licht und Schatten bringen in die Bilder einen gewissen Rhythmus. Oftmals wirken die Bilder wie aus Papier gefaltete, bunte Collagen. Doch die Knicke und Falzen entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Rand einer Farbschicht. So entstehen Licht und Schatten nicht nur aus Hell-Dunkel-Kontrasten, sondern auch aus reliefartigen Strukturen. Und aus den Farbrändern scheint manchmal Licht zu strahlen.

Mehr unter www.tate.org.uk

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