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	<title>360° &#187; MKM</title>
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		<title>Drei Mal Gerhard Hoehme</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 18:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Hoehme]]></category>
		<category><![CDATA[Informel]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[MKM]]></category>
		<category><![CDATA[museum kunst palast]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm-lehmbruck-Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich drei Museen in Nordrhein-Westfalen ehren derzeit den K&#252;nstler Gerhard Hoehme zu seinem 20. Todestag. Das museum kunst palast (D&#252;sseldorf) pr&#228;sentiert Arbeiten auf Papier aus der Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung, erg&#228;nzt um Zeichnungen und Druckgraphik aus der eigenen Sammlung. Das Museum K&#252;ppersm&#252;hle (Duisburg) gibt in einer gro&#223;en, retrospektiv angelegten Werkschau Einblick in die wesentlichen Schaffensprozesse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich drei Museen in Nordrhein-Westfalen ehren derzeit den K&#252;nstler Gerhard Hoehme zu seinem 20. Todestag. Das <a href="http://www.museum-kunst-palast.de/mediabig/663A/index.html" target="_blank">museum kunst palast (D&#252;sseldorf)</a> pr&#228;sentiert Arbeiten auf Papier aus der Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung, erg&#228;nzt um Zeichnungen und Druckgraphik aus der eigenen Sammlung. Das <a href="http://www.museum-kueppersmuehle.de/" target="_blank">Museum K&#252;ppersm&#252;hle (Duisburg)</a> gibt in einer gro&#223;en, retrospektiv angelegten Werkschau Einblick in die wesentlichen Schaffensprozesse zwischen 1955 und 1989 und die <a href="http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/" target="_blank">Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum (Duisburg)</a> zeigt bildplastische Werke aus eigenem Besitz. </p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/03_Hoehme__das_wilde_blaue_Bild__1956-57__Sammlung_Stroeher_.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme, das wilde blaue Bild, 1956/57, Sammlung Str&#246;her, Darmstadt, Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/03_Hoehme__das_wilde_blaue_Bild__1956-57__Sammlung_Stroeher_-288x400.jpg" alt="Gerhard Hoehme, das wilde blaue Bild, 1956/57 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" title="Gerhard Hoehme, das wilde blaue Bild, 1956/57 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" width="288" height="400" class="alignnone size-medium wp-image-1064" /></a>
<p class="bu">Gerhard Hoehme, das wilde blaue Bild, 1956/57<br />
Sammlung Str&#246;her, Darmstadt<br />
Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn</p>
<p>Hoehme geh&#246;rte zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Informel und der Lyrischen Abstraktion. Seine &#8220;Shaped Canvases&#8221; sind in der gestischen Malerei der f&#252;nfziger udn sechziger Jahre zu verorten, jener Zeit, als der abstrakte Expressionismus New York in die erste Liga der Kunst katapultierte und die Europ&#228;er in den Hintergrund dr&#228;ngte. &#196;hnlich wie f&#252;r die Amerikaner war f&#252;r Hoehme das Bild ein offenes, energetisches Feld, das es zu erforschen und zu gestalten galt. Intensiv suchte Hoehme nach den Grenzen des Bildes und seines Raumes. &#8220;Den Gesetzen der Fl&#228;che“, sagte Gerhard Hoehme 1957, „bin ich immer nur widerwillig gefolgt. Weit mehr hat mich die Gesetzm&#228;&#223;igkeit der Farbe, ihr Str&#246;men und Wachsen, ihre Materie und Struktur interessiert. Beim Umgang mit ihr, beim Eingehen auf ihre M&#246;glichkeiten hemmten mich oft die R&#228;nder des Rechtecks.“</p>
<p>Intensiv erforschte Hoehme die materielle Beschaffenheit seiner Malmittel, experimentierte mit kunstfremden industriellen Materialien. Da mussten schon mal Tischdecken als Bildhintergr&#252;nde herhalten und Polyethylenschl&#228;uche eroberten den Raum aus dem Bild heraus, entgrenzen Linie und Leinwand. Schnittmuster wurden genauso verwendet wie aufgezeichnete Kardiogramme. Mit zunehmendem Alter werden Hoehmes Arbeiten immer experimenteller.</p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/11_Hoehme__rot...rot_...rot__1975__Sammlung_Stroeher__Darmstadt_.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme, rot...rot...rot, 1975, Sammlung Str&#246;her, Darmstadt, Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/11_Hoehme__rot...rot_...rot__1975__Sammlung_Stroeher__Darmstadt_-500x355.jpg" alt="Gerhard Hoehme, rot...rot...rot, 1975 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" title="Gerhard Hoehme, rot...rot...rot, 1975 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" width="500" height="355" class="alignnone size-medium wp-image-1066" /></a>
<p class="bu">Gerhard Hoehme, rot&#8230;rot&#8230;rot, 1975<br />
Sammlung Str&#246;her, Darmstadt<br />
Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn</p>
<p>Das Museum K&#252;ppersm&#252;hle pr&#228;sentiert eine chronologische Auswahl von rund 70 Arbeiten aus allen entscheidenden Werkphasen der Jahre 1955 bis 1989: Gem&#228;lde, Materialbilder, Objektk&#228;sten, didaktische Zeichnungen, Plastiken und rauminstallative Arbeiten aus &#246;ffentlichen und privaten Sammlungen. Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum zeigt in den zentralen Sammlungsr&#228;umen der Gro&#223;en Glashalle rund 20 Werke aus dem eigenen Bestand. Bildplastische Arbeiten der Jahre 1957 bis 1974, dazugeh&#246;rige Skizzen sowie Bilder, Zeichnungen und Druckgrafiken geben Einblicke in das bildplastische Werk des K&#252;nstlers. Mehr als 25 Jahre nach der Ausstellung &#8220;Schn&#252;re&#8221;, die Gerhard Hoehme 1972 im Lehmbruck Museum zeigte, wird der &#252;berwiegende Teil  des Sammlungsbestands erstmals wieder zusammenh&#228;ngend pr&#228;sentiert.</p>
<p>Intensiv arbeitete Hoehme auch mit Zeichnung, Druckgrafik und Radierung. Das museum kunst palast in D&#252;sseldorf zeigt 80 Arbeiten auf Papier. Die Ausstellung zeigt &#252;berraschende Analogien zum malerischen Werk und offenbart, dass f&#252;r Hoehme Malerei, Plastik und Zeichnung untrennbar verbunden waren. So entstehen zeitgleich zu den Borkenbildern Arbeiten auf geschichteten und zerkn&#252;lltem Japanpapier. Im Alter werden auch die Zeichnungen experimenteller,der skriptuale Anteil in den Arbeiten steigt und Malerei und Zeichnung verschmelzen weiter.</p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/01_Hoehme__Hymne_an_Heraklit___Hommage_a_Heraklit__1959__Sammlung_Stroeher_.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme, Hymne an Heraklit - Hommage à Heraklit, 1959, Sammlung Str&#246;her, Darmstadt, Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/01_Hoehme__Hymne_an_Heraklit___Hommage_a_Heraklit__1959__Sammlung_Stroeher_-150x150.jpg" alt="erhard Hoehme, Hymne an Heraklit - Hommage à Heraklit, 1959 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" title="erhard Hoehme, Hymne an Heraklit - Hommage à Heraklit, 1959 Sammlung Str&#246;her, Darmstadt Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1068" /></a> <a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/10_Hoehme__irre_Wasser_sind_tief__1965__Gerhard_und_Margarete_Hoehme-Stiftung_.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme, irre Wasser sind tief, 1965, Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung, museum kunst palast, D&#252;sseldorf, Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/10_Hoehme__irre_Wasser_sind_tief__1965__Gerhard_und_Margarete_Hoehme-Stiftung_-150x150.jpg" alt="Gerhard Hoehme, irre Wasser sind tief, 1965 Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung, museum kunst palast, D&#252;sseldorf Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" title="Gerhard Hoehme, irre Wasser sind tief, 1965 Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung, museum kunst palast, D&#252;sseldorf Foto: Katalog / (c) VG Bild-Kunst, Bonn" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1069" /></a> <a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/2553A_original.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme,<br />
KARDIOGRAMM EINES SCHNITTLINIEN-MEDIATORS, 1971, Schnittmuster, Kardiogramm, collagiert, auf Glanzpapier, eigenh&#228;ndig auf Karton montiert, 42 x 31 cm, Gerhard und Margarete Hoehme Stiftung, © VG Bildkunst, Bonn, 2009&#8243;><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/2553A_original-150x150.jpg" alt="Gerhard Hoehme, KARDIOGRAMM EINES SCHNITTLINIEN-MEDIATORS, 1971,  Schnittmuster, Kardiogramm, collagiert, auf Glanzpapier, eigenh&#228;ndig auf Karton montiert, 42 x 31 cm,  Gerhard und Margarete Hoehme Stiftung,  © VG Bildkunst, Bonn, 2009" title="Gerhard Hoehme, KARDIOGRAMM EINES SCHNITTLINIEN-MEDIATORS, 1971,  Schnittmuster, Kardiogramm, collagiert, auf Glanzpapier, eigenh&#228;ndig auf Karton montiert, 42 x 31 cm,  Gerhard und Margarete Hoehme Stiftung,  © VG Bildkunst, Bonn, 2009" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1070" /></a> <a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/hoehme_loreley_I_1972.jpg" rel="lightbox[hoehme]" title="Gerhard Hoehme, Loreley I, 1972, Schnurplastik, PE-Schn&#252;re, Eisenmanschette, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, Foto: J. Diemer "><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2009/11/hoehme_loreley_I_1972-150x150.jpg" alt="Gerhard Hoehme, Loreley I, 1972  Schnurplastik, PE-Schn&#252;re, Eisenmanschette, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, Foto: J. Diemer " title="Gerhard Hoehme, Loreley I, 1972  Schnurplastik, PE-Schn&#252;re, Eisenmanschette, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, Foto: J. Diemer " width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1071" /></a></p>
<p>Weitere Informationen bei den Museen oder bei dem <a href="http://www.gerhard-hoehme.de/" target="_blank">Gerhard Hoehme Archiv</a>.</p>
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		<title>Balkenhol-Werkschau in Duisburg</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 14:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Balkenhol]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[MKM]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Museum K&#252;ppersm&#252;hle (MKM) pr&#228;sentiert bis zum 28. Januar 2007 die bislang umfassendste Werkschau des Bildhauers Stephan Balkenhol in Deutschland. Zur Sammlung des Hauses geh&#246;ren so bedeutende Werke von Stephan Balkenhol wie die Arbeiten &#8220;Hexagon&#8221; und &#8220;Fries&#8221; von 1988, die anl&#228;sslich der Ausstellung erstmalig seit dem Entstehungsjahr wieder vollst&#228;ndig gezeigt werden. Stephan Balkenhol (*1957), der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Museum K&#252;ppersm&#252;hle (MKM) pr&#228;sentiert bis zum 28. Januar 2007 die bislang umfassendste Werkschau des Bildhauers Stephan Balkenhol in Deutschland. Zur Sammlung des Hauses geh&#246;ren so bedeutende Werke von Stephan Balkenhol wie die Arbeiten &#8220;Hexagon&#8221; und &#8220;Fries&#8221; von 1988, die anl&#228;sslich der Ausstellung erstmalig seit dem Entstehungsjahr wieder vollst&#228;ndig gezeigt werden.</p>
<p>Stephan Balkenhol (*1957), der an der Karlsruher Kunstakademie Bildhauerei lehrt, lotet in immer neuen Facetten die &#228;sthetischen und inhaltlichen M&#246;glichkeiten zeitgen&#246;ssischer darstellender Skulptur aus. Was kann Skulptur heute leisten, ohne eindimensionale Deutungen vorzugeben? Hauptanliegen ist die Darstellung des Menschen, wenngleich auch immer wieder Tiere und Architekturen als Vorbilder dienen. Der K&#252;nstler schafft bestimmte Grundtypen &#8211; M&#228;nner und Frauen in neutraler Kleidung &#8211;, die in vielf&#228;ltigen, immer neuen Variationen auftreten. Seine Skulpturen scheinen unserer Realit&#228;t zu entstammen, wir k&#246;nnen ihre Kleidung oder ihre Haltung eindeutig benennen. Und doch bleiben diese Figuren, die keine Emotionen zur Schau stellen, seltsam verr&#228;tselt, anonym und fiktiv. Sie bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Wiedererkennen und Zweifel, zwischen N&#228;he und Ferne &#8211; und gerade das macht sie so faszinierend f&#252;r den Betrachter.</p>
<p>Balkenhols wichtigstes Arbeitsmaterial ist Holz, das abschlie&#223;end farbig gefasst wird. Holzbl&#246;cke fungieren zugleich als Sockel der Figuren, im Holz sind die Spuren des Arbeitsprozesses zu erkennen. Der Baum ist und bleibt erkennbar, das Material ist Teil der Inszenierung. Wuchtig, roh und ruppig sind die Arbeitsschritte im Holz verewigt. Trotzdem wirken die Figuren zart, beinahe filligran.</p>
<p>Es ist Stephan Balkenhol gelungen, die fig&#252;rlichen Plastik mit neuem Leben zu f&#252;llen, und dies auf eindrucksvolle und unpr&#228;tenti&#246;se Weise zugleich. Seine Skulpturen sind Bildnisse aber keine wirklichen Abbilder, sie sind monumental aber keine Monumente, sie verharren in ruhiger Zur&#252;ckhaltung und fallen doch auf. Entscheidend ist, dass die Skulpturen weder pathetisch noch narrativ besetzt sind. Man kann dieses Konzept als &#8220;Gegenimpuls zu intellektualistisch-ironischen Entw&#252;rfen&#8221; (Andreas Franzke)verstehen.</p>
<p>Die dargestellten Menschen, Tiere und Bauwerke stehen zumeist f&#252;r sich selbst und nicht f&#252;r eine verborgene Begebenheit, die erz&#228;hlt werden will. Sie sind ma&#223;st&#228;blich verkleinert oder vergr&#246;&#223;ert und ihre Kleidung, ihr Ausdruck, h&#228;ufig auch die Gesten sind ruhig und neutral. Attribute verwirren mehr, als dass sie Klarheit bringen &#8211; ein „Mann mit Fliegenpilz“ ist eben ein Mann mit Fliegenpilz. Ob der Betrachter vielleicht mehr ihn ihm sieht, l&#228;sst die Figur bewusst offen.</p>
<p>Zugleich sind Stephan Balkenhols Skulpturen tief in der Kunstgeschichte verwurzelt. Dabei k&#246;nnen formale Fragestellungen ebenso die Basis einer Figur sein wie die Auseinandersetzung mit skulpturalen Traditionen oder ber&#252;hmten Vorg&#228;ngern. Die Ausstellung offenbart sowohl die handwerkliche Meisterschaft des K&#252;nstlers als auch seine geistes- und kulturgeschichtlichen Bezugnahmen. Sie pr&#228;sentiert das umfangreiche Schaffen des K&#252;nstlers anhand von Skulpturen und Reliefs sowie begleitenden Zeichnungen und Siebdrucken, von den 80er Jahren bis in die aktuelle Gegenwart. J&#252;ngstes Werk ist die 4,60 Meter gro&#223;e, eigens f&#252;r die Ausstellung geschaffene Ikarus-Bronze.</p>
<p>Die von Matthias Winzen kuratierte Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem K&#252;nstler entstanden. Sie war in erster Station in der Kunsthalle Baden-Baden zu sehen und wird abschlie&#223;end im Salzburger Museum der Moderne gezeigt. Aufgrund der besonderen R&#228;umlichkeiten des MKM hat die Duisburger Pr&#228;sentation den gr&#246;&#223;ten Umfang. Sehtipp!</p>
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