30. Januar 2008
So, ich habe mir extra Zeit genommen, um das neue Arp-Museum in Remagen-Rolandseck ausführlich zu erkunden. Bewusst bin ich nicht schon vorher dort gewesen. Das Museum wurde im September eröffnet und war schon lange vorher in den Schlagzeilen. Darauf möchte ich hier jetzt allerdings nicht eingehen. Also zum Museum.
Der Eingang des Museums liegt im alten Bahnhof von Rolandseck, einem klassizistischen Bau, der mit viel Liebe zum Detail und schönen Materialien modernisiert wurde, ohne dass er seinen Charakter verloren hat. Der Eingang liegt ebenerdig quasi im Keller. Der Bahnhof bietet Ausstellungsräume, Veranstaltungssäle, einen Kunstladen, ein Bistro und die Garderobe. Schon links und rechts der wuchtigen Eingangsglastür wird klar, wem das Museum gewidmet ist. Dort stehen Skulpturen von Arp. Durch einen Tunnel geht es unter den Gleisen hindurch in eine große, zweigeteilte Halle, in dem ein großer Ausstellungsraum zur Verfügung steht, der sich für zeitgenössische Kunst gut nutzenlässt.
Duch einen langen Gang mit Glasfront geht es zum Aufzug. Ein erster Höhepunkt. Mit dem Lift geht es durch eine konisch zulaufende Röhre aus dem Dunkel der Erde ans Licht. Wer aus dem Aufzug tritt landet auf einer Plattform auf der man auch nach draußen treten kann und einen herrlichen Blick auf den Rhein und den zu Füßen liegenden Bahnhof hat. Über eine Art Steg mit gläsernen Wänden geht es zum Museumsneubau von Richard Meier.
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29. November 2007
Und weiter geht der Kampf ums Arp-Museum in Remagen-Rolandseck. Nachdem das Land den Vertrag mit dem Arp-Museum gekündigt hat, kontert der Verein. Anwalt Raue ist der Meinung, der Verein habe sich korrekt verhalten und habe sich nichts vorzuwerfen. Eine Kündigung werde man nicht akzeptieren und dagegen gerichtlich vorgehen. Der Streit dreht sich jetzt endgültig um die Liste mit Werken, die der Arp-Verein dem Museum überlassen wollte. Fraglich ist, ob dieser Ordner mit dem Konvolut aus 248 Werken teil der Rahmenvereinbarung ist oder lediglich eine unverbindliche Liste mit Wünschen des Landes. Dies wird nun wohl ein Gericht klären müssen.
14. November 2007
Gerade erst ist der Ärger um den Arp-Verein ein bisschen in Vergessenheit geraten und die Jubelfeier zur Eröffnung des Arp-Museums vorüber, da zieht neuer Ärger auf. Wie der Bonner Generalanzeiger und die Kölnische Rundschau berichten, soll der Arp-Verein 14 dem Museum vertraglich als Dauerleihgabe zugesagte Werke veräußert haben – ohne Wissen der Landesregierung in Mainz. Laut Kulturstaatssekretär Hofmann-Göttig habe der Verein mit dem Verkauf der Werke Schulden ausgleichen wollen.
Der Verein habe 1995 in einem Rahmenvertrag mit dem Land in einer Anlage eine Liste von 248 Werken als Dauerleihgabe zugesagt. In dieser Liste seien auch die 14 verkauften Werke aufgeführt gewesen. Der Verein besteitet über seinen Rechtsanwalt Peter Raue (der auch als Vorsitzender der Freunde der Nationalgalerie bekannt ist), dass die Liste Teil des Rahmenvertrages ist. » Weiterlesen «