Picasso im Metropolitan Museum

11. Mai 2010 | Kein Kommentar

Die Sammlerin Gertrude Stein hat einmal in Bezug auf das fortschrittliche Museum of Modern Art gesagt, ein Museum könne nur modern oder ein Museum sein. Das war für sie auch der Anlass ihre beiden Picasso-Werke an das eher konservative Metropolitan Museum zu geben. Das hat in den letzten 60 Jahren aus diesen beiden Werken eine Picasso-Sammlung von über 500 Werken zusammengehortet. Nur 36 Werke hat man gekauft, die anderen erhielt das Museum geschenkt oder als Dauerleihgabe. Zwar hat das MoMA die bedeutendere Picasso-Sammlung, doch das Metropolitan Museum muss sich nicht verstecken. Insbesondere das Frühwerk und die Druckgrafiken des spanischen Malers sind hier gut vertreten.

Nun hat das Museum in New York sein Depot geöffnet und aus den Schätzen eine Retrospektive mit 300 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken und Grafiken zusammengestellt. Bei so viel geballter Werkschau hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht, nach einer Themenstellung für kunsthistorische Ergüsse zu suchen, sondern lässt die Werke chronologisch gehängt für sich sprechen. Das beginnt mit einem Selbstporträt des 20-jährigen Malers und geht bis zu “Stehender Akt und sitzender Musketier” des 87-jährigen Picasso. Leider merkt man der Sammlung an, dass sie überwiegend aus Schenkungen besteht und somit keine klare Sammlungspolitik erkennen lässt. Die Ausstellung wirkt wie eine Retrospektive, der man die besten Stücke genommen hat. Das ist angesichts der immensen Vorbereitungen mit acht Kuratoren, mehreren Restauratoren und Picasso-Forschern eigentlich ein bisschen wenig. Sehenswert ist die Schau aber trotzdem, denn viele Arbeiten waren bisher nur selten zu sehen. Auch die neuen Erkenntnisse bei einigen Bildern, die durchleuchtet wurden, sind spannend, weil sie zeigen, welche Geheimnisse in und unter den sichtbaren Bildern liegen und Picassos Malweise offenbaren.

Richtig spannend wird die Ausstellung erst, wenn man rüber in das MoMA wandert, wo zeitgleich die Ausstellung “Picasso – Themen und Variationen” stattfindet. Deren Erkentnisse sind zwar auch nicht neu, doch es macht Spaß, durch die Ausstellung zu laufen und Picassos Formenvielfalt zu bewundern. Besucht man auch noch die Dauerausstellung mit den Picasso-Highlights, hat man eine einmalige Chance, einen wirklich vollständigen Überblick über Picassos Schaffen zu gewinnen. Diese Möglichkeit hat man nicht jeden Tag.

MoMA.org mit neuer Webseite

6. März 2009 | Kein Kommentar

Die neue Webseite des MoMA

Die neue Webseite des MoMA

Das MoMA hat heute seine neu gestaltete Webseite online geschaltet: Etwas schicker, mehr “Social Networking” und Web 2.0 mehr Interaktives und mehr Bildergalerien. Insgesamt eine schöne Weiterentwicklung, aber auch nichts Revolutionäres…

MoMA mit Videos

4. Juni 2008 | Kein Kommentar

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York bietet seit kurzem ausführliche Videos zu seinen Ausstellungen an.  Mehr unter: <a href=”www.youtube.com/user/MoMAvideos” target=”_blank”>www.youtube.com/user/MoMAvideos</a>. 

MoMA auf Einkaufstour

25. Januar 2008 | Kein Kommentar

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York war auf Einkaufstour und hat bei den deutschen Künstlern zugriffen. Mit den Beuys-Werken “Untitled II” und “Untitled V”  will das Museum sicherstellen, dass Beuys “auch in den USA angemessen gewürdigt” wird. erworben. Mit Neo Rauch, Andreas Gursky und Martin Kippenberger hat das MoMA weitere Werke wichtiger deutscher Künstler erworben. Mehr beim Tagesspiegel.

Serra im MoMA

5. Juni 2007 | Ein Kommentar

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York präsentiert eine tolle Ausstellung: “Richard Serra Skulpturen: 40 Jahre”. Niemand formt hundert Tonnen Stahl so schön und sinnlich wie der Amerikaner. Alleine dafür würde es sich schon lohnen, mit dem Billigflieger ein Wochenende nach New York zu fliegen. Und dann ist da noch das hundertjährige Jubiläum von Picassos “Demoiselles d’Avignon”. Die Ausstellung zum Urknall der Moderne, dem Bild der Bilder, kann man gleich noch mitnehmen.

Der Katalog zur Serra-Ausstellung
Der Katalog zur Ausstellung dürfte sich zu einem Standardwerk entwickeln

Gut, das ist nicht billig und nicht jeder möchte ein paar Hundert Euro ausgeben, um Stahl zu sehen. Für die bietet das MoMA auch eine tolle Internetseite zu Serra und YouTube-Videos vom Aufbau zweier Arbeiten. Ansehen kann man sich das hier: RICHARD SERRA – Sculpture: Forty Years. Lesenwert ist auch die Rezension in der New York Times.

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