Alle Artikel mit dem Schlagwort: Museum

Museumstexte für alle!

Ich muss zugeben, dass ich viel zu selten kulturhistorische Ausstellungen besuche, was vor allem daran liegt, dass meine Tage mit Kunstmuseen voll sind. Die folgende Beobachtung ist also nicht ganz repräsentativ. Ich war gestern im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim in der Medici-Ausstellung. Wenig Neues, eine recht gute, aber nicht überragende Ausstellung, deren Besuch sich aber für einen Überblick lohnt. Interessant ist aber etwas anderes: Es gibt in Deutschland tatsächlich noch Museen, die sich die Mühe machen, eigene Texte für Kinder an die Exponate in einer Sonderausstellung zu hängen. Wow! Das habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Interessanterweise lasen selbst die meisten Erwachsenen anscheinend auch die Kindertexte und teilweise wohl sogar lieber als die für sie gedachten, weil die Texte fir die „Kleinen“ spannender und leichter verständlich geschrieben waren und Hintergrundinfos enthielten. Ich hab mich köstlich amüsiert…

Neues Magritte-Museum in Brüssel

Brüssel weihte vorgestern sein neues Museum für einen großen Sohn der Stadt ein. Nein, nicht für den Comics-Zeichner Hergé, der Tim und Struppi erfand, sondern René Magritte. Auf drei Stockwerken zelebriert das Museum Kunst und Leben von Magritte mit 75 Gemälden, 58 Zeichnungen, Postern, Fotos, Videos und Werbearbeiten. Insgesamt hat man 250 Arbeiten des Surrealisten zusammengetragen. Das Haus selbst ist ein wahres Schmuckstück. Es liegt zentral in der Innenstadt nahe des Königlichen Palastes und des Museums der Schönen Künste am Place Royale (Koningsplein). Untergekommen ist das Museum im klassizistischen Altenloh-Palast, der entkernt, komplett saniert und nach modernsten Gesichtspunkten als Museum neu eingerichtet wurde. Im Erdgeschoss liegen Eingang, Kino, Shop und Buchladen, in den oberen drei Stockwerken sind die Arbeiten des Künstlers und im Untergeschoss gelangt man in das benachbarte Museum der schönen Künste. Und weil es so schön ist, bekam Hergé am gleichen Tag ebenfalls ein Museum in der belgischen Hauptstadt. Für mich als Tim und Struppi-Fan fast noch sehenswerter… Weitere Informationen: www.musee-magritte-museum.be und www.museeherge.com

Stiftung DKM – Duisburgs neues Schmuckstück

Duisburg hat seit gestern ein neues Schmuckstück. Neben dem Museum Küppersmühle und dem Wilhelm-Lehmbruck-Museum gibt es nun mit dem Museum Stiftung DKM ein weiteres Museum in der Stadt an der Ruhr. Ab Samstag den 24. Januar werden auf über 2.600 Quadratmetern erstmals Teile der Sammlung DKM der Öffentlichkeit zugänglich sein. In vierunddreißig Künstlerräumen, fünfzehn Themenensembles, fünf Dialogsituationen und drei Skulpturenhöfen wird unter dem Titel „Linien stiller Schönheit“ der Sammlungshorizont, „Stille in der Schönheit und Schönheit in der Stille zu suchen“, präsentiert. Museum Stiftung DKM, Fotos (c): SDKM & Werner J. Hannappel Erstmals wird damit ein Teil der Sammlung DKM der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 40 Jahren sammelt Bauunternehmer Maas nun, sein Partner seit rund 20 Jahren. Da kam einiges zusammen, ein wildes Sammelsurium: Internationale Kunst der Gegenwart – Skulpturen, Malerei, Zeichnungen, druckgrafische Folgen und installierte Räume – Reisefotografien aus dem 19. Jahrhundert, Paravents aus der japanischen Edo-Periode, buddhistische Skulpturen aus Gandhara und epochenübergreifendes Kunstgewerbe umfasst die Sammlung von Dirk Krämer und Klaus Maas. Bisher waren die Stifter mit einer „FensterGalerie“ im Innenhafen vertreten. Diesen Raum …

Alles Neue macht der Mai

Gleich zwei neue Museen haben im Mai ihre Pforten geöffnet. In Cottbus hat das Museum Cottbus endlich ein eigenes Zuhause und heißt jetzt kunst.museum.dieselkraftwerk. War es früher in einer Einkaufsstraße eingequetscht zwischen Schuhgeschäften und Klamottenläden, darf es sich jetzt im Stadtpark breit machen, aber nicht etwa auf einer Parkbank, sondern im alten Dieselkraftwerk. Und man glaubt es kaum: Die ehemalige Industrieanlage ist so herrlich für Kunst geschaffen, wie es ein eigens konzipierter Bau nicht besser hätte sein können. Das Kraftwerk, das von dem Berliner Architekten Werner Issel 1928 geplant und erbaut wurde, stand seit 1990 leer. Das Haus ist ein streng wirkender, mehrgliedriger Ziegelbau mit einem schicken Turm. Markant sind die vielen horizontalen Fensterbänder, die viel Tageslicht ins Innere lassen.

Neues Kunstmuseum in Chemnitz

Museum Gunzenhauser vor dem Umbau, Chemnitz, Foto: Wikipedia/ GNU Chemnitz im Glück: die Stadt bekam 2003 vom Münchner Kunstsammler und Galeristen Alfred Gunzenhauser dessen Sammlung geschenkt. Die Sammlung umfasst rund 2500 Werke und gehört damit zu den bedeutendsten des Landes. Das neue Museum wird in das Gebäude der ehemaligen Sparkasse am Rande der Innenstadt einziehen. Das Haus aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut und in den letzten beiden Jahren von Architekt Volker Staab in ein Museum umgewandelt.